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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-01-01 · 5 (1.1934) · p. Seite 202

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
5 (1.1934)
Date
1934-01-01
Page
Seite 202 (sequence 24)
Language
German
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Seite 202 Mitteilungen des Jüdischen Lehrhauses Die Vorlesung Nr. 20a Prof. Dr. Eugen Täubler: „Epochen der jüdischen Geschichte" muß wegen Verhinderung des Dozenten ausfallen. An ihre Stelle tritt an den gleichen Abenden und im selben Raum eine Vorlesung von Dr. Henry Philipp: „Die rechtliche und gesellschaftliche Lage der deutschen Juden im Mittelalter" (unter besonderer Berücksichtigung der Frankfurter Judenheit). Der Beginn der Vorlesung Nr. 21 von Dr. Selma Stern-Täubler: „Geschichte der deutschen Juden seit dem 30jährigen Krieg" muß verschoben werden und wird rechtzeitig angekündigt. Die Vorlesung Nr. 29 von Rabbiner Dr. Hoffmann: „Vätersprüche" beginnt nicht, wie angekündigt am 17. sondern erst am 24. Jaunar. Rabbinische Lehranstalt „Jeschiwa" und Talmud-Thora-Verein Sonntag, den 28. Januar, nachmittags 5 Uhr, im Hörsaal der Synagoge am Börneplatz Sijumfeier. Herr Rabbiner Dr. Hoffmann beendet in dem unter seiner Leitung stehenden Schiur den Traktat Jonia. Aus diesem Anlaß laden die Verwaltungen der Jeschiwa und des Talmud-Thora-Vereins alle Freunde des Thora-Lernens ein, an diesem Feste teilzunehmen. Anmeldungen bis zum 20. dieses Monats an das Sekretariat der Jeschiwa und des Talmud-Thora-Vereins, Theobaldstraße 6. Talmud Thora-Verein Freitag, den 19. und 26. Januar, im Hörsaal der Synagoge am Börneplatz Vortrag. Die Redner werden durch die Tageszeitungen bekanntgegeben. — Fortbildungsunterricht für Knaben und Mädchen täglich ab 3 Uhr unter Leitung bewährter Lehrkräfte. Anmeldungen sind an das Sekretariat Theobaldstraße 6 zu richten. Jüdische Chorvereinigung, Frankfurt a. M. Der gemischte Chor, welcher unter diesem Namen gegründet wurde, hat seine Probenarbeit Anfang Dezember aufgenommen. Die Zahl der aktiven Mitglieder beträgt bereits 70. Einstudiert werden zurzeit Werke von Haydn und Schubert. Uebungsstunden: Dienstags 20% bis 22% Uhr, im Empfangssaal der Westendsynagoge. Weitere Meldungen von sangesfreudigen Damen und Herren werden erbeten an Dr. Ehrenreich, Sternstrafie 40, Fernsprecher 52506. Kammer-Streichvereinigung Einige gut durchgebildete Streicher können noch in die ,,K a m m e r - Streichvereinigung zur Pflege alter und neuer Musik" aufgenommen werden. Meldungen sind bis 25. Januar schriftlich oder telephonisch (57765) an den Dirigenten Artur Holde, Im Trutz 17, zu richten. Ton und Wort Samstag, den 3. Februar 1934, 20% Uhr, findet im großen Saal des Saalbaues ein künstlerischer Abend statt. Mitwirkende sind u. a.: Josiii Schocken, Berlin (Sopran), Hans Assenheim (Bariton), Heinrich Bornstein (Baß), Alice Rosenbaum (Pianistin), Dr. Willy Salomon (am Flügel), Käthe Ettlinger (Sopran), Trude Strauß mit Kinderballett, Trude Auerbach (akrob. Tänze), Lissi Schloß (Soubrette), Franz Massarek (v. Neuen Theater), Sofie Seligmann (Rezitation)' und die Gemeinschaft jüd. Orchestermusiker. Musikalische Leitung: Max'Neumann. An die künstlerischen Darbietungen schließt sich ein gesellschaftliches Zusammensein an. Karten bei den bekannten jüdischen Vorverkaufsstellen. Literaturkurse Ab Januar veranstaltet Alfred Auerbach jeden Dienstag, 20,30 Uhr, Literaturkurse. Die Stunden werden durch Selbstbeteiligung der Hörer und Szenenproben belebt werden. Freie Arbeitsgemeinschaft Vorträge mit Aussprache jeden Dienstag, 21 Uhr, Sitzungszimmer der Westendsvnagoge, Freiherr-vom-Stein-Straße 30. Auskunft: Erich Katz, Friedrichstraße 3, Tel. 71532. Bibliographie des jüdischen Buches In diesen Tagen erscheint unter der Schriftleitung von Joel Sänger eine Vierteljahrsschrift, betitelt: „Bibliographie des jüdischen Buches". Die Zeitschrift wird alle Erscheinungen auf den Gebieten Judaica, Hebraica und Grenzgebiete (und zwar aller Länder und Sprachen) systematisch erfassen. Von jeder Erscheinung werden nicht nur die bibliographischen Angaben (Verfasser, Titel, Druckort und -jähr, Verleger, Seitenzahl und Preis) gebracht, sondern, soweit das Buch der Schriftleitung vorliegt, auch eine exakte Inhaltsangabe, da der Forscher aus dem Titel eines Buches allein in den meisten Fällen nicht auf dessen Charakter schließen kann. — Die Bibliographie erscheint vierteljährlich. Die vier Hefte eines Jahrganges kosten 10.— Rm. zuzüglich Uebersendungsspesen. Bestellungen sind an die Buchbandlungen oder direkt an den Herausgeber Joel Sänger, Frankfurt a. M., Herderstraße 30, zu richten. Das Kunstwerk Im Einvernehmen mit dem „Kulturbund Deutscher Juden" und unter Mitwirken bedeutender Organisationen wird von Berlin aus Das Kunstwerk, eine Hilfsaktion für jüdische Künstler, in die Wege geleitet. Dieses Unternehmen will bildende Künstler und Oeffentlichkeit im Rahmen der jüdischen Schicksalsgemeinschaft einander näherbringen und veröffentlicht zunächst eine Reihe charakteristischer Kunstpostkarten. Die erste, Anfang Dezember erschienene Folge wird von einem Werk Max Liebermanns eröffnet und bringt Arbeiten von Julie Wolfthorn, Eugen Spiro und Rahel Szalit. Jüdische Organisationen, Buch- und Kunsthändler wenden sich an Dr. Herbert Loewenstein, Berlin SO. 16, Köpenicker Straße 76. Wetzler Goethestraße 16 bringt zum Inventur-Verkauf Modische Dinge für Ihren Geschmack zu außergewöhnlich billigen Preisen. Chike Blusen, schöne Damenwäsche. Mod. Kragen u. neue Spitzen Inventur-Verkauf an 15. jQDüar Damentaschen, Koffer, äußerst billig HßdWIQ & Co., Lederworenbans Kaiserstr.29, Haus Kaiserkeller Neueröffnung! DAMEN-SALON Meine Damen! 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