Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 5 (1.1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 197 Griechenlan d Nach einer neuerlichen Verordnung der Regierung haben nicht, wie es in einer früheren Verordnung hieß, alle, sondern nur die jüdischen Einwohner Salonikis ihre Laden am Jom Kippur zu schließen. — Die sowohl vom High Comissioner of Palestine als auch von dem Colonial Office durchgeführten strengen Maßnahmen gegen die jüdische Einwanderung nach Palästina haben zu einem starken Rückgang der Auswanderung aus Saloniki in das Heilige Land geführt. Die Emigranten wenden sich vorzugsweise Frankreich zu. Amerika Auch in Amerika wollen im Verfolg der neuen Rooseveltschen Politik viele Juden aus den Großstädten nach dem Lande abziehen. Schon in den nächsten Tagen werden sich, nach einer Mitteilung des Vorsitzenden des jüdischen „Komitees für landwirtschaftliche Siedlung" 200 Juden aus New York in New Jersey auf dem Lande ansiedeln. — Zu Umschichtungszwecken hat die amerikanische Regierung eine halbe Million Dollar zur Verfügung gestellt. Mit dieser Summe sollen 200 arbeitslose jüdische Familien auf dem Lande angesiedelt werden. — Im Alter von 60 Jahren verstarb der Bibliograph George Alexander Kohut, früher Bibliothekar am Jewish Theological Seminary. Er war der Sohn des Rabbiners Alexander Kohut, des Gründers dieses Seminars. Palästina Haifa. In den letzten Monaten sind schätzungsweise 2000 arbeitsuchende Beduinen aus Transjordanien nach Haifa gekommen. — Jerusalem. Im Oktober sind 4572 Personen, darunter 4449 Juden, und im November 3938 Personen, darunter 3837 Juden in Palästina eingewandert. — Im Alter von 66 Jahren verstarb Mosche Mordechai Epstein, ehemals Leiter der Jeschiwah zu Slobotka bei Kowno. Epstein, einer der hervorragendsten Talmudisten der Gegenwart, gründete im Jahre 1923 eine Jeschiwah in Hebron, die nach den Unruhen des Jahres 1929 nach Jerusalem verlegt wurde. — Tel-Aviv. Nach einer letzten Schätzung hat Tel-Aviv jetzt etwa 80 000 Einwohner. — In einer auf der diesjährigen Generalversammlung des palästinensischen Industriellenverbandes gefaßten Resolution wird im Hinblick auf den in den meisten Betrieben herrschenden Mangel an Arbeitern die Erhöhung der Zahl der Einwanderer nachdrücklich gefordert. — In Tel-Aviv erscheint unter der Redaktion von Ittamar Ben-Avi, dem Sohne des Verfassers des „Thesaurus totius hebraitatis", Elieser Ben- Jehuda, eine neue hebräische Zeitung „Deror", die erste, die in lateinischen Lettern gedruckt wird. Persönliche Nachrichten Willy Wolff 15. Nov. 1871 — 29. Okt. 1933 Nach kurzem schweren Leiden ist Herr Willy Wolff, ehemals Vorstandsmitglied unserer Gemeinde, verstorben. In seiner schlichten Art hatte er bestimmt, daß er in aller Stille zur Ruhe geleitet werde und nur die Verlesung eines Psalms — er hatte den dreiundzwanzigsten ausgewählt, der von freudigem Gottvertrauen erfüllt ist — war von ihm gewünscht worden. So konnte die Gemeinde an seinem Grabe nicht zum Ausdruck bringen, was sie ihm verdankt. An dieser Stelle aber darf gesagt werden, daß das Hinscheiden Willy Wolffs für sie einen unendlich schweren Verlust bedeutet. Er war mit einer großen Reihe wohltätiger Organisationen innerhalb der Gemeinde durch langjährige Tätigkeit eng verknüpft, als ihn das Vertrauen der Gemeindemitglieder im Jahre 1920 nach, der Neuordnung der Verfassung in die Gemeindevertretung berief, von der er nach wenigen Jahren in den Vorstand gewählt wurde. Schon nach kurzer Zeit erwarb er sich innerhalb der Verwaltung der Gemeinde eine maßgebende Stellung. Alle ihre Zweige wurden dem klugen, vorsichtigen Kaufmann rasch vertraut, mit warmem Herzen widmete er sich all ihren Aufgaben; die tiefe, aber nicht zur Schau gptragene Religiosität, von der er erfüllt war, verlieh seinem ganzen Tun innere Wärme, und so gewann er sich mit seiner ruhigen und vornehmen Art in ungewöhnlichem Maße die Zuneigung und Verehrung aller, die mit ihm arbeiten durften. Eine Fülle, von Anregungen ist von seiner reichen Wirksamkeit ausgegangen. Auch in den ersten Jahren des Bestehens des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden hat Willy Wolff namentlich in der Finanzkommission erfolgreich Unser INVENTUR - VERKAUF bietet grosse Vorteile BLEIDENSJ RASSE 3-5 Reparaturen weÄ Alle DRmod Ohren Stinte Ich bei Neohul in Zahlung TEL:25325 |IS1 Biebergasse^ Corsethaus G A Z EL Ij E größte Auswahl in h'urnun und Prei Ingen 7 P11 1 OA Größte s Spezialhaus Norddeu'schlands Z*L.IL» 1Z4 Hamburg Lübeck Hannover Telefon 27172 Bitte kurbeln Sie meine Wirtschaft an! Cafe des Westens Inhaber: Ludwig Isenburger Leipzigerstr. 26 Fernruf 77178 •H£N LCIN z£IL63 hat die schönsten Hemden