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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1933-12-01 · 4 (12.1933) · p. Seite 161

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
4 (12.1933)
Date
1933-12-01
Page
Seite 161 (sequence 27)
Language
German
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Seite 161 Knaben: Montag: 6—8 Uhr Turnen, S. R. Hirsch-Schule; Damen: Mittwoch: 8%—10 Uhr Turn. u. Gymn., Isr. Volksschule, Röderbergweg; Mädchen: Mittwoch: Gymnastik und Turnen. Abteilung 1 (bis 8 Jahre): 2y2—3% Uhr, S. R. Hirsch-Schule, Abteilung 2 (8—Ii J.): %6—%< Uhr, Isr. Volksschule. Abteilung 3 (über 11 J.):'%7—%8 Uhr, Isr. Volksschule. Turn- und Sportverein „Schild". Am Sonntag, den 3. Dezember, abends 19 Uhr, findet im großen Saal des Saalbaues ein Werbesportabend statt. Sinn und Zweck dieses Abends ist, der jüdischen Jugend zu ermöglichen, weiterhin Sport zu treiben und durch körperliche Betätigung und Kameradschaft den nötigen Rückhalt und Zusammenschluß für die Gegenwart zu gewinnen. Der Turn- und Sportverein „Schild" hat sein Möglichstes getan, all denen, die durch ihr Kommen ihre Hilfsbereitschaft zeigen, einen recht 'genußreichen Abend zu verschaffen. Die Leitung des Abends liegt in den Händen des allseits bekannten ehemaligen Schauspielers Alfred Auerbach. Karten sind im Vorverkauf zu haben im Wäschehaus Fuld, Schäfergasse 52, Cafe Freimark, Cafe Falk, Cafe Rothschild. Gedächtnisfeier für Hngo Fraenkel Zur Erinnerung an sein verstorbenes Vorstandsmitglied Herrn Hugo Fraenkel veranstaltete der Verwaltungsausschuß des Israelitischen Mädchenheims eine Trauerfeier, zu der sich neben der Leiterin und den Insassinnen des Israelitischen Mädchenheims eine stattliche Anzahl von Freunden des Dahingeschiedenen eingefunden hatte. Da der Feiertage wegen an der Bahre keine Nachrufe gesprochen werden konnten, waren auch die Vertreter anderer Körperschaften erschienen, um ihrem treuen Mitarbeiter Worte des Gedenkens und der Erinnerung zu widmen. Für die Marcus Horovitz-Loge sprach Herr Dr. G. Löffler, für den früheren Konservativen Gemeindeverein und die konservative Fraktion des Preußischen Landesverbandes Herr Rechtsanwalt Horovitz, für den Verein Gegenseitigkeit Herr Rechtsanwalt Adler und für das Israelitische Mädchenheim dessen Ehrenvorsitzender Herr Dr. Felix Kauf f> mann. — Die Redner betonten das Gerechtigkeitsgefühl, die Gradlinigkeit, Hilfsbereitschaft und tiefe Bescheidenheit des Verstorbenen, Eigenschaften, die seine Arbeit in den Gremien, in denen er wirkte, wertvoll machten. Besonders das Israelitische Mädchenheim verliert in Hugo Fraenkel einen unermüdlichen Freund, dessen Arbeit und Interesse während der letzten Jahrzehnte dem Auf- und Ausbau und der Erhaltung dieser Institution galt. Die Lücke, die der Tod Hugo Fraenkels gerade in diesen Kreis gerissen hat, wird sich nur schwer schließen, seine Arbeit und seine Persönlichkeit bleiben unvergessen. Reichsvertretung und jüdische Organisationen Es wird darauf hingewiesen, daß die Reichsvertretung lediglich grundsätzliche Fragen bearbeitet und die Interessen der jüdischen Gesamtheit gegenüber amtlichen Stellen vertritt. Dagegen erfolgt die Bearbeitung in Einzelfällen nach wie vor ausschließlich durch diejenigen Organisationen, die bisher dafür zuständig gewesen sind: also in Fragen der Wirtschaftshilfe durch die Wirtschaftsstellen, in Fragen der Wirtschaftspolitik durch den Centraiverein und Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, in Rechtsfragen durch den Centraiverein, in allen mit Palästina zusammenhängenden Fragen durch das Palästina-Amt und die Palästina-Wirtschaftsberatungsstelle, in Frag-en der Auswanderung nach anderen Ländern durch den Hilfsverein der deutschen Juden. i \ Frühjahrsreisen nach Palästina" Im Februar 1934 werden vom Palestine und Orient Lloyd mehrere Gesellschaftsreisen mit großen Schnelldampfern veranstaltet, und zwar: 1. 12. 2. mit dem Riesendampfer „Aquitania** (47 000 Tons) der Cunard Line, m , 2. 23. 2. mit Dampfer „Porthos" (20 000 Tons) der Messageries Maritimes, 3. 25. 2. mit dem neuen Schnelldampfer „Conte di Savoia" (40 000 Tons), 4. 18. 3. mit dem Riesendampfer „Aquitania" (47 000 Tons) der Cunard Line 5. 23. 3. mit dem Luxusdampfer „Mariette Pacha" der Messageries Maritimes. Außerdem wird Ende April eine Reise zur Levante-Messe in Tel-Aviv veranstaltet werden, die der Geschäftswelt einen besonderen Einblick in die industrielle und kommerzielle Zukunft Palästinas bieten wird. Anmeldungen werden schon jetzt vom Palestine und Orient Lloyd, Berlin NW 7, Friedrichstraße 100 (am Bahnhof Friedrichstrafie), Telephon A 6-Merkur 2915, sowie Frankfurt a. M., Kaiserstraße 46, entgegengenommen. Richtigstellung Zu dem in Nummer 3 unseres Blattes mitgeteilten Sprichwort „Eher mache deinen Sabbat zu einem Werktag, als daß du von den Menschen etwas verlangst", teilt uns Herr Rabbiner Dr. Jakob Hoffmann mit, daß aus dem Zusammenbang gerissen, dieser Satz mißverständlich sei und leicht zu falschen Schlußfolgerungen verlei'en könnte. Der Satz gehört dem großen Mischnalehrer Rabbi Akiba und enthält eine der sieben Mahnungen, die er seinem Sohne Rabbi Josua einzuschärfen pflegte (b. Sab. 118 a u. b Pes. 112 a). Der Talmud führt diesen Ausspruch an der Stelle an, wo er von den Sabbatmahlzeiten und den Aufwendungen für die Sabbatmahlzeiten handelt. Dieser Ausspruch hat nämlich folgenden Sinn: Schränke lieber deine Sabbatmahlzeiten weitgehend ein, so daß dein Sabbat hinsichtlich der Speise und des Trankes den Wochentagen gleicht, damit du nicht Menschennilfe nötig habest. | Vereins- und Versammlungskalender | (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 27. Dezember bei der Schriftleitung vorliegen.) Samstag, 2. Dezember Jüdischer Jugendring. Vortrag über „Geschichte des Zionismus iu der Nachkriegszeit" von Georg Guthmann, Jugendheim, Zimmer 10, 20'A Uhr. . Montag, 4. Dezember Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Vortrag über „Der neue Josef-Roman von Thomas Mann" von Frau Dr. Dora Edinger, Kl. Saal der Frankfurt-Loge, 20Mi Uhr. Eintritt frei. Mittwoch, 6. Dezember Verein Monteflore E. V. Vortrag über „Aufbau in Palästina" von Georg Guthmann, Jugendheim, 20.45 Uhr. Jüdischer Jugendbund. Vortrag über „Gedanken zur Zeit", Jüdische Tagesfragen, Jugendheim, 21 Uhr. Donnerstag,?. Dezember Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes. Elternzusammenkunft. Aussprache über Jugendorganisationen. Referent: Dr. G. Löffler, Hörsaal der Synagoge Unterlindau, 2<% Uhr. Samstag, 9. Dezember Jüdischer Pfadfinderbnnd. „IPKIBA". Kinoabend. Gr. Saal der Frankfurt-Loge, Eschersheimer Landstraße 27, 20,/a Uhr. Jüdischer Jugendring. Vortrag über „Der Aufbau der zionistischen Organisation und der Jewish Agency" von Georg Guthmann, Jugendheim, Zimmer 10, 20% Uhr. Sonntag, 10. Dezember Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Bühnenabend „Jüdische Autoren", Gr. Saal der Frankfurt-Loge, Eschersheimer Landstr. 27, 20 Uhr. Mittwoch, 13. Dezember Verein Monteflore E. V. Vortrag über „Aufbau in Deutschland" v. Dr. Hans Joachim Schoeps und Paul Yogi Mayer, Jugendh., 20.45 Uhr. Jüdischer Jugendbund. Vortrag über „Die Leistungen der Frankfurter Juden auf dem Gebiete des Verlagswesens" von Dr. Ernst Blau, Jugendheim, 21 Uhr. Donnerstag, 14. Dezember Vorstand der Westendsynagoge. Weihestunde, 20.15 Uhr. Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes. Kinder-Chanukkahfeier unter Leitung von Frl. Irma Dresdner, Arnold Lazarus-Halle, Königswarterstraße 26, 16 Uhr. Bitte kurbeln Sie meine Wirtschaft an! Cafe des Westens Inhaber: Ludwig Isenburger Leipzigerstr. 26 Fernruf 77178 Wir holen ab und senden zu. Foto-Atelier „Wera ii IHEINRICH KALBFLEISCH 19 Kronprinzen Strasse 19 Jüdischer Inhaber — Fernspr. 32030. Moderne Porträt-Fotografie Aufnahmen von Industrie, Häuser u. Geschäften. Ihre Amateur - Arbelten werden sorgfältig und billigst ausgeführt. Verkauf von Filmen, Platten- und Fotobedarf. IMMER PREISWERT IMMER PREISWERT Wen. im KAUFhOF kattfh Ufrgt& ftehaten.1 IMMER PREISWERT -IMMER PREISWERT

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