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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1933-11-01 · 3 (11.1933) · p. Seite 113

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
3 (11.1933)
Date
1933-11-01
Page
Seite 113 (sequence 23)
Language
German
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Seite 113 gestalten und daß'alle in der Gemeinde vereinigten Richtungen die volle Befriedigung ihrer Bedürfnisse erlangen. Daneben, d. h. auch außerhalb seiner Tätigkeit als Vorsitzender der Gemeindevertretung, sicherte ihm die souveräne Beherrschung des Stoffes und die überlegte, von reicher Sachkenntnis getragene Behandlung der Gemeindeangelegenheiten, unterstützt von einer besonders angenehmen und von jeder Schärfe freien Verhandlungsmethode einen ausschlaggebenden Einfluß nicht nur bei allen Stellen der Gemeindeverwaltung, sondern auch in weiten Kreisen der ganzen Gemeinde. Besondere Verdienste hat sich der Jubilar in seiner Tätigkeit als Mitglied des Schulrats des Philanthropins erworben, dem er seit dem Jahre 1909 als Mitglied angehörte und dessen Vorsitz er seit dem Jahre 1922 ibis zum Ende des vorigen Jahres führte. Gerade die Zeit, in welcher Herr Dr. Merzibach Vorsitzender des Schulrats war, stellte die Schule vor ganz besonders schwere und verantwortungsvolle Aufgaben, die unter seiner Leitung sicher und erfolgreich bewältigt wurden. Möge es dem verehrten Jubilar vergönnt sein, noch viele Jahre in der bisherigen Tatkraft und Arbeitsfreudigkeit an seiner hervorragenden Stelle zum Segen der Frankfurter Gemeinde zu wirken! 60. Geburtstag Herr Selig S c h e u e r m a n n, 0 b e r k a n t o r der W e s t e >n d - S y n a g o g e, feiert am 27. Oktober seinen (50. Geburtstag. Herr Scheuermann wirkt seit 1910, seit der Einweihung, an dieser Synagoge. Die vorbildliche Würde und innere Andacht, sein aller Veräußerlichimg abgeneigtes Wesen haben ihn zu einem wie wenige berufenen Mittler und Boten der Gemeinde werden lassen. Der Jubilar erfreut sich bei allen, die Gelegenheit hatten, dienstlich oder persönlich mit ihm ki Verbindung zu treten, größter Achtur^g und Beliebtheit. Auch als Lehrer ist Herr Scheuermann bei seinen Kollegen sehr geschätzt, und die große Zahl seiner ehemaligen und jetzigen Schüler schaut voll Verehrung und Dankbarkeit zu ihm auf. Die Glückwünsche weiter Kreise der Gemeinde lassen sich in dem Wort des Thora-Abschnittes „Lech lecha" zusammenlassen: „Möge Gott Dich segnen, Deinen Namen groß machen und Dich zum Segen werden lassen!" Siiberne Hochzeit 6. Oktober: Herr Hermann M a r k o w i c z und Frau Cäcilie geb. Wolochwiansky, Friedberger Landstraße 40, p. 25. Oktober: Herr Wilhelm Schweitzer und Frau Thekla geb. Kahn, Hermannstraßei 5 25. Oktober: Herr Musiklehrer Moritz Hainebach und Frau Camilla geb. Hoffmann, Weberstraße 21 Eher mache Deinen Sabbat zu einem Werktag, als dass Du von den Menschen etwas verlangst. Nicht jeder, der oben sitzt, ist ein vornehmer Herr. Der Mensch fährt, und Gott hält die Zügel. Jüdische Sprichwörter. Ehrung. Ein Pionier der Sport- und Jugendbewegung, Herr A r I u r F u 1 d, wurde in Anerkennung seiner Verdienste um den Turn- und Sportverein „Schild" als Erster durch Verleihung der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Der Bassist Heinrich Bornstein, hervorgegangen aus der Gesangsschule S. Würzburger, war für die hohen Feiertage als Kantor an die Israelitische Cultusgemeinde Zürich verpflichtet. Nachforschung Wer verkehrte in den Jahren 1925—1926 mit dem Glaser und zeitweise Viehtreiber Arthur Imber aus Zloczow (Ukraine), zuletzt wohnhaft Bockenheimer Landstraße 142a? Für die in Betracht kommende Familie liegt hierselbst eine wichtige Mitteilung bereit. Umgehende Meldung auch von Personen, die sachdienliche Auskunft geben können, erbeten vom Gemeindehaus, Fahrgasse 14Ü, Zimmer 3(5. Nachrufe Hugo Fraenkel Am 6. Oktober 1933 verstarb 72jährig Herr Hugo Fraenkei, eine in weiten Kreisen der Gemeinde bekannte und verehrte Persönlichkeit. Der Verstorbene, welcher sich im Jahre 1S8(> in Frankfurt a. M. niedergelassen hatte, genoß Lm Frankfurter Geschäftsleben den Ruf eines tüchtigen, hervorragend befähigten und streng gewissenhaften Kaufmanns, dem infolgedessen in weiten Kreisen der Gemeinde großes Vertrauen entgegengebracht wurde. So bekleidete der Verstorbene in den Jahren 1895—1898 das Amt eines Vorstehers der Synagoge am Bovneplatz, welchem Gotteshaus er auch bis zu seinem Ableben die Treue bewahrt hat. Von 1907—1918 (lediglich mit Ausnahme der vorgeschriebenen Karenzjahre) war er Mitglied des früheren Gemeindeausschusses und nach Einführung der neuen Ge- Tragen Sie „die gute C ARSCH-Kleidung Bitte kurbeln Sie meine Wirtschaft an! Cafe des Westens Inhaber: Ludwig isenburger Leipzigerstr. 26 Fernruf 77178 Die Wiener Modelle sind da! PAULA MARXSOHN KlrchnerstraBe 4. Wiener Strickwaren Wäsche - Strümpfe I EHRENFELD „Dos Hans Iflr Geschenke" „Heim oiii! Technik" Schmuck Radio Damenfaschen Photo Reisekoffer Schallplaffen Krisfall Beleuchtung Porzellan Elektrische Bestecke Kochgeräte EHR E N FE LD Gegründet 1874 neben Hauptpost

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