Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 2 (10.1933)
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 74 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 74 und Tatendrang zurückzugeben. Darin liegt Hilfe und Aufbau zugleich. Von frühmorgens, wo sich die Kinder mit der Jugendleiterin, zwei Hortnerinnen, einem Lehrer und einer Hilfskraft, die den ganzen Tag mit ihnen verbrachten, trafen, um mit der Straßenbahn, mit der eine entsprechende Vereinbarung getroffen werden konnte, nach -Bonames hinauszufahren, bis zum Abend lebten die Kinder losgelöst von aller Städtischen Gebundenheit. Im Strandbad „Lido" in Bonames konnten sie sich ungestört ein rechtes Jugendland errichten. Geländespiele und Gymnastik wurden eifrig betrieben. Mit Kasperletheater und kleinen Aufführungen, die die Kinder selbst veranstalteten, brachten sie sich Abwechslung. Man sang gemeinsam und beschäftigte sich seinem Alter und Vorstellungskreis entsprechend. Ein beachtlicher Teil der Kinder konnte in kurzer Zeit in der Nidda das Schwimmen erlernen. Der Tag verging im Fluge, die einzige „Störung" waren die schmackhaften Mahlzeiten, die mit netten Essenssprüchen eingeleitet wurden. Das Essen, das in Termophoren gebracht wurde, lieferte die Suppenanstalt. Zum Abschluß durfte eine Jungensgruppe eine Nachtfahrt im „Lido" veranstalten, an die alle Beteiligten wohl noch recht lange denken werden. Man saß gemeinsam am Lagerfeuer, sang, lauschte einer Geschichte und machte eine näditliche Exkursion unter dem alten Baumbestand des Strandbades. Den Höhepunkt und wirklich ein Erlebnis bildete für die Kinder die Abschiedsf eie-r, in der sie mit kleinen Darbietungen ihr Zusammengehörigkeitsgefühl und ihren Führern und Führerinnen ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen wollten. Die Kleinen, 6—7jährigen, verbrachten die Ferienspiele in einem von privater Seite zur Verfügung gestellten großen Garten im Reuterweg; für sie, die einer stärkeren Beaufsichtigung und Zusammenfassung bedürfen als die Größeren, erwies sich diese Regelung als sehr zweckmäßig. Die Jüdische Wohlfahrtspflege und einige private Spender, die dem Kinderhort diese großzügige Durchführung der Ferienspiele ermöglichten, so daß er seine Erfahrung und seine Organisation so vollauf ausnutzen konnte, haben sich ein wirkliches Verdienst erworben. LucieAschkenasy, Jugendleiterin Jüdische Erziehungsberatungsstelle Beratung für Eltern und Kinder bei Erziehungs- und Schulschwierigkeilen, Eschersheimer Landstr. 65 (Jugendheim). Die Beratungen sind unentgeltlich und streng vertraulich. Auskunft erteilen: die Leiterin Frau Dr. Alice Schaumberg, Eckenheimer Ldstr. 17, Tel. 56561, sowie die Mitglieder des pädagogisch-psychologischen Ausschusses des israelitischen Lehrervereins, Miltelschullehrer Julius Flörsheim, Günthersburg-Allee 43, und Lehrer Alfred Speyer, Baustr. 5. Um unnötiges längeres Warten in der Sprechstunde zu vermeiden, ist vorherige Anmeldung erwünscht. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 65, pt. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr. Jugenddlenst Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des jüdischen Frauen bundes Frankfurt a.M.,will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäfts stelle Frankfurt a. M., Langestr. 3. Verein israelitischer Gehörloser e. V. Jeden ersten Samstag .im Monat findet eine Monatsversammlung 'im Cafe Falk, abends 8% Uhr, statt. Im Oktober fällt diese Veranstaltung aus. Zuschriften an den Vorsitzenden Max Blumenthal, Börnestraße 30/HI. Waisenkalender. Rechtzeitig vor Beginn des neuen Jahres erscheint audi diesmal wieder der hübsche und praktische Kalender der I s r a'elitischen Waisenanstalt, Röderbergweg 87. Es ist eine glückliche Idee, auf diese Weise Tag für. Tag an eine, der schönsten .und heiligsten sozialen Pflichten zu erinnern. Mögen recht viele den Weg von der Idee zur Verwirklichung beschreiten, der am zweckmäßigsten über das Postscheckkonto Nr. 15t8t führt. Die Verwaltung des Waisenhauses sendet den Kalender Interessenten gern zu. Tragen Sie „diegufeCARSCH-Kleidung EHRENFELD „Das Hans Iflr Geschenke" Jeim und Technik" Schmuck Radio Damentaschen Photo Reisekoffer Schallplaffen Krisfall Beleuchtung Porzellan Elektrische Bestecke Kochgeräte EHRENFELD Gegründet 1874 weben Hauptpost fU. tteic&erf & (So. <5pestafa>erfffäfte orter öcftuftreparafurett ©r. ©f^enfieimerftr. 25 - Telefon 282 77 ' Bein ßaben — im §of teäjt§ ©eif&erfger £feferanf öfter ßefteufenften <5d)uftge* föäffe t>on $ranffurf am 2ftain um> Kmgefeung. Dr. jur. Julius Sonn bisher Rechtsanwalt mit langjähriger kaufmänn, und bankfachl. Erfahrung Übernimmt: Steuer* u. Rechtsberatung Hausverwaltungen Vermögensverwaltungen. Büro: Börsensfr. 2-4 Telefon 22798