Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 2 (10.1933)
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 72 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 72 eingetragenen Bezeichnung, bis heute beibehalten bat. Der Zustrom zu diesem Kreise_ ermöglichte es, neben dem Geistigen auch die Geselligkeit zu pflegen, ein Lesesaal sowie Restauration wurden angegliedert, kurz, der Verein bot seinen Mitgliedern ein zweites Heim. Heute nach fast 130jähriger ehrenvoller Vergangenheit besitzt der Verein hier, Eschenheimer Anlage 35, ein eigenes Haus, das den Mitgliedern und deren Frauen sowie auch Gästen jederzeit einen angenehmen Aufenthalt bietet. Aber auch an dieser Stätte alter Kultur ist die Schwere der Zeit nicht spurlos vorübergegangen, auch diese Vereinigung hat hart gegen die Not zu kämpfen! So wollten wir versuchen, durch diesen Hinweis Interesse bei unseren Glaubensgenossen für diesen fast ältesten Frankfurter jüdischen Verein zu erwecken, wollen durch dieses Interesse versuchen, neue Mitglieder zu werben, damit der gelockerte Kreis durch frische Kräfte wieder fest geschlossen, der alte Stamm wieder neu zur Blüte gebracht wird. In den Vereinsräumen ist die Möglichkeit gegeben zu behaglicher Ruhe und zu geselliger Zerstreuung, zu Mittag- und Abendtisdi, %vie auch zu Kaffee. Anfragen bitten wir zu richten an die Adresse: Eschenheimer Anlage 55, Fernsprecher 55054. Der Vorstand des Vereins ist zu jeder Auskunft gerne bereit. „Verein Wohltätigkeit*'. Gottesdienst in der Liederhalle, Hans- Handwerk-Straße (Langcstr.) 26. Vorabend Rausch Haschonoh 18 Uhr, 1. Tag Rausch Haschonoh morgens, Predigt, 7 Uhr, 1. Tag Rausch Haschonoh abends, Predigt, 19.10 Uhr, 2. Tag Rausch Haschonoh morgens, Predigt, 7 Uhr, Vorabend Schabbos Schuwoh 17.55 Uhr, Sdiabbos Schuwoh morgens, 8 Uhr, Vorabend Jaum Kippur, Predigt, 17.45 Uhr, Jaum Kippur morgens, Predigt, 7 Uhr. Tanzabend Trude Strauß Der Werbung und Unterhaltung war der Abend, den Trude Strauß am 10. September in der Frankfurt-Loge gab, gewidmet, und die bekannte Frankfurter Tänzerin verstand es, Begeisterung für ihr großes Können .z.xi wecken. Ihr Talent erwies sich sowohl in Soloals auch in Ensembletänzen, die sie mit ihren Schülerinnen zeigte, unter denen man manch beachtliches Talent bewundern konnte. Der große Beifall, den die Darbietungen bei dem zahlreich erschienenen Publikum fanden, erwies sich «1s gerechtfertigt. Die musikalische Begleitung der Tänze lag in den bewährten Händen von Leni Morgenstern-Lorsch, die neben ihren hervorragenden Qualitäten als Pianistin auch als Sängerin volles Lob erntete. Lebhaften Beifall fanden endlich die schauspielerischen Leistungen von Karl Gerdo, der mit seinen Grotesken viel zur Erheiterung des Publikums beitrug. Dr. Bl. Jugendverbände Vom Reidisaussdiuß der jüdischen Jugendverbände wird mitgeteilt: Die jüdischen Jugendverbände und Jugendgruppen haben entsprechend der Anordnung der Jugendführung des Deutschen Reiches zum 15. Juli 1953 ordnungsgemäß ihre Anmeldungen vollzogen. Im Organ des Reichsjugendführers („Das junge Deutschland" vom August 1933) wird hierüber innerhalb eines Aufsatzes über die Anmeldungen der gesamten deutschen Jugendverbände folgendes mitgeteilt: „Den jüdischen Jugendverbänden muß nachgesagt werden, daß sie sich einer besonders genauen und sauberen Meldung befleißigt haben. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, wenn man dieses Bemühen darauf zurückführt, auf jeden Fall eine Unterlassungssünde auszusdialten, die vielleicht einen Ausfall hätte zur Folge haben können. Noch weisen die jüdisdien Jugendverbände mit ihren versdiiedenen Richtungen eine äußerste Zersplitterung auf, aber in allernädister Zeit schon soll auch hier eine alle Verbände umfassende Dadiorganisation gesdiaffen werden."' Aus dieser Mitteilung geht hervor, daß die angemeldeten Bünde ihre. Arbeit ungestört weiterführen können. Von interessierter Seite ist in einzelnen Bezirken verbreitet worden, daß nur Jugendgrüppen des Reichs- bundes Jüdisdier Frontsoldaten (R. J. F.) bezw. dieser Organisation angeschlossene Gruppen, ihre Arbeit fortführen dürfen. Diese Darstellung ist unriditig und entbehrt jeder tatsüchlidien Begründung. : Versorgungs-Anstalt für Israeliten. Die Versorgungs-Anstalt, Röderbergweg 77, die eine der ältesten wohltätigen Anstalten unserer Stadt und Gemeinde darstellt und in deren Verwaltungsrat stets die Namen verdienstvoller Mitglieder unserer besten Frankfurter jüdisdien Familien vertreten waren, steht vor außerordentlidien Sorgen und Schwierigkeiten. Sie hat etwa 5 0 alte vom Schicksal verfolgte Männer und Frauen unter ihrer fürsorglichen Obhut - und ist seit Jahren stets bis auf den letzten Platz besetzt gewesen. Zahl-. Der kleine Laden | mit der großen Leistung | zeigt in der Mantelabteilung im ersten Stock seine Auswahl in || Herbst* u. Wintermänteln | in den Preislagen von Rm 25 — bis Rm. 100.— Gründliche Fachkenntnis hat es zuwege =j gebracht, aus der Fülle von Angebo'en || der leistungsfähigsten deutschen Kleider- || fabriken das Richtige herauszusuchen. |§ Ihr Mantel ist bestimmt dabei. ü GEBR. RÖCHLING Kohlen m. b. H. Taunusstrasse 52/60 Tel.: 33044 KOHLEN KOKS BRIKETTS Spezialität: | Koks für Zentralheizungen | mmmmmmm