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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1933-07-01 · 11 (7.1933) · p. Seite 294

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
11 (1932-1933)
Issue
11 (7.1933)
Date
1933-07-01
Page
Seite 294 (sequence 24)
Language
German
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Seite 294 Genesungsheim Oberstedten Das in bester und gesündester Lage am Wald dicht beim Gotischen Haus in Oberstedten gelegene Genesungsheim der Eduard- und Adelbeid- Kann-Stiftung erfreut sich nach der im letzten Jahr vorgenommenen völligen Renovierung großer Beliebtheit. Für den Monat Juli liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor, so daß nur noch -wenige Zimmer verfügbar sind. Es dürfte sich empfehlen, Anmeldungen für August schon jetzt an die Verwaltung des Heimes, Frankfurt a. M., Neue Mainzer Str. 68, zu richten. Frankfurter Gewerbekasse In der Vertreterversammlung vom 50. Mai erstattete Direktor Keller den Bericht des Vorstands. Der Abschluß wurde einstimmig nach den Vorschlägen der Verwaltung genehmigt, desgl. Entlastung für Vorstand und Aufsichtsrat. Die Wahlen in den AR. fielen, nachdem der alte AR. in seiner Gesamtheit zurückgetreten war, auf die Herren: Wilhelm Arnold, Franz Bär, Bernhard Dietz, Wilhelm Stefan Ehinger, Carl Eitel, Ludwig Fornoff, Hermann Moritz, Ernst Ravenstein, Fritz Schepeler, Lorenz Schmalz, Wilhelm F. Seiffert, Carl Wichmann. Familienschutz e. V. Der Verein hielt am 18. ds. Mts. unter dem Vorsitz des Herrn Prof. Dr. Seligmann, Berlin, seine ordentliche Mitgliederversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht ging hervor, daß der Verein im Geschäftsjahr 1932, seinem 2. Arbeitsjahr, seinen Mitgliederbestand mehr als verachtfachen kennte. Trotz der aus den Verhältnissen sich erklärenden Beunruhigung in weiten jüdischen Kreisen ist auch im 3. Geschäftsjahr ein weiterer erfreulicher Neuzugang festzustellen. Da der Verein ein gemeinnütziger Verein ist, war es ihm auch in der Berichts-Periode möglich, ohne Schmälerung der den Mitgliedern satzungsgemäß zufließenden vollen Dividende, der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland recht beträchtliche Beträge zuzuweisen. Gerade diese Verbindung von Selbsthilfe und Wohlfahrtspflege hat zu dem außerordentlichen Aufblühen des Vereins, der gegenwärtig bereits über 12 000 Mitglieder zählt, auf das stärkst-; beigetragen. Vereinsgründnng Unter dem Namen „Schwuß Jisroel" wurde ein politisch tendenzloser Verein mit dem Ziel gegründet, in Deutschland wohnenden orthodoxen Juden, die sich in Not befinden, die Ansiedlung in Palästina zu ermöglichen. Auskunft durch M. Nomberg, Hölderlinstraße 16. Vereinsfeier Anläßlich seines fünfjährigen Bestehens veranstaltet der Jüdische Jugendbund Frankfurt a. M. Samstag, 1. Juli, 21.45 Uhr, eine akademische Feier im Jugendheim. Vortrag Herr Georg Kareski, der langjährige Vorsitzende der Jüdischen Volkspartei und Jüdischen Gemeinde in Berlin, wird Anfang Juli in der Frankfurt-Loge in einer großen Kundgebung sprechen. Näheres wird noch bekanntgegeben. Jüdischer Sport Maßgebende Führer jüdischen Sportlebens haben den „B u n d Jüdischer Turn- und Sportvereine Deutschlands" gegründet, der die Vereinigung aller jüdischen Turn- und Sportvereine Deutschlands und anderer der Pflege der Leibesübungen dienenden Vereinigungen werden soll. Zweck des Bundes ist die Förderung der Leibesübungen jeder Art unter der jüdischen Jugend als Mittel zur sittlichen und körperlichen Ertüchtigung. Der Bund will alle jüdischen Turner und Sportler, besonders alle diejenigen, die freiwillig oder gezwungen aus den bisher paritätischen Vereinen austreten, in den bestehenden oder neu zu gründenden Tum- und Sportvereinen zusammenfassen. Durch die Arbeit des Bundes soll die Forderung nach sportlicher Betätigung der Jugend in jedes jüdische, Elternhaus getragen werden. Das Verständnis für die unerläß-' liehe Notwendigkeit körperlicher Ertüchtigung muß heute Allgemeingut jüdischen Denkens werden. Der Bund, dessen Sitz in Berlin (C 2, Rosenstraße 2/4) ist, will auch in den Orten, in denen bisher jüdische Turn- und Sportvereine nicht vorhanden sied, Neugründungen in die Wege leiten. Zur Erreichung seines großen Zieles bedarf der Bund der Mitarbeit und Opferwilligkeit eines jeden, auch des Nichtsportlers. Der Bund ruft daher alle verantwortungsbewußten Juden auf, zur Verwirklichung beizutragen, und unser Werk ideell und materiell weitgehendst zu unterstützen. Turn- und Sportverein „Schild" e. V. Das Jugendpflege-Dezernat der jüdischen Gemeinde, Berlin, hat den Turn- und Sportverein „Schild" e. V. beauftragt, den Zusammenschluß der jüdischen Turner und Sportler aus den paritätischen Verbänden, wie er von Berlin aus eingeleitet worden ist, in Frankfurt a. M. und Umgebung in die Wege zu leiten. Zu diesem Zwecke sind dem T.- u. Spv. ,Sch." auch bereits sämtliche aus dem hiesigen Bezirke nach Berlin gerichteten Anschriften weitergegeben worden. Die betreffenden Turner und Sportler sind inzwischen persönlich benachrichtigt worden. Da der T.- u. Spv. ,,Sch." zur Zeit mit den durch den Zusammenschluß erforderlich gewordenen organisatorischen Arbeiten beschäftigt ist, bittet er alle interessierten Turner und Sportler, sich so schnell als möglich unter Angabe der Anschrift, des früheren Vereins, der Sportarten, die betrieben werden sollen, sowie des Funktionärpostens, der bekleidet worden ist, an ihn zu wenden. Anschrift, Auskunft und Geschäftsstelle: Wäsdiehaus Arthur Fuld, Schäfergasse 52 (Laden). Das Training des Turn- und Sportvereins „Schild" im Sommerhalbjahr findet wie folgt statt: Montag: Für Damen Rhythmische Gymnastik und Turnen 8—10 Uhr im Philanthropin. Leiter: Weber. Dienstag: Leichtathletik 1/£7—9 Uhr kl. Ostparkwiese. Leiter: Tritschler. M i 11 w o di : Turnen und Gymnastik im Philanthropin 8—10 Uhr. Leiter: Tritschler. M i 11 w o ch : Kinderabteilung Turngemeinde Eintracht Oederweg, 3—7 Uhr. Leiter: Pfeiffer. Donnerstag: Handball für Damen und Herren V-zl—9 Uhr Bertramswiese. Fußball für Herren und Jugend %7—9 Uhr Bertramswiese. Leiter: Lieber und Oppenheimer. Sonntag: Wettspiele und Training für alle, Bertramswiese. Die Fecht- und Boxabteilung wird demnächst eröffnet. Auskunft und Anmeldung: Wäschehaus A. Fuld, Schäfergasse 52 (Laden). (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 24. Juli bei der Schriftleitung vorliegen.) Talmud Thora-Verein: Fortbildungsunterridit für Knaben und Mädchen tüglidi ab 3 Uhr nachm. — Fortbildungsunterridit für junge Leute täglidi ab 8 Uhr abends. Allgemeine Schiurim: Sonntag von 9%—10% (Theobaldstr. 6) Gemoro Rabb.-Ass. Kirsdibaum; Montag von 8%—9Ys abends (Theobaldstr. 6) En Jakauf, Herr Rosenwasser; Dienstag von SVi—9% abends (Gagernstr. 36) Gemoro, Rabbiner Donath; Dienstag von 7Y2—8Y2 abends (Börneplatz) Gemoro, Herr Rabb. Dr. Hoffmann; Mittwoch von 8V2—9% abends (Theobaldstr. 6) Thillim, Herr Rosenwasser; Donnerstag von 8—9 abends (Theobaldstr. 6) JRabb.-Ass. Kirschbaum Gemoro; Samstag von 11%—12% (Hermesweg) Sdiuldian Arudi, Rabb. Donath; von 3V2.—4]/-> (Börneplatz) Raschi, Rabb.-Ass. Kirschbaum; % St. vor Nadit (Börneplatz) Mikro, Rabbiner Donath. Samstag, 1. Juli Jüdischer Jugendbund. Akademische Feier anläßlidi des fünfjährigen Bestehens, Jugendheim, 21.45 Uhr. Mittwoch, 5. Juli Jüdischer Jugendbund. Vortrag Rabb. Dr. Hoffmann, „Orthodoxie" Jugendheim, 21 Uhr. Mittwoch, 19. Juli Jüdischer Jugendbund. Generalversammlung. (Nur für Mitglieder.) Jugendheim, 21 Uhr. Mittwoch, 26. Juli Jüdischer Jugendbund. Vortrag Martin Einstein, Jugendheim. 21 Uhr. Donnerstag, 27. Juli Jüdischer Frauenbund. Arbeitssitzung, Langestraße 3, 10 Uhr. Mittwoch-, 2. August Jüdischer Jugendbund. Musikalischer Abend, Jugendheim 21 Uhr. Veränderungen im Personenstand vom 15. Mai 1933 bis 15. Juni 1933 Bnrmizwa-Feiern Synagoge am Börneplatz: Ernst R o se n t h a 1 , Brückenstrafle 9 — Rudolf Lennig, Börnestraße 33 — Walter Friedmann, Am Schwimmbad 9 —1 Max Meyrowitz. Albusstraße 14 — Ernst Weiß, Baustraße 10. Hauptsynagoge: Peter G a r f e i n, Ebersheimstrafie 5 — Wilhelm Vollweiler, Ebersheimstraße 5 — Egon Günther Frank, Scharnhorststraße 19 — Hermann Oppenheimer, Grillparzerstraßc 45. Westendsynagoge: Helmuth L e v y , Lichtensteinstraße 1. 15. Juli: David Nomberg, Hölderlinstraße 16 (Beth Hamitlrasch „Kol Jaakow"). Trauungen Dr. Fritz Oppenheimer, Wiesenau 50, mit Eva S t r e b e 1 , Liebigstr. 41 — Arnold L e v i mit Hertha Landau, Langestr. 50 — Leo Katz, Weberstr. 5, mit Johanna Kauffmann, Weberstr. 5 — Arthur Karpeles, Kl. Hochstr. 4, mit Mathilde Kaiser-Blüth, Naumburg — Siegfried W o h 1 f a h r t Grüneburgweg 51, mit Hertha Kafz, Goethestr. 2 — Levi Bacharach, Börnestr, 44, mit Irmgard Bacharach, Börnestr. 44 — Moses Meier, Rechneigrabenstr. 17, mit Jenny Bacharach, Allerheiligenstr. 67 — Hans Eisenstädt, Altkönigstr. 10a, mit Agnes Oppenheim, Wiesenau 44. Sterbefälle Hedwig Sinsheim er geb. Heß, Kronprinzenstr. 21,*48 J. — Aron Bauer, Unterweg 20, 71 J. — Hanni Goldschmidt, Bad Nauheim, 20 J. — Max V e 1 v a r t , Hufnagelstr. 4, 52 J. — Hermann Wertheim, COMMERCIAL UNION VERSICHERUNGS A.-G. Bezirksdirektion Frankfurt a. M. Telefon: 75712 und 75713 Oberlindau 11 Gesamt-Aktiva einschl. Lebensversicherung über 60.000.000 Feuerversicherung: Prämien 1932 nach Abzug der Rückversicher.-Prämien J? 6.018.351

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