Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 11 (1932-1933)
- Issue
- 9 (5.1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 225 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 225 Israelitisches Mauchenheim Das 1908 unter dem Patronat der Frankfurt-Loge begründete Mädchenheim hat aus Anlaß seines fünfundzwanzigjährigen J u b i 1 ä u m s eine mit hübschen Bildern gezierte kleine Gedenkschrift herausgegeben, die einen eindrucksvollen Ueberblick über die Entwicklung des Heims gewährt. Aus der beigefügten statistischen Uebersicht ist zu ersehen, dafi bisher 524 berufstätige oder in der Ausbildung stehende Mädchen in dem Heim Aufnahme gefunden haben. Das traditionell geführte Heim befindet sich im eigenen Haus, Taunusplatz 17, und bietet Raum für 54 Insassinnen. (Postseheckkonto Frankfurt a. M. 17084.) Es ist geplant, in der nächsten Zeit eine Abteilung für Mädchen im Alter von 12—15 Jahren, die hiesige Schulen besuchen, zu errichten. Vorstand und Leiterin bieten alle Gewähr für gewissenhafte Betreuung des Heims, das in jeder Hinsicht die Familie ersetzen will. Möge es dem Heim und seinen Insassen beschieden sein, die schwere Zeit, in die sein Jubiläum fällt, gefestigt zu überdauern. Das Taunus-Genesungsheim in Oberstedten Das schöne Heim der Eduard und Adelheid Kann-Stiftung wird Anfang Mai wieder eröffnet. Nach völliger Renovierung und Umbau finden Sie gemütliehe Ein- und Zwei-Bett-Zimmer mit neuzeitlicher Einrichtung vor. Anzeige in dieser Nummer. Jüdische Arbeitsvermittlung Männlich Männlich Durch den Arbeitsnachweis, Langestraße 30. sind ständig Handwerker aller Berufsarten, sowie Lagerarbeiter, Packer, Ausläufer und sonstige Kräfte, Kaufmännische Angestellte für Verkauf, Lager, Büro und Reise für Dauer- und Aushilfsarbeit unter Anruf 26162 sofort zu erhalten. Gesucht sind Stellen für kaufmännische und handwerkliche Lehrlinge besonders mit Sehabbos frei. Berufsberatungsspredistunde: Dienstags von 1" bis 19 Uhr nachm.; Sprechstunde für Arbeitsuchende: täglich von 9 bis 12 Uhr vorm. Für Arbeitgeber ist unser Büro täglich von 8 Uhr vorm. bis 18 Uhr nachm. geöffnet. Rufnummer: 26162. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e. V., Langestraße 30 pt. Weiblich Sprechstunde von 10—12 und 3—4% Uhr. Berufsberatung und Lehr stellen Vermittlung: Mittwoch von 3—5 Uhr. Wir empfehlen: Tüchtiges Geschäftspersonal: Buchhalterinnen, Kontoristinnen, Fakturistinnen, Verkäuferinnen, Stenotypistinnen (auch mit eigener Maschine, Schneiderinnen, Näherinnen und Flickerinnen, Modistinnen, Kunststopferin mit guten Referenzen. Tüchtiges Hauspersonal: Stützen, Haushälterinnen, Haustöchter, Köchinnen, Alleinmädchen, Kindergärtnerinnen, Kinderfräulein, Kindermädchen und Monatsfrauen. Kranken- und Säuglingspflegerinnen. Wir suchen: Lehrstellen in Samstag geschlossenen Geschäften! Arbeitgeber im Bedarfsfalle: Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Langestraße 3, Tel. 25462. Kochkurse Uim vielfach geäußerten Wünschen zu entsprechen, hat sich die Jüdische Haiishaltungsschtule entschlossen, jeden Mittwoch, nachm. um 4 Uhr, in ihrer Lehrküche Koehvorführungen über fleischlose Kost abzuhalten* Kostproben ■und Rezepte werden verabreicht. Eintrittspreis pro Person M. 0.75. Die Vorführung ibeginnt am Mittwoch, den 10. Mai, nachm. 4 Uhr. Hauswirtschaftliche Kurse Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüd. Frauenbundes plant gemeinsam mit der Weiblichen Fürsorge die Veranstaltung von billigen Kursen in allen Zweigen der Hauswirtschaft, in Stenographie, Maschinenschreiben und Buchhaltung. Diese Kurse sollen Frauen und Mädchen die notwendig gewordene Umstellung und Einfügung in das Erwerbsleben erleichtern. Schriftliche Anmeldungen erbeten an die Geschäftsstelle Langestraße 5. Tagesheim der erwerbslosen jüdischen Jugend Königswarterstraße 26 part., täglich geöffnet von V<5—V>8 Uhr (Leitung: Phil. Rochwerg, Rückertstraße 59, Tel. 45434). Wochenprogramm: Sonntag 3—6 Uhr: Schreiner-Anlernwerkstätte, Ltg. M. Weinraub; %5—6 Uhr: Lektüre sozialer Dichtungen mit Aussprache, Ltg. Helene Kahn — Montag 3%—6% Uhr: Sport und Leichtathletik auf der Ostparkwiese — Dienstag 3/->5—6 Uhr: Stenographie, Ltg. Frau Postawelski — Mittwoch 5—7 Uhr: Presse-Besprechungen; Singkreis, Ltg. Horst Sonnenfeld — Donnerstag 3—6 Uhr: Schreiner-Anlcrnwerkstätte, Ltg. M. Weinraub; 5—61/-! Uhr: Deutschkurs in Verbindung mit Staatsbürgerkunde, Ltg. Phil. Rochwerg — Freitag V-ii—^6 Uhr: Tisch- Tennis-Turnier; Schreibmaschinen-Wettbewerb — Samstag: geschlossen. Regelmäßige Besichtigungen, Aussprachen über jüdische und politische Probleme. Jeden Nachmittag kostenlose Verpflegung. Schreibmaschine zum Ucben steht dauernd zur Verfügung. Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Schach und sonstige Spiele. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 65, pt. ■ Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittag.11 Ton 4—6 Uhr. Jüdische Erziehungsberatungsstelle Beratung für Eltern und Kinder bei F.rziehungs- und Schulsehwierigkeiten, Eschersheimer Landstraße 65 (Jugendheim). Die Beratungen sind unentgeltlich und streng vertraulich. Auskunft erteilen: die Leiterin Frau Dr. Alice Schaumberg, EckenheimerLdstr. 17, Tel. 56561, sowie die Mitglieder des pädagogisch-psychologischen Ausschusses des israelitischen Lehrervereins, Mittelschullehrer Julius Flörsheim, Günthersburg-AHee 43, und Lehrer Alfred Speyer, Baustraße 5. Um unnötiges längeres Warten in der Sprechstunde zu vermeiden, ist vorherige Anmeldung erwünscht. Jugenddienst Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des jüdischen Frauenbundes Frankfurt a. M., will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Langestr. 3. Verband nationaldeutscher Juden Der Vorstand der Ortsgruppe Frankfurt a. M. besteht zurzeit aus folgenden Herren: S. Willy Heß, Goethestraße 2, Dr. med. Walter Rosenmeyer, Bockenheimer Landstraße 142a, Dr. jur. Robert Rosenburg, Schillerst rafie 16, Dr. Willy Salomon, Leerbachstraße 14. Sämtliche genannten Herren nehmen Zustimmungserklärungen an. Der Beitritt ist augenblicklich noch, gesperrt. Wie bekannt, steht der „Verband nationaldeutscher Juden" von jeher auf rein vaterländisch deutscher Grundlage. Ehrenvorsitzender ist Herr Dr. Max Naumann in Berlin. 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Bock-Mohr, Goethe-Strasse 24 Im MflöcHenslül Rückertstrasse 49 finden alleinstehende Frauen und Mädchen gemütl. Heim, auch vorübergehend. Mk. 20.— monatl.. incl. Heizg. Kochgelegenheit. Tel. 42294