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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1933-04-01 · 8 (4.1933) · p. Seite 197

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
11 (1932-1933)
Issue
8 (4.1933)
Date
1933-04-01
Page
Seite 197 (sequence 19)
Language
German
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Seite 197 äusschufl hält es für wichtig und notwendig, daß alle Juden, die sich, in ihrer wirtschaftlichen Existenz durch ungesetzliche Handlungen geschädigt fühlen, ihre Ansprüche auf dem durch die deutschen Gesetze gegebenen Rechtsweg wahren. Der Wirtschaftsausschuß steht hierbei für Rechtsberatung und Wirtschaftshilfe zur Verfügung. Der Wirtschaftsausschuß wird bestrebt sein, bei unmittelbaren Notständen nach Möglichkeit Hilfe zu gewähren; er wird in Zusammenarbeit mit den in Betracht kommenden Stellen bemüht sein, Wege zu finden, die wirtschaftliche Existenz der deutschen Juden zu erhalten. Es wurde einstimmig beschlossen, den Wirtschaftsausschuß als Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe — für wirtschaftliche und soziale Beratung — zu konstituieren. Der Vorsitzende wurde ermächtigt, sofort ■Vorkehrungen zu treffen, um eine einheitliche Durchführung der sich ergebenden Aufgaben innerhalb aller jüdischen Gemeinden Preußens sicherzustellen. Die Zusammenarbeit mit den außerpreußischen Landesverbänden soll angestrebt werden. Die Schaffung eines Hilfsfonds, der von Gemeinden, Organisationen und Einzelpersonen aufgebracht werden soll, ist in die Wege geleitet. Die Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe hat sofort ihre Tätigkeit aufgenommen. Um den dringendsten Notständen zu begegnen, ist bereits eine Abteilung für Wirtschaftshilfe und eine weitere für Rechtshilfe eingerichtet worden, ferner eine Beratungsstelle für akademische Berufe (Abteilung Aerzte). Alle in Betracht kommenden Aerzte und Medizinalpraktikanten werden gebeten, sich vorerst schriftlich an die Beratungsstelle zu wenden. Die Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe hat ihren Sitz in Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 15 8. Juristisch-Wirtschaftliche Beratungsstelle des Centraivereins Die Umwälzung der letzten Wochen hat auch jüdische Deutsche aus ihren Berufen geworfen und wird viele zu ernster Erörterung der mit ihrer Berufsausübung verbundenen Fragen zwingen. Der Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens wird sich bemühen, für alle, die lediglich aus Gründen des Judentums, nicht etwa aus parteipolitischen Gründen, zu solchen Ueberlegungen gezwungen sind, zweckmäßige Maßnahmen zu unternehmen und sie, soweit es in seinen Kräften steht, zu beraten. Hierfür errichtet der Centraiverein eine juristisch-wirtschaftliche Beratungsstelle in der Hauptgeschäftsstelle Berlin W 15, Emser Str. 42, die allen Mitgliedern zur Verfügung steht. (Sprechstunde taglich, außer Samstags, von 10% bis 2 Uhr oder nach telephonischer Vereinbarung.) Rabbinische Lehranstalt „Jesdiiwa" Das Soramersemester an der unter Leitung des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Hoffmann stehenden Rabbinischen Lehranstalt beginnt Mittwoch, den 26. April. Anmeldungen sind an das Kuratorium Frankfurt a. M., Theobaldstraße 6, zu richten Aus dem Jahresbericht des Talmud Thora-Vereins Das Berichtsjahr 1932 stand trotz der schweren Wirtschaftskrise unter dem Zeichen normaler Fortentwicklung. Am 51. Dezember 1932 betrug die Zahl der Mitglieder 632. Nach dem Bericht des Kassenfiihrers schließt das Jahr 1932 mit einem Defizit von RM. 1463.— ab. Der Verein gibt sich jedoch der Hoffnung hin, daß mit der Unterstützung von Freunden und Cönnern der Unterrichtsbetrieb uneingeschränkt aufrecht erhalten werden kann. Es wurden wöchentlich 66 Lehrkurse gehalten. Daran nahmen teil: ca. 100 Knaben, 30 Mädchen. TO junge Leute, 150 Erwachsene, 15 Damen. Der durchschnittliche Besuch der einzelnen Vorträge betrug 120 Personen. Der Unterricht erstreckte sich auf Tefillo, Chumisch, Chumisch mit Rasdii, Mischna, Gemoro, Tenach. Hebräische Grammatik, Hebräisch Schreiben. Das Dozentenkollegium bestand aus den Herren Rabb. Dr. Hoffmann, Rabb.-Ass. Kirschbaum, Dr. Schlesinger und Auster- FRANZ BIRNSTIEL Damen-Salon für Dauerwellen, Färben und Bleichen, Gesichtsmassage, Maniküre, Höhensonne Telefon 27439 Frankfurt am Main, Goethestr. 25 Kennen Sie schon unseren neuen Schlager? Bett-Kautsch fift _ mit losen Kissen nur Uli» in grosser Auswahl Polster-Werkstätte HERMANN SCHLOSS Breitegasse 29 (Ecke Zeil), Telefon 27734 vOO X <N sJ?y/ J> Jr/ ß *a — Th. Sackreuter Steinweg 12 Haingau-Garagen Inhaber Jo-ef und Siegfried Kaufmann Grosse Seestrasse 40 Tel. 79633 empfehlen ihre modern eingerichteten Garagen. Heizung. Überd. Waschraum etc. Tankstellen, Bereifung u. Oele J. HIRSCHI C I G AR S E N Grüneburgweg 9 Zeppelin 51217 j'

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