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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1933-01-01 · 5 (1.1933) · p. Seite 127

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
11 (1932-1933)
Issue
5 (1.1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 127 (sequence 17)
Language
German
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Seite 127 Arnold Lazarus-Halle Die Lese- und Aufenthaltsräiime KönigswaHer°trafie 26 sind bis auf weiteres täglich von 17—22 Uhr geöffuet. Tageszeitungen, Zeitschriften, Unterhaltungslektüre und -spiele stehen den Besuchern zur Verfügung. Jüdische Erziehungsberatungsstelle Beratung für Eltern und Kinder bei Erziehungs- und Schulschwierigkeiten, Eschersheimer Landstraße 65 (Jugendheim). Die Beratungen sind .unentgeltlich und streng vertraulich. Auskunft erteilen: die Leiterin Frau Dr. Alice Schaumberg, Eckenheimer Ldstr. 17, Tel. 56561, sowie die Mitglieder des pädagogisch-psychologischen Ausschusses des israelitischen Lehrervereins, Mittelschullehrer Julius Flörsheim, Günthersburg-Allee 45, und Lehrer Alfred Speyer, Baustraße 5. Um unnötiges längeres Warten in der Sprechstunde zu vermeiden, ist vorherige Anmeldung erwünscht. Jugenddlenst Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des jüdischen Frauenbundes Frankfurt a. M. will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Langestr. 3. Mädchenarbeit Die Frankfurter Mädel-Gruppe des Vereins MONTEFIORE, die seit einigen Wochen bereits mit eigenen Abenden arbeitet, hatte auf den 11. Dezember zu einer Mädel-Besprechung nach Offenbach eingeladen, die von Vertreterinnen aus Frankfurt a. M., Offenbach a. M., Höchst, Mainz, Gießen und Gelnhausen beschickt war. Diese Besprechung sollte dem Zweck dienen, zu intensiverer Mitarbeit der Mädels im Rahmen ihrer Vereine für den Verband der jüdischen Jugendvereir.e Deutschlands, besonders aber zur eigenen Weiterbildung im geistigen Aufgabenkreis der jüdischen Frau in unserer Zeit anzuregen. Man einigte sich auf einen schlichten Plan, der sich in seiner klaren Form Uberall leicht und widerspruchslos verwirklichen lassen dürfte. Wo die Mädels in den Vereinen sehen, daß solche spezielle Arbeit ihnen not tut, soll in freundschaftlicher Werbung von Mädel zu Mädel eine Müdelgruppe zusammengebracht werden, die in gemeinsamer Lektüre und Diskussion Wissen von jüdischem Wesen, jüdischem Brauch, jüdischer Tradition und jüdischen Aufgaben in Verbindung mit drängenden Zeitfragen vermittelt, und zwar immer unter besonderer Betonung der seelischen und praktischen Bedürfnisse der Frau. Da besonders die Gruppen kleiner Städte und ländlicher Orte dabei auf sich selbst angewiesen sind, hat Dr. Martha Wertheimer, unter deren Leitung die Frankfurter Mädelgruppe arbeitet, sich bereit erklärt, briefliche Anfragen nach geeigneten Themen, Büchern und die sich aus den Diskussionsabenden ergebenden Fragen zu beantworten. Die Arbeitsabende der Frankfurter Gruppe werden protokolliert und die Protokolle den andern Gruppen zur Anregung für ihre eigenen Abende zugesandt werden. Weitere Auskunft erteilt T r u d e Rosen s fiel, Frankfurt a. M., Gausstraße 3 7. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sith Eschersheimer Landstraße 65, pt. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittag!1 yon 4—6 Uhr. Schreibmaschine gesucht Wer stellt dem Mädchenclub für einen Erwerbslosen-Kurs unentgeltlich eine Schreibmaschine zur Verfügung? Verein Israelitischer Gehörloser E. V., Frankfurt a. M. Jeden ersten Samstag im Monat, abends %9 Uhr. Monatsversammlung im Cafe Hauptwache, 1. Stock. Vorsitzender: Max Blumenthal, Poizellanhofstraße 6. Arbeiter-Samariter-Bund Aus Leserkreisen wird darauf hingewiesen, daß ebenso wie die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz (vgl. Notiz in der letzten Nummer) auch der Arbeiter-Samariter-Bund ohne jede politische oder religiöse Tendenz arbeitet. Delegiertentagung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands Am 25. und 26. Dezember 1952 wurde in der Auia des Philanthropins zu Frankfurt a. M. die Neunte ordentliche Delegiertentagnng abgehalten. Die Tagung stand unter dem Motto: „Der Kampf des jungen Juden um seine Existenz ist der Kampf der Judenheit um ih--e Zukunft". Ziel der aus allen Teilen des Reiches stark beschickten Tagung war, Klarheit über den weiteren Kurs der Verbandsarbeit zu schaffen. Im Vordergrunde standen kulturpolitische Probleme. Referate und Aussprache spiegelten die allgemeinen politischen Kämpfe in Deutschland wider. Nach Eröffnung der Tagung durch Dr. Gustav Löffler-Frankfurt a. M. folgten Begrüßungsansprachen von Dr. Hahn namens der Stadt Frankfurt, Sanitätsrat Dr. Ettlinger namens der Israelitischt-u Gemeinde, Studiendirektor Dr. Driesen für das Philanthropin, Rabb. Dr. J. Horovitz für den Allgem. Deutschen Rabbinrrverband und den Konservativen Gemeindeverein, J. B. Levy für die Logen und die Lehrerverbände, A. Speyer für den Verein Montefiore, ferner die Verlesung zahlreicher von auswärts eingelaufener Begrüßungen. Das erste Referat hielt Dr. Eduard Strauß - Frankfurt a. M. über das Thema: „Jüdische Antwort auf die Fragen der Zeit". Er analysierte den jüdischen Kollektivbegriff und legte dar. daß nach außen hin jeder Jude in gutem und schlechtem Sinne für das Gesamtjuclenttim handle. Man könne sich sehr weit vom Judentum entfernen, e;n Entfliehen sei aber unmöglich. Da die Außenwelt jede Handlung als eine Tat des jüdischen Kollektivs betrachte, falle dem einzelnen Juden eine große Verantwortung zu. Der Kampf gehe nn. die Erneuerung des Judentums. ■ Dr. Paul Eppstein- Mannheim sprach Uber „Wirtschaftskampf und Lebensgestaltung des jungen Juden". Die Berufsaussichten der jungen Juden in Deutschland sind techt trübe. Redner belegte seine Untersuchungen über die Juden als ethnische Gruppe mit eingehendem statistischem Material über Berufsgliederung, soziale Umschichtung. Deklassierung des Mittelstandes usw. und forderte t. materielle Hilfe für die Jugend durch die Gemeinden. Gemeindeverbände und die Zentralwohlfahrtssteile der'deutschen Juden, 2. konstruktive Hilfe in ideologischer Ausrichtung. Als Ausweg wurde die politische Einordnung in die Klassenlage unter Einschluß des Jüdischen empfohlen. In der Aussprache kam es zu zeitweise erregten Auseinandersetzungen zwischen politisch und sozial linksgerichteten Rednern und Vertretern der neutralen Richtung innerhalb des Bundes. Der zweite Tag war Verbandsfragen gewidmet. Die Verbandsgremien wurden neu gewühlt. Es wurde ein Arbeitsprogramm beschlossen, in dem bestimmt wird, daß die Klein- und Kleinstgemeinden zur kulturellen Arbeit herangezogen werden sollen. Der Verband richtet ein Jugendhilfswerk ein, das durch Beiträge in Form der Selbsteinschätzung finanziert wird. Weiter wird die Einordnung der Jugend in den Abwehrkampf gegen judenfeindliche Bestrebungen und Aktionen gefordert. Zur Durchführung aller Arbeiten wird ein Kulturamt, ein Amt für politische Arbeit und ein solches für das Jugendhilfswerk geschaffen. In der Schlußsitzung wurde folgende Verbandsleitung gewählt: Dr. Herzfeld>-Essen, Joe Israel-Hannover, Kurt London Berlin, ferner als Kassenwart Wissmann-Stuttgart. Leiter des Kulturamtes wird Herbert Felsenthal-Düsseldorf, des Amtes für politische Arbeit Dr. Schwarzschild- Berlin, des Wirtschaftsamtes Ernst Holzer-Frankfurt a. M. Die Verbandsleitung verbleibt vorläufig in Berlin. PIEPMEYER & OPPENHORSTS: S: Kohlen ■ Koks * Briketts * Kunstdünger * Zement FRANKFURT AM MAIN, Neckarstrasse 11, Fernruf 33344 Eigene Zechen, Schiffe, Ein- und Auslade-Vorrichtungen Vertreter: C. Crailsheimer, Oberlindau 108, Telefon 56526 Der Inventur-Verkauf beginnt Montag, den 9. Januar S. Z El MANN A.G. ZEIL 67-69 ZEIL 67-69 Älteste Textil-Etage Frankfurts Schirme im Inventur-Verkauf bis zu 50% herabgesetzt wnnnm Konstabier Wache

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