Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 10 (1931-1932)
- Issue
- 12 (8.1932)
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 263 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Jüdische Auswandererberatungsstelle Der Herr Reimsminister des Innern hat im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt unter dem 12. 7. 1932 die jüdische Auswandererberatungsstelle Frankfurt a. M. für den Bezirk Hessen, Hessen-Nassau, Pfalz und Rheinprovinz als gemeinnützig anerkannt. Die Leitung liegt m den Händen von Herrn Alex Benjamin. Die Sprechstunden sind wochentags von 9—12 Uhr und finden Langstestraße 30, part., statt. (Bei Beratungen von auswärts ist schriftliche Voranmeldung erwünscht.) Die jüdische Aus Wandererberatungsstelle ist die einzige amtlich als gemeinnützig anerkannte jüdische Stelle in der Provinz; die anderen gemeinnützigen Auswandererberatungsstellen sind: Der „Hilfsverein der Deutschen Juden" Berlin und das „Palästinaamt" Berlin. Bitte Wir bitten um Ueberlassung gut erhaltener Möbel, Wäsche und peidungsstücke. Abholung erfolgt nach Mitteilung. Jüdische Wohlfahrtspflege, Frankfurt a. M., Langestraße 30. Telephon 28249. Der Verein Berufsberatung nnd Arbeitsnachweis für Juden E. V., Langestrafie 30, part-, Telefon 261 62 und 282 48 bittet seine Freunde und Oönner um Ueberlassung einer noch brauchbaren Schreibmaschil <? leihweise oder geschenkt, da die Arbeit durch die steigende Erwerbslosigkeit immer mehr zunimmt und der Verein für Neuanschaffung keine Mittel hat. Wohnräume der weiblichen Fürsorge In den Wohnräumen Bäckerweg 26 werden auch ältere, leicht pflegebedürftige Frauen aufgenommen und je nach Wunsch leere oder freundlich möblierte Zimmer zur Verfügung gestellt Volle Verpflegung von Rm. 75.— an. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 65, pt. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr. Sussmann Una'sches Vermächtnis Die Stiftung gewährt in erster Linie alten bedürftigen jüdisdien Männern Unterstützung, die länger als fünf Jahre in Frankfurt wohnen und einen ehrbaren, streng religiösen Lebenswandel nach den Vorschriften des traditionellen Judentums führen. Personen, die aus unverschuldeten Gründen weder in der Versorgungsanstalt für Israeliten noch im Gumpertzschen Siechenhaus Aufnahme finden können, erhalten den Vorzug; in zweiter Linie werden außerhalb Frankfurts wohnhafte Bewerber berücksichtigt, die den obengenannten Bedingungen entsprechen und ihren Unterstützungswohnsitz in der Provinz Hessen-Nassau haben. Schriftliche Meldungen sind bis zum 8. September 1952 an das Verwaltungsmitglied Herrn Rechtsanwalt A. Horovitz, Oberlindau 1, zu richten. Jugenddienst Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des jüdischen Frauenbundes Frankfurt & M. will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Langesir. 3. Mädchenklub Am 6. Juli fand unter Leitung von Frau Irene Darmstädter die diesjährige Generalversammlung statt. Frl. Henny Wallerstein erstattete als Leiterin den Jahresbericht und den Bericht der Unterrichtskommission, Frau Clem Kramer den Kassenbericht. Nach Besprechung verschiedener Anträge erfolgte die Wiederwahl des Vorstands. Anschließend fand eine Aussprache über das Thema „Formen sind keine Formen" statt. Jüdischer Jugendbnnd Am 6. Juli fand die diesjährige Generalversammlung statt. Aus dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß die Beteiligung an den Vorträgen und Arbeitsgemeinschaften stets sehr rege war; die Kassenverhältnisse sind günstig, und die Mitgliederzahl hat sich erhöht. Der bisherige Vorsitzende Herr Sidney Dillenberg wurde wiedergewählt. Preussischer Landesverband jüdischer Gemeinden Wohlfahrtsausschuß Amtlich. Am Sonntag, den 26. Juni d. J., trat in Berlin der Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden unter dem Vorsitz von Landgerichtsrat Dr. Arthur Lilienthal zu seiner diesjährigen Tagung zusammen. Die Sitzung wurde durch ein Referat des Vorsitzenden über die durch die gegenwärtige Lage bedingte und überaus erschwerte Wohlfahrtsarbeit eingeleitet- In der Aussprache wurde auch die Frage erörtert, ob der Wohlfahrtsausschuß in der Lage sei, gemäß der Uebung der früheren Jahre den einzelnen Wohlfahrtseinrichtungen bestimmte Subventionen für das laufende Rechnungsjahr zuzusichern. Die Frage wurde von der großen Mehrheit des Ausschusses bejaht. Der Ausschuß beschäftigte sich alsdann mit der Verteilung der im Haushaltsplan des Landesverbandes für die Wohlfahrtspflege vorgesehenen Mittel. Gegenüber den tatsächlichen Aufwendungen des Vorjahres sind die einzelnen Subventionen infolge der durch die Herabsetzung des Gesamtetats gebotenen Einschränkungen meist um ein Geringes ermäßigt worden. Die Gesamtsumme, die der Landesverband für Wohlfahrtssubventionen aller Art zur Verfügung stellt, beträgt ca. 84 000 Rm. Im ganzen wurden davon verwandt 14 487.50 Rm. für Beihilfen zur Berufsausbildung, 39 900 Rm. für die deutsdien Zentralorganisationen der jüdischen Wohlfahrtspflege, der Rest für einzelne Anstalten und Einrichtungen mit Reichsbedeutung. Delegiertentag Der diesjährige Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland findet am 11. und 12. September in Frankfurt a. M. in den Räumen des Volksbildungsheims statt. 263 Vereins- und Versamnüungskalender (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 25. August bei der Schriftleitung vorliegen.) M°nVefband Aju?disdier Frauen für Palästinaarbeit. (WIZO). Gruppenzusammenkunft. Vortrag über „Reiseerlebnisse aus Erez Israel" von Frau Hebe R. Mayer, Cafe Falk, Eschenheimer Turm, 20% Uhr. Mittwoch, 17. Angust Verein Montefiore E. V. Vortrag über „Palästina im Völkerrecht" von Georg Guthmann, Eschersheimer Landstr. 65, 20%, Uhr. Jüdischer Jugendbund. Rezitationsabend. Leitung: Nathan Beitner. Eschersheimer Landstraße 65, 21 Uhr. Mittwoch, 24. August Verein Montefiore E. V. Vortrag über „Berufsumschichtung? Juden im Handwerk", Eschersheimer Landstr. 65, 20% Uhr. Jüdischer Jugendbund. Zwiegespräch zwischen I. Newiadomsky und S. Dillenberg über „Einzelhandel oder Warenhaus", Eschersheimer Landstr. 65, 21 Uhr. Mittwoch, 31. August Verein Montefiore E. V. Vortrag über „Politisierung oder Entpolitisierung der Schule" von Alfred Speyer, Eschersheimer Landstr. 65, 20%\ Uhr. Jüdischer Jugendbund. Vortrag über „Walther Rathenau" von Hans Markus, Eschersheimer Landstr. 65, 21 Uhr. Veränderungen im Personenstand vom 15. Juni 1932 bis 15. Juli 1932 Barmizwa-Feiern Synagoge am Börneplatz: Lassar Kirschbaum, Eckenheimer Landstraße 6 — Max Amster, Nesenstraße 5. Westendsynagoge: Rudolf Joseph Nathan, Hauffstraße 5. Synagoge Unterlindan: Hans B 1 ü t h e , Unterlindau 7 — Erich Strauß, Liebigstraßc 51. Trauungen Arnold Meyer, Neu-Isenburg mit Irma Jonas, Neu-Isenburg — Bichard K a n d e r, Berlin mit Selma Strauß, Friedberger Landstr. 84 — Jakob Krieger, Straßburg mit Elsa Luftig, Obermain-Anlage 5 — Salonion Münz, Hinter der schönen Aussicht 18 mit Elli Schindler, Uhlandstraße 54 — Abraham Chaim Quadrat, Schützenstraße 10 mit Selma U n g e r, Baumweg 37 — Heinz Simon, Eschersheimer Landstraße 429 mit Marianne Steinberg, Altkönigstraße Ii — Moritz Kowinater, Köln a. Rh. mit Jenny Sliwka geb. Rohr, Hinter der schönen Aussicht 14. Sterbefälle Selma Levinsohn geb. Auerhahn, Oederweg 80, 48 J. — Jettchen Sommer geb Stern, Kassel, 79 J. — Bertha Goldschmidt geb. Schmitz, Musikantenweg 80, 68 J. — Fanny Eckstein, Langestraße 15, 72 J. — Rebecka Kahn geb. Blumenthal, Kl. Friedbergerstraße 10, 75 J. — Heinrich Bardmann, Fahrgasse 148, 71 J. — Moses Rosenstock, Unterlindau 13, 48 J. — Max B e n a r i o, Gaußstr. 25, 78 J. — Johanna Baum geb. Spier. Unterlindau 57, 73 J. — Leopold W e r t h a n, Lersnerstr. 30a, 53 J. — Siegmund S e 1 i g m a n n, Bingen, 64 J. — Betty Strauß geb. Blanck, Scheffelstr. 9, 49 J. — Emanuel Morgenthau, Fasanenstr. 13, 84 J. — Rebecca Silberberg geb. Ebelsbacher, Bockenheimer Landstr. 99, 93 J. — Moritz Goldschmidt, Offenbach, a. M., 70 J. — Emil H i r t z, Beethovenstr. 50, 55 J. — Fanny Emmerich geb. Eschelbacher, Savignystr. 75, 82 J. — Malli Singer, Bleichstr. 5, 1 J. — Henriette Güldenstein, Nibelungen-Allee 51, 71 J. — Regina ina geb. Joseph, Fisdierfeldstr. 16, 59 J. — Adele Hankel geb. Berger, Grüneburgweg 25, 54 J. — Felix Merzbach, Karlsruhe, 60 J. — Dr. Ludo Joseph Metzger, Leerbachstr. 19, 59 J. — Lina L e v y geb. Oppenheim, Beethovenstr. 71, 79 J. — Eduard Philipp Maye Herderstr. 38, 64 J. - Else Jacobi -' " Straße 36, 59 J. geb. Ermann, Morgenstern- Ende des redaktionellen Teiles. Abgeschlossen 1. August 1932. Die nächste Nummer erscheint am 2. September. Schluß der Redaktion und Inseratenannahme am 25. August, für Vereinsnachrichten am 23. August. Geschäftliche Mitteilungen Die Gemeindemitglieder werden auf das in dieser Nummer befindliche Inserat des „F a m i 1 i e n s c h u t z" Gemeinnütziger Verein für Hinterbliebenenfürsorge der Mitglieder jüdischer Gemeinden E. V. Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 158, besonders hingewiesen. Ist „Sparen" heute ein Fremdwort? Ganz gewiß nicht, wenn man sich dazu des neuzeitlichen Hilfsmittels der „Gisela"-Sparuhr bedient. Schon mit 10 Pfg. täglich sichert man sich ein Kapital. Näheres im Anzeigenteil dieser Nummer. Nicht am falschen Ende sparen! Wie oft kann man erleben, daß Hausfrauen an einer Stelle sparen, um die erzielten Ersparnisse an anderer Stelle unbedacht doppelt auszugeben. Wie mancher Groschen wird noch heute unsachgemäß und überflüssig für Wasch- und Reinigungsmittel ausgegeben! Jede Hausfrau sollte sich zur Pflidit machen, wenigstens einmal die Thompson-Erzeugnisse versucht zu haben, um sich von deren Güte und Billigkeit zu überzeugen. Dr. Thompson's Seifenpulver, Marke Schwan, reinigt bei vollkommener Schonung die Wäsche wirklich gründlich. Durch Bleichen und Spülen mit Seifix wird sie vollkommen klar und erhält einen besonders angenehmen Geruch. Schwan-Pulver ist auch für alle Abseif-Arbeiten, zum Scheuern nd Schrubben besonders geeignet. 1 Paket Schwan-Pulver kostet nur 24 Pfg., das Doppel-Paket nur 44 Pfg. 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