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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1932-07-01 · 11 (7.1932) · p. Seite 246

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
10 (1931-1932)
Issue
11 (7.1932)
Date
1932-07-01
Page
Seite 246 (sequence 23)
Language
German
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24b Wohltätigkeit ausübt und fördert. Dem allseits beliebten Jubilar gelten herzliehe Wünsche seiner zahlreichen Freunde und Verehrer. 70. Geburtstag 12. Juli: Herr Eugen Dreyfuß-Una, Westendstraße 98. 13. Juli: Herr Ernst Flersheim, Myliusstraße 32. Der bekannte Schriftsteller Ludwig Fulda wird am 15. Juli 70 Jahre alt. Ludwig Anton Salomon Fulda wurde als Sohn von Carl Hermann Fulda, Inhaber der bekannten Kohlenhandlung, und dessen Ehefrau Clementine, geb. Oppenheimer, in dem Haus Langestraße 47 (jetzt 59) in Frankfurt a. M. geboren. Goldene Hochzeit Am 28. Juni: Herr Julius Rothenberger und Frau Rosa, geb. Roseuberger, im Budge-Heim, Edingerweg. Am 30. Juli: die Eheleute Ludwig Stern und Frau Henny, geb. Haag, Sandweg 42. Todesfall Am 22. Juni verstarb Herr Max Benario. Gaußstraße 25. Geboren am 11. Mai 1854 in Obernbreit (Unterfranken), betrieb der Heimgegangene lange Jahre hindurch eine Fabrik in Bockenheim und konnte im Jahre 1929 an der Seite seiner Gattin das seltene Fest der Goldenen Hochzeit begehen. Bis an das Ende hatte er sich eine beneidenswerte Rüstigkeit bewahrt, deren Zeugen vor allem auch die Besucher der Hauptsynagoge waren, wo er sich im Synagogenvorstand ehrenamtlich betätigte. Jüdische Arbeitsvermittlung Männlich. Offene Stellen: Schweizerdegen nach auswärts (evtl. spätere Teilhaberschaft) Maschinenmeister mit Meisterprüfung, unverheiratet tüchtiger lediger Spengler Drogist mit hervorragendem Verkaufstalent Detailreisender für Weingroßhandlung gegen Provision und Spesen Reisender für Kassenblockfabrik mit erfolgreicher Reisetätigkeit Tapeziererlehrling. Stellengesuche: Chauffeur (gelernter Autoschlosser) mit internationalem Führerschein und erstklassigen Referenzen Buchhalter, bilanzsicher, in Mahn- und Klagewesen perfekt, steuertechnische Erfahrungen besonders befähigter Innenarchitekt, gelernter Schreiner, mit eigener Werkstatt junger landwirtschaftlicher Arbeiter junger Gärtnergehilfe Auslandskorrespondent mit besten Zeugnissen tüchtige Detailverkäufer aller Branchen Packer, Auslauf er (Radfahrer, stadtkundig). Arbeitgeber! Helfen Sie uns, indem Sie bei Vergebung jeglicher Dauer- oder Gelegenheitsarbeit sofort H. 26162 oder 28248 anrufen. Beachten Sie unsere Schreibstube! Sprechstunden: für Kaufleute Dienstag von 9—11 Uhr vorm. Eschersheimer Landstr. 65; für Handwerker und ungelernte Arbeiter: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 9—11 Uhr vorm, Langestr. 30. Berufsberatung nach vorheriger Vereinbarung. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V. Langestraße 30. Telephon: 26162 und 28248. Weiblich. Gemeldet sind: Perfekte Hausschneiderin mit besten Referenzen; Kunststopferin (Spezialität Teppiche und Gardinen) in und aufler dem Hause; Erziehungspersonal (Kinderfräulein, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen) mit guten Zeugnissen. Sowie sämtliches Haus- und Geschäftspersonal. Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge für jüd. Frauen und Mädchen Langestraße 3, Telephon: 25462. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 65, pt. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr. ISUPA (Israelitische Suppenanstalt). Am 8. Juni d. J. fand im Anstaltsgebäude, Theobaldstraße 5, die diesjährige ordentliche Generalversammlung statt. Laut Geschäftsbericht schloß das Jahr 1931 mit einem Defizit von ca. 6000 RM. ab. Gespeist wurden im Jahre 1931 78 700 Personen. Die ISUPA stellt einen unentbehrlichen Faktor in der jüdischen Wohltätigkeit Frankfurts dar, dessen Erhaltung unbedingt auch in dieser Notzeit gesichert werden müßte. (Postscheckkonto Frankfurt a. M. 10273.) Jugenddienst Die Zentralstelle .lugenddienst i nachgehende Fürsorge) des jüdischen Frauenbundes Frankfurt a M. will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seile stellen. Anfragen und Milteilungen an die Geschäftsstelle . Frankfurt u. M., Langestr. 3. Jüdische Erziehungsberatungsstelkr Beratungfür Eltern und Kinder bei Erziehungswaa Schulschwierigkeiten, Eschersheimer Landstr. 65 (Jugendheim). Die Beratungen sind unentgeltlich und streng vertraulich. Auskunft erteilen: Oie Leiterin Frau Dr. Alice Schaumberg, Eckenheimer Landstr. 17, sowie die Mitglieder des pädagogisch-psychologischen Ausschusses des israelitischen Lehrervereins, Mittelschullehrer Julius Flörsheim, Koselstraße 52, und Lehrer Alfred Speyer, Baustraße 5. Um unnötiges längeres Warten in der Sprechstunde zu vermeiden, ist vorherige Anmeldung erwünscht. Jugendversammlung. Der Landesjugendausschuß des Centraivereins veranstaltet am Montag, den 4. Juli 1932, 20.30 Uhr, in der Frankfurt-Loge einen Ausspracheabend für diegesamte jüdische Jugend Frankfurts aller innerpohtischen und religiösen Richtungen mit dem Thema: ,,Was erfordert die polirische Lage von der jüdischen Jugend?" Gesellschaftsabend Das vor einigen Monaten von der Jugendkommission der Israelitischen Gemeinde ins Leben gerufene Erwerbslosenheim, in der Königswarterstr. 26, bedurfte, um seine segensreiche Wirksamkeit auch für d»*» bevorstehenden Monate sicherzustellen, dringend der Zuführung neuer Geldmittel. Aus diesem Grunde wurde am Montag, 13. Juni, in der Frankfurt-Loge ein großes Wohltätigkeitsfest veranstaltet. Der sorgfältig vorbereitete Abend erfuhr leider einen traurigen Auftakt: Das plötzliche Ableben des Gemetnderabbiners Dr. Lazarus, dem gerade aus dem Kreise der Jugend viel Verehrung und Liebe entgegengebracht wurde, da er zeitlebens in verständnisinniger Arbeit an der Jugend sich dieser verbunden gezeigt hat, warf seinen Schatten auf die Veranstaltung. Ernst Holzer gab in ernsten einleitenden Worten der schmerzlichen Empfindung der Frankfurter Jugend Ausdruck und betonte, daß aber trotz unserer traurigen Bewegtheit der Abend nicht ausfallen solle, da es nur im Sinne des verehrten Verstorbenen sei, zu einem guten Werk gesellig zusammenzukommen. — Zwei Arien, gesungen von Alice Bogold, leiteten nun zu dem künstlerischen Teil über. Fritz Emme! hatte die Coference irhernommen und führte in geistvoller und geschickter Weise die Regie über das Programm, nicht ohne auch selbst rezitatorisch mitzuwirken. Else Gentner-Fischer und Benno Ziegler sangen mehrere Goethe-Lieder, Hugo Kolberg spielte, begleitet von Erich Itor Kahn, einige Violinsoli, Max Koninski, der jetzt in Köln tätig ist, brachte tief humorvolle jüdische und chassidische Geschichten zum Vortrag, Karl Pistorius sang einige Schlager, ebenso Rita Marx, beide begleitet von Ernst Guekenheimer, Ruth Ascher tanzte, Alfred Auerbach ließ von Mitgliedern seiner Schauspielschule zwei Sketchs vorführen, — alles Darbietungen, die hohes künstlerisches Niveau trugen und den starken und freudigen Beifall des zahlreichen Publikums auslösten. Die Künstler, die sich sämtlich dem guten Werk ehrenhalber zur Verfügung gestellt hatten, verdienen auch an dieser Stelle nochmals den herzlichen Dank der Jugendkommission. — Nach Beendigung des künsterischen Teils luden Büfetts, „Eistankstellen" und Kuchen- und Limonadenträgerinnen zu körperlicher Stärkung ein, und die Fri-Wa-Band spielte zum Tanz. Auch der finanzielle Ertrag des wohlgelungenen Abends ist sehr zur Zufriedenheit der Veranstalter ausgefallen, so daß das Erwerbslosenheim weiterhin seine segensreiche Tätigkeit der Beschäftigung und inneren Aufrichtung unserer arbeitslosen jüdischen Jugend ausüben kann. E- Fdoppelt fpavt roor £>r £ftompfori'0 &d&wanputöev fxir^Uäfcfrc unb j5ausbalr üerawnbot--" beim 6d)ttKmj»ifocr iftkitttg^einWer Pojtet jeijt nur noerj 24#fer ö6 febortt bis #Uafdjc imb ift boch wa t]öcrj(ter *H3a|9> unb%irxiguncjsrFraft'. ■ütte. Sejfix&htnürltffo

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