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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1932-01-01 · 5 (1.1932) · p. Seite 117

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
10 (1931-1932)
Issue
5 (1.1932)
Date
1932-01-01
Page
Seite 117 (sequence 15)
Language
German
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vom Verein, der Rest teilweise mit Hilfe des Berufsamts untergebracht werden. Die Ausgaben wurden überwiegend von der Israelitischen Gemeinde, zum kleineren Teil durch Spenden und Beiträge gedeckt. Das Arbeitsgebiet des Vereins umfasst: Stellenvermittlung für alle männlichen Gruppen, Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung, gemeinnützige Schreibstube; in der letzteren wurden RM. 2329.— an Löhnen ausbezahlt. Geschäftsstelle: Langestr. 30 und Eschersheimer Landstr. 65. Landwirtschaftliche Erwerbslosensiedlung v Die Stadt Frankhirt a. M. hat im Rahmen der Maßnahmen zur Bekämpfimg der Erwerbslosigkeit Landparzellen für Schrebergärten und Randsiedlungen bereitgestellt. Alle jüdischen Erwerbslosen, die sich für diese Siedlung interessieren, werden gebeten, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V. Langestraße 30 pt. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstr. 65. 1. Stock. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, Nachmittags von 4—6 Uhr. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in massigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Wohnräume. Die Wohnräume für im Beruf stehende jüdische Mädchen und Frauen, Bäckerweg 6, bieten gemütliches Heim mit oder, ohne Verköstigung. Heizung in allen, fließendes Wasser in mehreren Zimmern. Näheres Tel. 25462. Kochberatung für die rituelle Küche Die immer größer werdende Not dieses Winters macht umfassende Hilfsmaßnahmen erforderlich. Die Notstandsküchen haben sich zu einer wirkungsvollen Hilfe in dieser schweren Zeit entwickelt. Es ist aber nicht möglich, daß alle Kreise unserer Bevölkerung, die sich heute sehr einschränken müssen, die Notstandsküchen besuchen, einmal, weil diese dann überlastet wären, dann aber, weil viele Hausfrauen für ihre Familie selbst kochen möchten. Die meisten wissen aber noch nicht, wie es zu ermöglichen ist, auch mit den sehr geringen Geldmitteln, die heute zur Verfügung stehen, wohlschmeckende, sättigende und vor allen Dingen auch bekömmliche Mahlzeiten zu bereiten. Der Bund für Volksernährung, der seit einiger Zeit in unserer Stadt eine auf dem Gebiete zeitgemäßer, gesunder und nährwertsparender Ernährungsweise eine segensreiche Tätigkeit entwickelt, hat gemeinsam mit verschiedenen Verbänden eine Aktion zur Schaffung von Belehrungs¬ und Beratungsstellen für Ernährungsfragen für Hausfrauen aller Kreise eingeleitet. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des jüdischen Frauenbundes und die weibliche Fürsorge haben sich dieser Aktion angeschlossen und wollen eine derartige Belehrungsstelle für die rituelle Küche in den Räumen des Gemeindehauses, Königswarterstr. 26, errichten. Die" .Beratungsstelle wird am Mittwoch, den 13. Januar 1932, abends 7% Uhr, erstmalig in Betrieb genommen. Frau F i n i Pfannes, die Geschäftsführerin des Bundes für i Volksernährung, hat sich bereit erklärt, die erste Vorführung zu leiten. Dann werden einige, in der rituellen Küche erfahrene und in der Ernährungstechnik unterrichtete Mitglieder des jüdischen Frauenbundes die Leitung übernehmen. Die Berätunsen werden jeweils am Mittwoch um 7^2 Uhr an der genannten Stelle stattfinden. Der Eintritt ist kostenlos. Es wird gebeten, für die Kostproben, die am Schlüsse der Veranstaltung verabreicht werden, eine kleine Tasse, Teller und Löffel mitzubringen. Jeden Mittwoch werden 3—4 Küchenzettel in der Preislage von 40 — 80 Pfg. pro Mahlzeit, für 4 Personen berechnet, vorgeführt und die entsprechenden praktischen und theoretischen Erläuterungen in bezu°r auf Einkauf. Waren- und Materialkunde, erforderliche Quantitäten, schonende Behandlung der Lebensmittel. Erhaltunsr der Nährstoffe usw. erteilt. Alle interessierten Kreise werden an dieser Stelle gebeten, für diese im Interesse der Allgemeinheit und insbesondere der-: durch die Not der Zeit schwerbelasteten Hausfrau liegende Veranstaltung zu werben und ihr einen recht zahlreichen Besuch zu sichern. „Frauen in Not" Die internationale Ausstellung ist seit dem 12. Dezember in Frankfurt, a. M.. Neue Mainzerstraße 77. Eintritt: 50 Pfg., Erwerbslose 10 Pfg. Führungen finden statt. Die Ausstellung ist täglich durchgehend geöffnet von 10 bis 20 Uhr. Aerztlicher Vortrag. Im Rahmen der Frankfurter Fortbildunsrsäbende findet am 19. Januar im Röntgeninstitut des Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde, Gasrernstraße 36, unter Leitung des Herrn Prof. Dr. David ein klinischer Abend statt. Thema: „Klinisches Filmlesen für Praktiker". 1. Teil: Magen-Darm-Kanal und Urogenitälapparat. Julins-Höxter-Stiftnng. Anläßlich der von Dr. Julius Höxter geleiteten 130. Sitzung der Vereinigung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen in Frankfurt a. M. am 29. Januar 1923 haben Freunde des Vorsitzenden ihm zur Begründung einer Julius-Höxter-Stiftung einen namhaften Betrag zur Verfügung gestellt. Dieser Betrag ist mittlerweile durch Spenden vermehrt worden und belihift sich gegenwärtig auf rund RM. 10 000.—. Die Stiftung hat die Bestimmung, die jüdischen Lehrer Deutschlands zu religionswissenschaftlidien und pädagogischen Arbeiten anzuregen und zu fördern. Die Hälfte der Erträgnisse soll zur Auszeichnung wissenschaftlicher und methodischer Arbeiten, die andere Hälfte zur Honorierung wertvoller Abhandlungen verwandt werden. Das Stiftungsvermögen wurde dem Reithsverband jüdischer Lehrervereine in Berlin zur Verwaltung übertragen. Jüdischer Pfadfinderbund. Der Bund der Junggruppen und der jüdische Pfadfinderbund in Deutschland haben sich zusammengeschlossen. Mit über 70 Ortsgruppen und etwa 2000 Mitgliedern ist damit der größte jüdische Jugendbund in Deutschland entstanden. Der Bund sieht seine Aufgabe in der Schaffung einer einheitlichen jüdischen Pfadfinderschaft in Deutschland, die unter Betonung der jüdischen Eigenart die Ideen der Pfadfinderbewegung in sich schließt. Er will Abwehr- und Aufbauarbeit leisten und gleichermaflen dem inneren Zerfall wie dem äußeren Druck entgegenwirken. Anschrift der Leitung: Kurt London, Charlottenburg, Pestalozzistraße 6. An die deutschen Juden! Der Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens erläßt im Hinblick a-uf die zunehmende politische Zuspitzung und Bedrohung der jüdischen Bevölkerung einen Aufruf, der mit den Worten schließt: „Unsere gerechte Sache ist unsere beste Waffe! Millionen Deutscher bekämpfen mit uns Verhetzung und Gewalttat als die Unseligkeit dieser Zeit. Wir sind des Vertrauens unserer Freunde zum Centraiverein nach wie vor sicher. Gerade jetzt erhalten wir aus allen Teilen des Reiches vorbildliche Beispiele von Hilfe und Opferwillisrkeit. Wir bemühen uns, dieses Vertrauens würdig zu sein. Bis zum letzten Einsatz unserer letzten Kraft versuchen wir alles, um Unheil vom deutschen Judentum fernzuhalten! Darum: Ruhe und Vertrauen!" Vereins- und Versammlungskalender (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 26. Januar bei der Schriftleitung vorliegen.) Hinweis. Aus Raumgründen können Vereinsanzeigen nur in beschränktem Umfang aufgenommen werden, insbesondere werden Arbeitsprogramme einzelner Vereine höchstens zweimal jährlich veröffentlicht. Auf einzelne Veranstaltungen wird in der Regel nur dann hingewiesen, wenn sie auch für Nichtmitglieder zugänglich sind. Talmud Thora-Verein. Vereinslokal Synagoge Börneplatz, Büro Theobaldstraße 6. Fortbildungsunterricht für Knaben und Mädchen in kleinen Abteilungen unter Leitung bewährter Lehrkräfte. Unterrichtsfächer: Tefillo. Chumisch, Chumisch mit Raschi, Mischna. Gemoro, hebr. Schreiben. Fortbildungsunterricht für junge Leute täglich ab 8 Uhr abends. Lassar Mainz-Jeschiwa-Stiftnng. Uhlandstraße 46, Hinterhaus, 1. Stock. Dienstag 191/*—20*4: Gemoro (Rabb. Dr. Hoff mann); Samstag 15—16, Dienstag und Donnerstag 20—21: Gemoro (L. Rnckow). Freies Jüdisches Lehrhaus. Die von Dr. Eduard Strauß geleitete Arbeitsgemeinschaft Uber die Heilige Schrift findet regelmäßig Donnerstag von 19%—20 Uhr im Lehrzimmer der Westendsynagoge (Nebeneingang Freiherr-vom-Stein-Straße) statt. Die Teilnahme ist kostenlos und kann jederzeit erfolgen. Verein Montefiore E. V. Verein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junger Leute im Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. 1. Vors.: Lehrer Alfred Speyer. Baustr. 5, Tel. 56477. Heim: Eschersheimer Landstraße 65. Vorträge, Arbeitsgemeinschaften, Theatergruppe, Bücherausleihe, Wanderungen, Freitagabend-Feiern. Bund jüdischer Pfadfinder (im Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands). Selbsterziehung auf jüdischer Grundlage unter Anerkennung jeder positivjüdischen Gesinnung. Fahrten und Heimabende. Auskunft durch Ernst Löb, Lindenring 19, Tel. 94711. Jüdisch-liberale Jugendgemeinschaft. Regelmäßige Heimabende, Arbeitsgemeinschaften, gesellige Veranstaltungen, religiöse Feiern. Nähere Auskunft: Dr. Hugo Hoffmann, Untermain-Anlage 7, Tel. 34585. „Kameraden" Deutsch-jüdischer Wanderbund. Fahrten, Heimabende, Arbeitsgemeinschaften. Ortsgruppenleitung: Paul Vogel, Im Trutz 30. Heim: Eschersheimer Landstraße 65 II. „Kadiraah" Bund jüdischer Jugend. Arbeitsgemeinschaften, Kurse, Heimabende. Fahrten. Sekretariat bei Horst Sonnenfeld, Eschersheimer Landstraße 84, Tel. 34475. Heim: Eschersheimer Landstraße 65 II. Brith Haolim (J. J. W. B.). Zweck des Bundes ist die geistige und körperliche Ertüchtigung der jüdischen Jugend und ihre Erziehung auf zionistisch-sozialistischer Grundlage. — Heimabende, Kurse, Fahrten. Zuschriften an Jakob Thaler, Herderstraße 19, b. Lang, oder an Jetty Tannenbaum, Röderbergweg 40. Brith Trumpeldor (Bethar). .... Führerkurse, Heimabende, Arbeitsgemeinschaften, Fahrten. Anschrift: cand. jnr. Markus Schimmel. Uhlandstraße 55, Tel. 42907. Revisionistische Jugendgruppe „Herzliah". Vorträge mit Diskussion, Führerkursus, Hebräisch, gemütliches Beisammensein, Fahrten. Anschrift: Oskar Dzialowski, Frankensteinerstraße 1. Für Körper und Füsse nur DIAI2N-PUDER

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