Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 10 (1931-1932)
- Issue
- 5 (1.1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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107 patron , des Buchbesitzers. Schon darin mehr berichtend als darstellend, ist die ganze Komposition weit entfernt davon, eine bildmäßige Gestaltung zu bewah-. ren. Der Engel weist direkt auf Abraham,: sein Eingriff in die. Bewegung des erhobenen Schwertes unwesentlich. Der im Gebüsch verfangene Widder fast unsichtbar vor dem Altar, dieser ein einfach gehaltener Würfel, während der biblische Bericht anders lautet. Auch der frei auf dem Altar sitzende Isaak im gleichen Sinne nicht berichtsgemäß gestaltet. Das entschei- TSP- W!^*^^ ^^»c>W T* ' V^^i^jö^ -# v4 ynttn jä G^1^^ Handschrift Köln hä*te den Namen Abraham bezeichnet. Der Beginn der Gotik macht aus diesem Namenspatron (dies schon ganz mittelalterlich gedacht!) eine Bewegungsstudie mit erklärendem Beiwerk, das nebensächlich behandelt bleibt. Zum Verständnis des Ganzen ist es nötig, die beiden Richtungen der Bewegung zu verdeutlichen, die von Isaak weg zum Engel hinweisen, und die ihr Gegenspiel in den Füßen des Abraham haben, die Achse der Drehung liegt in der Gegend seiner Hüfte. Das Stehmotiv im Sinne der Zeit und der Gesamtwirkung dende Motiv bleibt dem agierenden Abraham vorbehalten, der durch alle anderen Teile nur in seiner Bewegung und in der Andeutung der Sache' motivisch unterstützt wird. Eine spätere Zeit hätte hier einfach ein Porträt gegeben, eine Beischrift völlig unbeachtet, der Eindruck des Schreitens im Sinne der Bewegtheit des Ganzen fast zu sehr betont. Bedauerlicherweise zeigt der übermittelte Ausschnitt nicht, wie die Darstellung auf der Seite und zum Text selber steht; aus Analogien darf geschlossen werden, daß es eine Art von Titelseite ist, dessen symbolischer Gehalt nach der Auffassung des Mittelalters ausgewertet wurde. Die Bedeutung.der Qualität, insbesondere bei der Kleinheit und Beiwerksart der Darstellung bei sorgfältiger Betrachtung gut zu erkennen, der bekannt gebliebene jüdische Illuminator und der ihm verwandte Besitzer sind Zeugen einer blühenden künstlerischen Kultur der Juden in den Rheinlanden. Ii i I i Thora^diild Mainz ---^g^gT"'Bg£M?^g^;1.^fc:- .^>'^-"*-- /' -^-y-T>V ".. ■i S;**.* " - * / \0 -?-^>U < / mmmi^^:^^> ■^^M^M^Mi^r r " _JTV '' ' \ ■ "j V-^V-'J^'^Jx^ / i-::^;:v^'^::^^;;f^-s V w% - " Wv, ^;/ : ^^:-.*«^^s^ä^-<,;fc < . : ■ ■' -l . ■• .•• U^ f^i^Wliil'- -, ■ - ' ' ' .'nV': y~j . -t " - >• " 3ü£" -^v^'*'^^ ■s; ~ z*^. N % -** ,/; » J x\ ' ■ »V"^"» " 'iS^- •. ■ -X*'. >*- —■ „Ä***- ■ * -v ' -iuHt. ■ •^vtT.il* - : i^^V^W^'^^. ■ -.«5» > ' *t* v*-» Sedier Mannheim Standleuduer Goch