Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 10 (1931-1932)
- Issue
- 3 (11.1931)
- Date
- 1931-11-01
- Page
- Seite 70 (sequence 16)
- Language
- German
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Preussisclicr Landesverband jüdischer Gemeinden Lehrbücher. (Amtlich) Den jahrelangen Bemühungen des Preussischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden ist es gelungen jetzt endlich einen Erlass des Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung vom 21. September d. J. zu erwirken, durch den die Genehmigung von 33 Lehrbüchern für den jüdischen Religionsunterricht an den höheren Schulen Preussens auseesorochen wird. Der Erlass mit der Liste der Bücher wird in der demnächst erscheinenden Nummer des Verwaltunsrsblattes des Landesverbandes zum Abdruck gelansen. Er ist ausserdem im Zentralblatt fürdie sesamte Unterrichts-Verwaltung in Preussen auf S. 275 veröffentlicht. 70 Jahre Schulwerk der Alliance Israelite Universelle. Auf der kürzlich in Paris abgehaltenen Konferenz der Alliance Israelite Universelle wurde über die Entwicklung des Alliance-Schulwerks im Orient und auf dem Balkan in den bald 70 lahren seit Gründung der ersten Allif nce-Schnle in Tetuan (Marokko) i. J. 1862 (die Alliance selbst wurde 1560 gegründet) berichtet. Tm Jahre 1931 zählte man in Marokko 38 Alliance-Schulen mit 10 500 Schülern, in Griechenland 9 Schulen mit 2000 Schülern, in Syrien 10 Schulen mit 2900 Schülern, in Palästina 9 Schulen mit 3700 Schülern, in Mesopotamien 7 Spulen mit 5000 Schülern, in Persien 15 Schulen mit 5200 Schülern, in Tunis 6 Schulen mit TMK) Schülern, in den Balkanläiidern 18 Schulen mit 8000 Schülern, in Aeeynten und Trinolis 2 Schulen mit 500 Schülern Hinzu kommt die Landwirtschaftsschu!«1 in Jaffa mit 109 Schülern. An der Lehrerbildungsanstalt in Paris studieren zurzeit 60 Schüler, an der Lehrerinnenbildungsanstalt in Versailles 58 Schülerinnen. Aussprache unter Frauen. Der Jüdische Frauenbund, der sich auf seiner Gesamtvor<:*andssitzun<r am 11. 10. in Leipzis auch mit der Frao-ederBekämnfnnsr des Antisemitismus beschäftigte, hat+r» zu einer internen Aussprache über dieses Thema eii<* Reihe christlicher Frauen, vor allem Fülirerinnen -und Vertreterinnen interkonfessioneller und christlicher Frauen verbände geladen. An der Aussprache nahmen von jiHi^chp*- Sei+e u a Bertha Pannenheim. Bet+ina Brenne*- und Paula Ollen'lorff te;l. von ni'hti'idis'hpr S^i+e Agnes v- Zahn. Ha^na^ Anna v. Gie'-ke. Martha Dönhoff M. d. L., Lenka v. Körb^r ua. Tn der von gegenseitigem Vertrauen getragenen Aussnrache wurde den Ursachen der antisemitischen Bewesrnnsr nach^e^an^en und versucht. Wege zu ihrer U^nerw'ndun<r aufwnzeigen Ei"e aus jüdischen und christlichen Frauen bestehende Kommission soll diesen beachtenswerten Versuch gemeinsamer Aufklärungsarbeit fortsetzen. Jüdische Winterhilfe. D^r Ceutral-Ve**e?n deutsch^ Staatsbüreer jüdischen Gianboi«; Tmf art soi'ne Landesverbände und Beamten ein Rnn^s'hr^ihen fferichtpt nn^ si° aufgefordert, die Ortsp'rnrjppn /lp<; Vereins zu einer täli^n Antpilnahme an der Winterli;1f«» 7ii veranlassen. E^ soll vor allem versucht werben, in T'i^is«*«oT» Be^-rJpl-voTi rnit*leren und ffrös^prp-m TTmfansrs, die p'ne Kanti'na besitzen Snp?snn«ren v«n Bedürftigen, besonder«; von Kindern durchzufahren. Tn Bremen wird damit d*»r Anfang gemacht werden" Dort werden 100 Kinder täglich aus dpr Kantine eines indischen Betriebes Sneisung erhalten. Die Zuweisung der Kinder soll von örtlichen Organi- 70 sationen ohne Rücksicht auf ihre Parteieinstellung erfolgen. Die Kinder bekommen für 10 Pfennige ein kräftiges und reichliches Mittagessen, wobei die Firma einen Zuschiiss von etwa 30 Pfennigen täglich pro Kind leistet. (C.-V.) Gedenket der Jüd. Notstandsküche! Postschgckkonto 86776 Jüd. Wohlfahrtspflege-Konto N Langestraße 30 Telefon: 28249 Vereins- und Versammlungskalendcr (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 24. November bei der Schriftleitung vorliegen.) Hinweis. Aus Raumgründen können Vrei «anzeigen nur Jn bpschränktem Umfang »ufgen mmen werden, insbesondere werden Arbeit«prog»amme ein7elner Vereine höchstens zweimal jährlii h veröffentlicht Auf ein7t*lne Ver. nstaltungen wird in der Regel nnr dann hingewiesen, wenn sie auch für Nichtmitf'lieder zii'-ängl'ch «>nd. Talmud Thora-Verein. Vereinslokal Synagoge Börneplatz, Büro Theobaldstr. 6.. Fortbildungsunterricht für Knaben und Mäddien in kleinen Abteilungen unter Leitung bewährter Lehrkräfte. Der Unterricht erfolgt kostenlos und wird täglich Theobaldstr. 6 erteilt. Anmeldungen werden tätlich entgegengenommen. Fortbildungsunterricht für junge Leute täglich ab 20 Uhr. Lassar Mainz-Jeschiwa-Stiftung. Uhlandstr. 46. Hinterhaus, 1. Stock. Dienstag 19^— 20K Gemoro (Rabb. Dr. Hoffmann: Samstag 15—16, Dienstag und Donnerstae 20—21 Gemoro (L. Rackow). Freies Jüdisches Lehrhaus. Die von Dr. Eduard Strauss geleitete Arbeitsgemeinschaft über die Heilige Schrift findet reirelmässi? Donnerstag von 19K—20 Uhr im Lehrzimmer der Westendsvnasoge (Nebeneinsrang Freiherr vom Stein-Strasse) statt. Die Teilnahme ist kostenlos un"l kann jederzeit erfolgen. Schule der jüdischen Jugend. Heim: Eschersheimer Landstr. 65. Hebräisch-Kurse: Montag und Donnerstag 18—19, 19—20, 20—21. 21—22 Uhr. Leiter: A. Abrahamy. Arbeitsgemeinschaften: Geschichte der Juden, die Zeit des zweiten Tempels. Leiter: N. Glatzer. — Geschichte der Juden seit der französischen Revolution. Lei- Fenslerpufz- KLEIN Telefon 61098 Deufsdiherrnufer 31 Glas-, Gebäudereinigung Fahrleiferverleih. NEU= Parkettreinigung Tmi! eiekr. Maschine inui*—*? ~ MÖBELFABRIKATION GEBRÜDER KUNZ KELKHEIMJM TAUNUS Fernruf 330 Fernruf 330 Ständige Ausstellung: Bahnstr.8 Anfertigung von Schlaf», Herrenu. 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