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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1931-11-01 · 3 (11.1931) · p. Seite 67

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
10 (1931-1932)
Issue
3 (11.1931)
Date
1931-11-01
Page
Seite 67 (sequence 13)
Language
German
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(Fortsetzung von Seite 66) gaic sein Interesse und seine Arbeit auch, den Angelegenheiten unserer Uemeinüe, und er nac sicn üier mit selt_aer rmunttreue aux uen veisumeutjnsten brebieten betätigt: von 1691—xöuU im tidmt7niücausseuujj, vun xyuu—j.yiiü im vuistanu der Gemeinde, ferner in einer ganzen rteiüe von Komrtussionuu, insbesondere der r lnanz^uniuiias^un, der BauKominission iur die Westendsynagugö, der luiuaikonnmssion, im vorstand der bynagoge am Jbuiuo±naiz und im öcnunat des rniiancuiopins. in anen diesen ivuipciaouaitcn war sein Jttat gern gehört und s.^ts beacntet. Aut dem usLüii. zur seine drei Jauizennce lnnüutcn der Gemeinde gcieisucLcn cuicnaniUicncn uienste verbindet sich der Vvunseh, uau uem hocugcsöcnaizien juann nocn lange und glucniiene danre Deseniedcn sein mugen. 80. Geburtstag: am 8. November Herr r ciüiuaua Frohina nn, Bankier, Keltennolwcg IUI. am Ii. Oktober Herr Julius Albert Loeb, Privatier, Vv oiisgangatr. p6. 75. Geburtstag: am 19. November Herr Heiiincji Sundheianer, Hermesweg 19. 70. Geburtstag: am 12. November Herr Sally kann, i. Fa. Kahn & Arnsberg, blumeuitr. 4. 60. Geburtstag. Auf der Höhe seiner bchaifensKraft feiert Herr Otto B o n w i t, Mitglied des Gemeindevorstands und des Schulrats des Pniianthropins, am 18. November seinen 60. Geburtstag. Ais lnnaüer der in .ganz Frankfurt populären Firma „Por/eiian-Uar" ist Herr Bouwit ohnemn stadtbekannt, aber darüber hinaus hat er sich seit langen Jahren auf den verschiedensten Gebieten gemeinnützigen Wirkens eifrig betätigt: im Gewerbegericht, in der Ortskrankenkasse, im Stadt. Arbeitsamt, im Prüfungsamt für Stenographie, als Vorsitzender des Detainisienvereins, als Sachverständiger der Handelskammer und als Handeisgerichtsrat, wahrlich eine Liste, die von ungewöhnlicher Tatkraft und ebenso ungewöhnlichem Gemeinsinn zeugt. Der israelitischen Gemeinde leistet Herr Bonwit seit 1922 wertvollste Dienste, vor allem durch die vorbildliche Verwaltung des wichtigen Dezernats für Grundstücke und Gebäude, bo wie sein geschäftliches Unternehmen den Ruf besonderer Reellität geniesst, hat sich auch Otto Bonw.ii mit seiner unbeirrbaren, ruhigen Sachlichkeit die Achtung und Freundschaft aller erworben, die ihm persönlich oder geschäftlich nahestehen. Mögen dem veieiirtcnMauu noch lauge jumzennte, erluill \on häuslichem Glück und .beruflichen-Eilulgen, bcsdiieden sein! 67 Silberne Hochzeit: am 20. Oktober die Eheleute Emil Himmelreich und Frau Babette, geb. Strauss, Eikenbachs tr. 16. Todesfall. Arn 25. Oktober ist nach kurzem Leiden Frau J o ha tina Kauft'mann im 76. Lebensjahr verschieden. Als Witwe des ihr vor zwei Jahrzehnten in die Ewigkeit vorangegangenen Verlagsbudmändiers Ignatz Kauffinann war die Entschlafene init einem Werk verknüpft, das trotz seines grossen geschäitiicu.en Umfangs nicht nur als „Geschäft" gewertet werden darf; denn die Bedeutung, die der nunmehr in einer Hand vereinigten einst in Rödelheim ansässigen Druckerei Lehrberger und dem Verlag 1. Kauffmann für das religiöse und geistige Leben der deutschen Juden und eines grossen Teiles der übrigen jüdischen Welt zukommt, darf nicht gering eingeschätzt werden. Es ist ein Ruhmestitel für die nun Daningegangene, dass sie als treue Helferin ihres Gatten, wie auch späterhin als sorgende Mutter den Leitern des grossen Unternehmens zur Seite stand, dass sie ein gut jüdisches Haus aufbaute und bis zuletzt zu erhalten wusste. — Vor einem ungewöhnlich zahlreichen Trauergefolge Hess Rabbiner Dr. Horovitz noch einmal das Lebensbild der hochgeachteten Frau erstehen. Herr Carl Weil, Bleichstr. 55, wurde von der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau als Bücherrevisor öffentlich angestellt und beeidigt. Jubiläum der Frankfurter Zeitung. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde hat am 28. Oktober an Verlag und Redaktion der Frankfurter Zeitung das nachstellende Sdireiben gerichtet: „Wir beehren uns, Ihnen zum Jubiläum des 75jährigen Bestehens der Frankfurter Zeitung unsere Glückwünsche auszuspredien. Seit ihrer Gründung hat Ihre Zeitung stets in der vordersten Reihe derer gestanden, die sich für eine freiheitliche Entwicklung des deutschen Volkes und seines Staatslebens einsetzen. Es war eine notwendige Folge dieser Einstellung," dass Ihre Zeitung zu den Vorkämpfern der Gleidiberechtigung der deutschen Juden gehörte und auch heute der antisemitischen Verhetzung nach besten Kräften entgegenzuwirken sucht. So haben auch wir allen Anlass, der Frankfurter Zeitung eine erfolgreiche Zukunft zu wünschen. Gleichzeitig gestatten wir uns mitzuteilen, dass wir beschlossen haben, die Grabstätte Leopold Sonnemanns, dieses hervorragenden Sohnes unserer Gemeinschaft, anlüssiidi der 100. Wiederkehr seines Geburtstages durch die Gemeindegärtnerei ausschmücken zu lassen." Ii Anstalten und Nereiiie il Jahrzeitlernen. Das Freie Jüdische Lehr haus veranstaltet zum Gedächtnis seines Begründers an dessen Jahrzeittag, dem 8. Kislew, eine „Franz Rosenzweig-Lernstunde'. Sie fällt dies Jahr auf Dienstag Abend, den 17. November und wird „Die letzten Worte Dawids" (II. Samuel, 25, i—7) zum Gegenstand haben. Um deu besonderen v_iiarakter der Veranstaltung zu wahren, werden Einladungen (mit näheren Angaben über Ort und Zeit) nur nadi vorheriger Anmeldung verschickt. Uiejenigen, die an der stunde teilzunehmen wünschen, werden deshalb ersucht, dies schriftlich und unter Beifügung ihrer genauen Adresse bis spätestens 8. November an Frl. A. Stiebel, Palmstr. 9, mitzuteilen. Gedenkfeier. Die Gesellschaft für jüdische Volksbildung veranstaltet am Montag, den 9. November, 20Uhr im kleinen Saal der Frankfurt-Loge eine Gedenkfeier für P r o f. Dr. Julius Hülsen. Gäste sind willkommen. Toynbeehalle. im Zuge der seit einigen Monaten innerhalb der Gemeindeverwaltung auf dem Gebiet der sozialen Fürsorge durchgeführten N otstandsaktion ist die Eröffnung von Aufenthalts - und Wärmehallen für Bedürftige aller Kreise angeregt worden. In einer am 21. Oktober stattgehabten Versammlung von Vertretern versdnedener Vereinigungen, darunter der drei hiesigen Logen, der Frauenvereinigungen der Logen, der Ortsgruppe des Jüdi sehen Frauenbundes und der Weiblichen r ürsorge, der Geselisdiaft für jüdische Volksbildung, der Jüdischen Wohllahrtspdege, des Vereins Berufsberatung und Arbeitsnachweis ihr Juden und der Jugendorganisationen, an der auch zahlreiche Einzelpersönlichkeiten teilnahmen, ist die Neu gründung einer loynbeehalle, wie sie kurz vor dem Krieg hier schon bestanden hat, beschlossen worden. Träger diese»* neuen Einrichtung sind die vorerwähnten Vereinigungen; den Vorsitz der Organisation hat Herr Rabbiner Dr. Arnold Luzaru», weicher uuui uie irühere Tu> nbcenulle geieiiel hui, übernommen, stellvertretender Vorsitzender ist Herr Julius Bloch. Die neue Einrichtung wird schon in den nächsten lagen ihre Arbeit beginnen. Als ständiges Lokal ist das alte Krankenhaus der lsraelitisdien Gemeinde, Königswarterstrasse 26, in Aussicht genommen. Der Zeitpunkt <ier Eröffnung wird in den 'lageszeitungen bekanntgegeben werden. Die Räume der Toynbeehalle werden behaglich eingerichtet und mit gutem Lesestoff versehen, auch sollen in kürzeren Abständen oarbietungen unterhaltender und belehrender Art veranstaltet werden. Die Besucher der Einriditung werden Gelegenheit haben, in ihrer Freizeit sich geistig zu beschäftigen und ungezwungen zu unterhalten. Auch für Bewirtung mit warmen Getränken bei den abendlichen Veranstaltungen wird borge gen ügen. - Die Stöllnun&uer loynueehalle erlolgt am bamatug, den 14. Nuveinber d. J., 20 Uhr pünktlich im Haus König&warierstr. 26. Atemnot, "S^L ££nS"* Verdauungsbeschwerden oe° Arterien -Verkalkung , .ft ,u Schlagflüssen mit :ffÄ--ah o*MWSäÄ^ DisartEH2ö wird auth Ihnen netten! — . _ ^*rÄ:™to ■ VtmV sat., Viscmn o^nfÄUrbae olpin« fe»;rÄ H __-^MonaanV Ausfuhr). Broschüre durch die] pharm. Abteiig. Galactina,! i G. m. b. H., Obermainanlagel [Nr.J5, Frankfurt/M. f

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