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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1931-10-01 · 2 (10.1931) · p. Seite 40

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
10 (1931-1932)
Issue
2 (10.1931)
Date
1931-10-01
Page
Seite 40 (sequence 10)
Language
German
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Buche Freund geworden. Es lag wohl am „Milieu"! — Wir aber sehen hinter die Schleier, die der Dichter von den Rätseln des Daseins hinweg zieht, und erleben wahrstes Leben. Weiter entstellen: „Die Nacht des Doktor Herzfeld" und .jSdmee". Früchte des reifen Mannes und Dichters, „Heinrich Schön", der Roman, in dem das Don Carlos Motiv spielt, „Einen Sommer lang", „Tränen um Modesta Zamboni", eine Liebeshymne auf die italienische Landschaft, weiter „Kleine Erlebnisse", „Randbemerkungen", das sind Aufzeichnungen aus Kriegstagebüchern, „Vom gesicherten und ungesicherten Leben", ernste Plaudereien, „Die Zeitlupe", Betrachtungen über Mensehen und Dinge, dazwischen „Mein Nachbar Ameise", ein Spiel, „Der kleine Gast", ein stilles, reifes Buch. Der letzte Roman „Grenadier Wordelmann" ist wieder ein Bild aus vergangener Zeit und doch beziehungsreich zum ewig sich wiederholenden Leben jeder Zeit. Er führt uns nach Potsdam und spinnt die Gesdiidite um einen armen Krugwirt, der zu Ende der ErzähluAg sehr müde und verständnislos aus seinen alten Augen sieht und nur sagt: „Wer arm ist, muß davor bestraft werden!". 1926 ersdüen in Berlin eine Broschüre: „Der doppelte Spiegel", eine ausgezeichnete Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus: „Also wird man midi fragen, wie soll der deutsche Jude dem Antisemitismus entgegentreten? Er soll zusammenhalten und seine Meinungsversdiiedenheiten ob Zionismus, Orthodoxie, religiöse Beziehungslosigkeit u. s. f. nicht in die deutsche Oeffentlichkeit tragen, der gegenüber er eine homogene geschlossene Masse sein soll. Er soll nicht reden, sondern etwas leisten, und man wird ihn anerkennen, endlich, doch anerkennen. Und wenn man ihn nidit anerkennt, so soll er trotzdem etwas leisten. Denn wenn man ihn nicht schätzt, wird er wenigstens etwas geleistet haben. Und das ist zum Sdiluß das Einzige, das in der Welt Wert hat und bleibt!" In diesen Sätzen ist auch zugleidi mit aller Deutlichkeit Hermanns Stellung zum Judentum ausgedrückt, dem er im tiefsten Grunde treu ist. Ali Gal Huer. ADLER-APOTHEKE Inh Apotheker H. Nußbaum Tel. 25262 Trierische Gasse 16 Gegr. 1783 Niederlage sämtl. homöopathischen Präparate. Speziallaboratorium für Harnuntersuchungen. Kostenloser Eilbotendienst in alle Stadtteile. Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands Kultussteuer. I. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung in No. 8 des Genieindeblatts (April 1951) machen wir darauf aufmerksam, dass die Kultussteuer der Lohnsteuerp flicht igen für das I. Halbjahr 1931 laugst fällig gewesen ist. Seitens der Finanzkassen wird in Künze mit der Beitreibung begonnen. Es empfiehlt sidi, zur Vermeidung von Kosten rund Weiterungen, die fällig gewesene Rate nunmehr zu begleidien. Die Steuer für das II. Ha 1 b j all r wird in der Wodie vom 25. Oktober bis 1. November 1951 fällig und ist an die auf den Veranlagungen bezeichneten. Finanzkaesea zu entriditen. Bei Einzahlung durch die Post ist die angegebene Steuernummer zu vermerken; zur Bequemlichkeit der Steuerpflichtigen wurden den Veranlagungen Zahlkarten beigefügt II. Die Sprechzeit der Steuer Verwaltung der Gemeinde ist jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag von SVj—1234 Uhr vormittags. Wenn es einem Steuerpfliditigen nidit möglich ist, während dieser Stunden vorzaispredien, so kann eine andere Spredizeit im Einzelfall vereinbart werden. Tel. 27544. Bei allen sdiriftLidien oder mündliehen Anträgen in Angelegenheiten der Kultussteuer sind im Literesse der besdileunigten Bearbeitung sämtliche einschlägigen Steuerpapiere, insbesondere die Steuerbescheide, vorzulegen. ' III, Es wird .nochmals darauf hingewiesen, dass Kulfcussteuer. Zahlungen n u r an die zuständigen F i n an z k a s s e n unter Angabe der Steuernuinnier zu leisten sind. Gottesdienst in Sadisenhausen •Ein in die N i e d e r r ä d e r Landsträsse ziehender Herr beabsichtigt, in seinem Hause nädist der Frauenhofsdiule alfle.aliija t Ii ch Gottesdienst zu veranstalten. Gemein^emitglieder, die regelmässig an dem Gottesdienst teilnehmen wollen,"werden gebeten, sidi an das Gemeindebüro, Fahigasse 146. zu wenden. Kosten entstehen nidit, da es sidi um ein Minjau in einer Privatwohuung handelt. Mädchen-Einsegnung. Audi in diesem'jüdisdien Jahr sollen zum Wodienfest Mäddien-Einsegnungsfeiern stattfinden. In Frage hierfür kommen Mäddien im Alter von 14—16 Jahren. Die Feier und der V örbereitungsunterricht sind unentgeltlich. Eltern,' deren Töditer daran teilzunehmen wünschen, werden ■gebeten,-dieselben alsbald bei einem der liberalen Gemeinderabbiner anzumelden. Anmeldung von Trauungen. Jede Trauung muss, wenn sie von einem Gemeinderabbiner vollzogen werden solL mindestens zwei Wochen vor dem Termin im Gemeindebiiro, Fahrgasse 146, Zimmer 37, unter Vorlegung der standesamtlichen Papiere und unter Angabe der Zeit und des Ortes der Feier angemeldet werden. * Anmeldung von Barmizwa-Knaben. Die Anmeldung für den Barmizwa-Unterricht geschieht für die Gemeindesynagogen im Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37. Die Anmeldung soll mindestens fünf Monate vor der Feier erfolgen; bei geringen Vorkenntnissen ist ihr Anmeldung schon 6 Monate vorher ratsam. Bibliothek und Museum. Infolge des Umbaus des Gemeindehauses müssen die Gemeindebibl.iothek und das Museum v o r ü b e r g e h e n d für einige Zeit geschlossen bleiben. Die Wiedereröffnung wird reditzeitig an dieser Stelle bekanntgegeben. Der Leseraum, ißt wieder eröffnet und befindet sich bis auf Weiteres im Erdgeschoss des Gemeindehauses, Fahrgasse 146. Vergebung von Bauarbeiten. In der nädisten Zeit kommen folgende Arbeiten und Lieferungen für den Umbau des Gemeindehauses zui Vergebung: Heizungsanlage Gas- und Wasserinstallation Elektrisdie Installation. Offerten und Anfragen sind nur schriftlich an den Gemeindevorstand, Fahrgasse 146, zu riditen. Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde. Gagernstr. 36 Spezial-Abteilung für S t o f f w e c h s e 1 k r a n k Ii e i t e n (Diabetes, Fettsudit, Gidit, sowie .diätetische Kuren) unter Leitung von Uaiversitäts-Pr of essor D r. I s a a c, früherem langjährigen Mitarbeiter von Prof. von Noorden. Bekanntmachungen des Fricdhofsami.es. Meldung von Sterbefällen. Bei vorkommenden Sterbefällen ist umgehende Benachrichtigung des Friedhofsamtes (Fernspr. Zeppelin Sammelnummer 52041) erforderlich. Soweit die behördlichen Formalitäten (ärztlich ausgefüllter Todesschein, Anmeldung beim zuständigen Polizeirevier und Standesamt) nidit von den Hinterbliebenen erledigt werden können, wird dies auf Wunsdi vom Friedhofsamt besorgt. Die Vorlage dieser Dokumente ist Vorbedingung für die Festsetzung der Beerdigung.

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