Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 10 (1931-1932)
- Issue
- 1 (9.1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 24 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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irtTtrmMmiimTTcwnmni so schwierig, dass es zunächst den Anschein hatte, als ob die Ferienspiele gar nicht zu ermöglichen wären, da der Hort bei seinen laufenden grossen Ausgaben eine solche Sonderaufgabe aus eigner Kraft nicht leisten kann. Nach vieler Mühe wurde erreicht, dass wir den Städtischen Ferienspielen angegliedert und dadurch eine Reihe von Vergünstigungen erhielten. Die Israelitische Gemeinde gewährte ebenfalls einen Zuschuss, einen Teil der Mittelbeschaffung übernahm der Hort, der auch die gesamte unifangreidie Organisation, Vorbereitungen und Verhandlungen durdiführte. Die Jüdisdie Wohlfahrtspflege konnte dieses Jahr keine Zusdiüsse leisten, dodi wurden auf privatem Wege die restlichen Gelder aufgebradit. Audi wurde die Elternschaft, soweit sie dazu in der Lage war, zu Beiträgen herangezogen. Das reidiliehe und schmackhafte Mittagessen wurde von der „I s u p a" geliefert. Die Kinder bekamen ausserdem an mandien Tagen 2. Frühstück und immer Vespergetränk mit Brötdien. Speisestelle war der Essraum der Riederwaldschule, den die Städtischen Schulbehörden entgegenkommender Weise unentgeltlidi zur Verfügung stellten. Das Luftbad im Riederwald war audi dieses Jahr unser Lagerplatz. Es bietet reichlich Anregung und Zerstreuung, und die Kinder haben sich trotz des massigen Wetters sehr gut erholt. Allerdings ist über einen Missstand zu klagen: es fehlt an einer geeigneten Unterkunft bei schlechtem Wetter und es wäre sehr zu wünschen, dass Mittel besdiafft würden, um bis zum nächsten Jahre Abhilfe zu bringen. An dieser Stelle sei all' denen, die sich um das Gelingen der Ferienspiele bemühten, herzlichst gedankt. Der beste Dank aber mag das Bewusstsein sein, 150 Kindern vier Wochen ein gesundes und frohes Dasein verschafft zu haben. Verein zur Unterstützung unbemittelter israel. Wöchnerinnen und zur Uebernahme von Gevattersdiaften in Frankfurt/M. Dieser Verein zählt zu den ältesten in hiesiger Stadt. Er wurde nadiweislidi um 1740 gegründet und im Jahre 1855 von Israel Wallach und Benjamin Niederhofheim reorganisiert und von Letzterem bis zu seinem 1885 erfolgten Ableben mit unermüdlicher Hingebung geleitet.'Zuletzt waren die vor wenigen Jahren heimgegaugenen Herren Hermann Zuntz, Eduard Feist und Wilhelm Sdiames lange Jahrzehnte darin führend. Die Kriegszeit unterband das Arbeitsfeld des Vereins und die darnadi eingetretene Inflation bewirkte den Verlust seines mehr als M. 150 000.— betragenden Vermögens, hatte ihn aber auch für diese Periode ausser Nadifrage gesetzt. Die seither eingetretene Verschlediterung der Wirtsdiaftsverhältnisse stellt nunmehr grössere Anforderungen an unseren Verein und wenn sein bald zwei Jahrhunderte währendes segensreiches Bestehen weiter wirksam erhalten werden soll, brauchen wir neue Mitglieder und laufende Spenden. Zeugnis für die Hilfe, die der Verein bradite, dürfte die Feststellung sein, dass er in den Jahren 1910—1914 durchschnittlich mehr als 100 Wöchnerinnen per Jahr Beihilfe gewährte. Anmeldungen nehmen die Herren Hugo Bondi, Palmstrasse 7, Leopold Schwab, Rückertstrasse 40, Manfred Sdiames, Uhlandstrasse 52, entgegen. — Diejenigen Eltern, die auf Beihilfe reflektieren, wollen sich nach Geburt ihres Kindes bei Herrn Hugo Bondi, Palmstrasse 7, melden. Bei Knabengeburten werden Gevatter und Mohel turnusgemäss aus den Reihen der Mitglieder gestellt. ACHTUNG! Der jüdische Arbeitsnachweis ist zu erreichen unter Ruf: 261 62 und 28248 Wir bitten, diese Nummern aufzunotieren, da sie nicht im Telefonbuch stehen. Melden Sie uns bitte jede vorkommende Dauer- und Gelegenheitsarbeit. Für prompteste Ausführung durch Fach- und Hilfsarbeiter, sowie Kaufleute aller Art wird garantiert. Berücksichtigen Sie unsere Schreibstube. Sie fertigt Ihnen unter billigster Berechnung an: Vervielfältigungen aller Art, sowie Adressen mit Hand-oder Maschinenschrift. Unsere Berufsberatungs-Sprechstunde findet ab 1. September 1931 wie früher Dienstag abends von 6—71/» Uhr statt. Unser Büro ist täglich von 8—7 Uhr geöffnet. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e. V. LangestraOe 30 pt. (Männlicher Arbeitsnachweis) 24 Weibliche Fürsorge. Tüditige, zuverlässige Kodi- und Putzfrauen mit guten Empfehlungen sudien dringend Beschäftigung. . Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge Langestr. 3, Tel. 25462. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstnasse 29, 1. Stock. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in massigen Beträgen gegen Bürgsdiaft zahlungsfähiger Personen. Blumentag. Am 5. und 6. September d. Js. finden zugunsten der blinden und der hirnverletzten Krieger Blumentage statt. Die Veranstaltung, die auch vom Bund jüdisdier Frontsoldaten unterstützt wird, wird der Mildtätigkeit der Gemeindemitglieder empfohlen. Akademikerheim. Am 28. Juni d. J. fand die Einweihung des Erholungsheim der Akademischen Gesellsdraft (Hausmann- Stiftung in Arendsee) unter Beteiligung der Vertreter der Hodisdmle für die Wissenschaft des Judentums, der Berliner jüdisdien Gemeinde, des Oberrats der Mecklenburgisdien israelitisdien Landesgemeinde u. a. statt.- Nach Begrüssung der Gäste durch den Vorsitzenden des Kuratoriums, Herrn Dr. Veit Simon-Berlin würdigte Rabbiner Dr. Baeck das grosse Geschenk, das die wenig gekannten, vereinsamten Stifter den jüdischen Akademikern gegeben haben. Akademikern, die in dieser Zeit manchen ideellen und materiellen Besitz aufgeben mussten, darf es zwiefach gegönnt sein, dass ihnen ein Besonderes geschenkt ward. Mensdien von verschiedener Art des Wissens und Denkens, die oft einseitig sind, sollen hier durch den Blick auf das weite Meer, zum fernen Horizont, lernen, ihre Seele finden, sich erholen, sidi zurückholen zum Besten ihres Wesens, wie die Stifter des Grassmuts zum grossen Geben fähig waren. Im Auftrage der Mecklenburgischen Judenheit dankte Landesrabbiner Dr. Silberstein für die Einladung. Es folgte eine Besiditigung der für den Tagesaufenthalt bestimmten wundervollen Räume und des sich an den Park anschliessenden neuerworbenen Hauses, dessen neuzeitlich eingerichtete Wohnzimmer für die Aufnahme der Erholung suchenden Gäste bestimmt sind. Das Heim liegt in einem ca. 16 Morgen grossen, sorgfältig gepflegten Park, unmittelbar an der Strandpromenade und .gewährt von der grossen Terrasse des ersten Stockwerkes einen (prächtigen Ausblick auf das Meer. Die Hochschule hat zur Erfüllung der ihr im Testament für dieses Erbe gemachten Auflage eine akademische Gesellschaft nadi Art eines Klubs errichtet, deren Mitgliedern der Besuch des Heims zusteht. Die Meldung zur Mitgliedschaft erfolgt an das Sekretariat der Akademischen Gesellschaft, Hausmannstiftung, Berlin N 24, Artilleriestr. 14. Jeder Gast war voll Bewunderung. Bei genügender Beteiligung wird das Heim auch an den Feiertagen geöffnet sein. Logenheim in Krummhübel. In herrlidister Lage des Riesengebirges bietet das Heim unter bewährter neuer Leitung Logenbrüdern (U. O. B. B.) und von ihnen empfohlenen Glaubensgenossen idealen Erholungsaufenthalt bei guter, streng ritueller Verpflegung unter Aufsicht von Herrn Rabbiner Emil Breslauer, Breslau. Ein- und Zweibettzimmer mit fliessendem Wasser. Bäder, sdiöne Gesellsdiaftsräume, Damen-, Herren-, Bibliotheks- und Lesezimmer etc. Zeitgemässe Preise. Anfragen erbeten an das Kuratorium des Erholungsheims der Breslauer Logen U. O. B. B., z. Hd. von Herrn Felix Perle, Breslau 6, Striegauerstr. 2. Bund der Junggruppen. In der Nähe von Ilmenau in Thüringen fand vom 5.—6. August der dritte Bundestag des Bundes der Junggruppen im Verband der jüdisdien Jugendvereine Deutschlands statt. Am ersten Tag schien es, als zerrisse die tiefgehende Uneinigkeit, ADLER-APOTHEKE Inh. Apotheker H. Nussbaum «afrV Trierische Gasse 16 (neben Kleinmarkthalle) Jjjfe ^■■HUm^OBGegriindet 1783MMB*naan Sämtl. allopathische, homöopathische u. biochemische Präparate stets auf Lager. Pat. Eigenpräparate: PhiloralpastillenVVoß'scheKatarrbpilleri, Kra-Fluid etcj Prompter kostenloser Versarid nach säm'tl. Stadtteilen und auswärts. TELEFON 25 2 62 roiuii »n—w—m^t