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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1931-08-01 · 12 (8.1931) · p. Seite 381

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
9 (1930-1931)
Issue
12 (8.1931)
Date
1931-08-01
Page
Seite 381 (sequence 19)
Language
German
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381 bände berücksichtigt werden. Der Ausschuss war sich darüber einig, dass auch in der neuen Wahlperiode grundsätzlich nur solche Wohlfahrtseinrichtungen durch den Landesverband subventioniert werden dürften, deren Wirkungskreis über örtliche und provinzielle Interessen hinausgeht. In erster Linie sieht der Ausschuss seine Aufgabe in der finanziellen Unterstützung der zentralen Wohlfahrtsorganisationen, da diesen die Beschaffung von Geldmitteln aus privaten Kreisen besoniers schwer ist, sowie in dein Ausbau der Stipendienfonds. Nur wenige Einzelanstalten und Einrichtungen von anerkannter Gesamtbedeutung konnten subventioniert werden. lieber die Grundsätze, nach denen die Stipendiengelder auf die einzelnen Berufe verteilt werden sollen, fand eine ausführliche Aussprache statt. Mit Rücksicht auf die heutige Lieberfüllung und die geringen Anstellungsinöglichkeiten in den akademischen und sozialen Berufen erschien es geboten, nur lie jenigen jungen Menschen, die hervorragende Eignung und Begabung für diese Berufe mitbringen, zu berücksichtigen und für die Folge den heutigen Notwendigkeiten dadurch Rechnung zu tragen, dass die Hilfsmittel des Landesverbandes auf die Ausbildung zu solchen Berufen konzentriert werden, die wenigstens auf längere Sicht gesehen, eher Aussichten für gute Existenzmöglichkeiteii bieten, besonders auch auf handwerkliche Ausbildung. Ausserdem wurde ein gewisser Betrag für hauswirtschaftliche Ausbildung bewilligt, auch soweit sie nicht auf die Ausbildung zu Anstaltsbeamtinnen hinzielt. Eine Erörterung über den Ausbau des Arbeits nachweis wesens führte zur Bereitstellung eines Betrages, der im wesentlichen zur Unterstützungder bestehenden Arbeitsnachweise im Reich verwandt weiden soll. Im übrigen wurde die Zentralstelle für Arbeitsnachweise gebeten, die notwendigen Unterlagen über die etwaige Notwendigkeit der Errichtung weiterer neuer Arbeitsnachweise und im besonderen auch über das Erfordernis besonderer Kurse für jüdische Erwerbslose zur Fortbildung und zur Erhaltung der Berufsfähigkeit in den Gemeinden zusammenzustellen. Die notwendigen Massnahmen sollen gemeinsam von Zentralstelle und Landesverband getroffen werden. Die Gemeinden sollen in einem Rundschreiben auf die Wichtigkeit nicht nur de.- materiellen, sondern auch der geistigen und seelischen Fürsorge für die jüdischen Erwerbslosen, besonders die erwerbslose Jugend im einzelnen hingewiesen werden. Im Interesse einer gedeihlichen Gemeinschaftsarbeit mit den grossen Zentralorganisationen und gleichzeitig zur Sicherung eines Einflusses des Landesverbandes auf die Verwaltung und Geschäftsführung der subventionierten Anstalten und Organisationen delegierte der Wohlfahrtsausschnss Vertreter in eine Reihe von Anstalten und Organisationen. Die vom Ausschuss bewilligten Subventionen bedürfen noch der Bestätigung durch den Rat. Zionistenkongress. Der 17. Kongress der Zionistischen Weltorganisation tagte unter stärkster Beteiligung vom 30. Juni bis 15. Juli in Basel. Von 241 Delegierten entfielen nach den vorläufigen Feststellungen 81 auf die beiden Hauptgruppen der Allgemeinen Zionisten, 72 auf die Arbeiterpartei, 44 auf die Revisionisten, 34 auf Misrachi, 8 auf die Radikalen und 2 auf andere Gruppen. Im Mittelpunkt des teilweise sehr stürmisch verlaufenen Kongresses standen die Fragen der Leitung und einer Neuformulierung des zionistischen Programms. Nach der letzteren Richtung wurde nach schweren Kämpfen eine allgemein gehaltene Resolution angenommen, die eine Absage an die radikalen Forderungen bedeutet. Welz mann, der bisherige Führer der Bewegung, der nach dem Erscheinen des Weissbuches über die englische Politik in Palästina den Vorsitz der Organisation niedergelegt hatte, schied endgültig aus der Leitung aus, an seiner Stelle wurde N a h u m Sokolow zum Präsidenten der Organisation gewählt. Von den auf dem Kongress gehaltenen Referaten sind hervorzuheben: Dr. Arthur Ruppin über „Probleme der Palästinaarbeit", Brodetzky über „Politische Arbeit", Ussischkin über „Keren Kajemeth", Dr. Hantke über „Keren Hajessod", Felix Rosenblüth über „Organisation", Arlosoroff über „Finanzpolitik", Suprasky über „Handel und Industrie in Palästina". Tagung der Jewish Agency. Im Anschluss an den Zionistenkongress hielt die in dem Mandat für Palästina als Organ der jüdischen Selbstverwaltung vorgesehene Jewish . Agency ihre Tagung ab. Es wurde ein Pauschalbudget von £ 351.000.— angenommen. Zum Präsident wurde Sokolow, zum Ehrenpräsident Barou Edmond de Rothschild und zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats d'Avigdor Goklsmid, gewählt.. Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser. In der am 25. Juni in Hamburg abgehaltenen Mitgliederversammlung wurde u. a. berichtet, dass zurzeit 175 inländische und 242 ausländische Betriebe dem Verein angeschlossen sind, was gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 40 Betrieben bedeutet. Vereins- und Versammlungskalender (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 25. August bei der Schriftleitung vorliegen.) Hinweis. Aus Raumgründen können Vereinsanzeigen nur in beschränktem Umfang aufgenommen werden, insbesondere werden Arbeitsprogramme einzelner Vereine höchstens zweimal jährlich veröffentlicht. Auf einzelne Veranstaltungen wird in der Regel nur dann hingewiesen, wenn sie auch für Nichtmitglieder zugänglich sind. Talmud Thora-Verein. Vereinslokal Synagoge Börneplatz, Büro Theobaldstr. 6. Schule der jüdischen Jugend. Heim: Eschersheimer Landstr. 65 Hebräiseh-Kurse: Montag und Donnerstag 18—19, 19—20, 20—21, 21—22 Uhr. Leiter: A. Abrahamy. Arbeitsgemeinschaften: Geschichte der Juden, die Zeit des zweiten Tempels. Leiter: N. Glatzer — Geschichte der Juden seit der französischen Revolution. Leiter: Dr. Karl Guggenheim. Auskunft erteilt Trude Stern, Fiiedriehstr. 47. Verein Montefiore E. V. Verein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junger Leute, im Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. 1. Vors. Lehrer Alfred Speyer, Baustr. 5, Tel. 56477. Heim: Eschersheimer Landstr. 65. Vorträge, Arbeitsgemeinschaften, Theatergruppe, Bücherausleihe, Wanderungen, Freitagabend-Feiern. Bund jüdischer Pfadfinder (im Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands). Selbsterziehung auf jüdischer Grundlage unter Anerkennung jeder positiv jüdischen Gesinnung. Fahrten und Heimabende Auskunft durch Ernst L ö b, Lindenring 19, Tel. 94711. Jüdisch-liberale Jugendgemeinschaft. Regelmässige Heimabende. Arbeitsgemeinschaften, gesellige Veranstaltungen, religiöse Feiern. Nähere Auskunft: Dr. Hugo Hof fmann, Untermain-Anlage 7. Tel.. 34585. „Kameraden" Deutsch-jüdischer Wanderbund. j Fahrten, Heimabende. Arbeitsgemeinschaften. Ortsgrupj penleitung: Rosel M o h r e r, Oberweg 4, Heim: Eschersl heimer Landstr. 65, II. ,.Kadimah" Bund jüdischer Jugend.! Arbeitsgemeinschaften, Kurse, Heimabende, Fahrten. Sei kretaiiat bei Horst Sonnenfei cl, Eschersheimer Land- | Strasse 84, Tel. 54475, Heim: Eschersheimer Landstr. 65, II. BIMS N-Puder bewahrt Ihren Liebling vorWundsein.

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