Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 9 (1930-1931)
- Issue
- 12 (8.1931)
- Date
- 1931-08-01
- Page
- Seite 372 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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372 Trägers oder Besitzers verloren haben, die auf der Oberfläche ihrer „Haut" Ränder. Flexen, Runzeln besitzen, erweckt der Perlenarzt zu neuem Leben. Er „verjüngt" sie, indem er vorsichtig, mit Hilfe gewisser Chemikalien und einer komplizierten Apparatur die oberste Haut abschält, unter der eine neue blühende Lebensfarbe zutage tritt. Die Perle verliert dadurch etwas an Gewicht. Aber was sie hierdurch an Wert einbüßt, gewinnt sie vervielfacht wieder durch ihren neuen schönen „rose"-farbenen Glanz — das massgebende Kriterium für den Wert einer jeden Perle. Es wurde schon gesagt, dass Perlen, genau wie Lebewesen, dem Einfluss der Jahre unterworfen sind. Ebeuso sind sie dem Einfluss von Wärme und Kälte, von Licht und Luft ausgesetzt. Erhitzt man eine Perle über einen Grad hinaus, den sie knapp noch verträgt, so „stirbt" sie un i wird völlig wertlos. Hier ist dann jede Hilfe des Perlenarztes umsonst. Dass die Körperwärme des Trägers irgendeinen — fördern- Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands Röntgenassistent mit iguter Vorbildung für die Röntgenabteilung unseres Krankenhauses (200 Betten, 7 Abteilungen, grosse Ambulanz) baldigst gesucht. Beworbungen unter Beifügung der üblichen Unterlagen bis zum 20. August 1931 erbeten an Vorstand der Israelitischen Gemeinde, Frankfurt a_ M., Fahrgasse 146. Synagogenplätze Die Erneuerung der Platzkarten für die Gemeindesynagogen erfolgt in diesem Jahre auf folgende Weise: Von Sonntag, den 16. bis einschl. Montag, den 31. August 195 1. Die Frist kann in diesem Jahre nicht verlängert werden. Schriftliche Benachrichtigungen oder Mahnungen zur Abholung der ncdi nicht eingelösten Karten ergehen in diesem Jahre nicht. 1. In der Zeit vom 16. bis einschl. 3 1. August 19 5 1 werdea die Karten für die Haupts'ynagoge, Börnesvrasse, durch Synagogenwart Grünebaum Synagoge am Börneplatz, durch Synagogenwart Mühlfelder, Ostendslr. 31 Westendsynagoge, Freiherr v. Steinstr. 50, durch Synagogenwart Löllbach Synagoge Bockenheim, Schlosstr. 5, durch Synagogenwart Stern einkassiert. Die Gemeindemitglieder werden gebeten, das Geld in der vorgenannten Zeit bereit zu legen, damit sich das Inkasso glatt abwickelt. 2. Synagoge im Krankenhaus der Israel. Ge¬ Gemeinde, Gagernstr. 36. Die Platzkarten werden im Büro des Krankenhauses während der üblichen Bürozeit ausgegeben. 5. Filialgottesdienste. a) Frankfurt-Loge, Eschersheimer Landstr. 27 (konservativer Ritus), b) Suppen ans t a 11, Theobaldstr. 5 (konservativer Ritus), c) Philanthrop in, Hebelstr. 15/19 (liberaler Ritus). Die Platzkarten werden wie in früheren Jahren im Gemeindehaus, Fahrgasse L46, in der Zeit von 10—12 und 16—18 Uhr ausgegeben. Ueber den 3 1. August 1931 hinaus,können in diesem Jahre die Karten nicht reserviert werden. den oder nachteiligen — Einfluss auf die Schönheit der Perle ausübe, und dass Perlen getragen werden müssteu, ist übrigens ein weitverbreiteter Irrtum. Man kann Perlen an jedem beliebigen Ort aufbewahren — nur darf c? kein luftdicht abgeschlossener Raum sein. Das Einkommen des jüdischen Juweliers und •'•»:"..iwerkers, der die kunstvolle Praxis der Perlenbehandluug ausübt, ist recht verschieden und richtet sich ganz danach, wieweit sich das betreffende Objekt durch die Behandlung im Werte steigern lässt. Aber er ist noch nebenbei ein geachteter Juwelenhändler. — Vielleicht ist die Tatsache, dass in einem neuen, eben erst erschlossenen Zweig verfeinertsten Juwelenhandwerks einige Juden als Künstler dieses Handwerks eine hervorragende Stelle einnehmen, der beste Beweis dafür, welche angesehene und grosse Bedeutung auch heute noch unter den Juden das gute Handwerk besitzt. Anträge auf Zuteilung oder Tausch von Platzkarten sind rechtzeitig schriftlich an den Vorstand der betreffenden Synagoge zu richten. Die Neuzuteilung erfolgt ab 1. 9. 1931. Anmeldung von Trauungen. Jede Trauung muss, wenn sie von einem Gemeinderabbiner vollzogen werden solL mindestens zwei Wochen vor dem Termin im Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37, unter Vorlegung der standesamtlichen Papiere und unter Angabe der Zeit und des Ortes der Feier angemeldet werden. Anmeldung von Barmizwa-Knaben. Die Anmeldung für den Barmizwa-Unterricht geschieht für die Gemeindesynagogen im 'Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 57. Die Anmeldung soll mindestens fünf Monate vor der Feier erfolgen; bed geringen Vorkenntnissen ist ihr Anmeldung schon 6 Monate vorher ratsam. Bekanntmachungen des Friedhofsamtes. Meldung von Sterbefällen. Bei vorkommenden Sterbefällen ist umgehende Benachrichtigung des Friedhofsamtes (Fernspr. Zeppelin Sammelnummer 52041) erforderlich. Soweit die behördlichen Formalitäten (ärztlich ausgefüllter Todesschein, Anmeldung beim 'zuständigen Polizeirevier und Standesamt) nicht von den Hinterbliebenen erledigt werden können, wird dies auf Wunsch vom Friedhofsamt besorgt. Die Vorlage dieser Dokumente ist Vorbedingung für die Festsetzung der Beerdigung. Friedhofsgärtnerei. Das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde ist durch die mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestattete Friedhof sgärtnerei in der Lage, sämtliche vorkommenden gärtnerisclien Arbeiten auf den Friedhöfen der Gemeinde auszuführen. Es übernimmt die Neoibepflanz u n g der Grabstätten mit Efeu, Sedum, Immergrün und Blumen, sowie deren dauernde und jahrweise Pflege. Fachmännische Beratung und Kostenberechnungen werden gebührenfrei durch die Friedhofsgärtnerei, Eckenheimer Landstr. 238 (Fernspr. Zeppelin 52041 und 52042) oder durch das Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37, (Fernspr. Hansa 27544) zur Verfügung gestellt. Die Gemeindemitgileder werden gebeten, sich bei Bedarf an Topfpflanzen und Schnittblumen der auf den Friedhöfen'befindlichen Verkaufsstellen zu bedienen. Nähere Auskunft erteilen die Pförtner. Mit Rücksicht auf das Verkaufsverbot am Sonntag werden die Friedhofsbesucher gebeten, ihre Blumenbestellungen bis spätestes Freitag nachmittag in der Friedhofsgärtnered aufzugeben. Auf de in neuen Friedhof an der Eckenheimer Landstrasse werden laut Gemeinde, beschluss alle gärtnerischen Arbeiten in eigener Regie des Friedhofsamts der Gemeinde ausgeführt.