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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1931-07-01 · 11 (7.1931) · p. Seite 344

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
9 (1930-1931)
Issue
11 (7.1931)
Date
1931-07-01
Page
Seite 344 (sequence 8)
Language
German
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344 Bekanntmachungen des Friedhofsamtes. Meldung von Sterbefällen. Bei vorkommenden Sterbefällen ist umgehende Benachrichtigung des Friedhofsamtes (Fernspr. Zeppelin . Sammelnummer 52041) erforderlich. Soweit die behördlichen Formalitäten (ärztlich ausgefüllter Todesschein, Anmeldung beim zuständigen Polizeirevier und Standesamt) nicht von den Hinterbliebenen erledigt werden können, wird dies auf- Wunsch vom Friedhofsamt besorgt. Die Vorlage dieser Dokumente ist Vorbedingung für die Festsetzung der Beerdigung. Friedhofsgärtnerei. Das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde ist durch die mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestattete Friedhofsgärtnerei in der Lage, sämtliche vorkommenden gärtnerischen Arbeiten auf <len Friedhöfen der Gemeinde auszuführen. Es übernimmt die Neubepflanzung der Grabstätten mit Efeu, Sedum, immergrün und Blumen, sowie deren dauernde und jähr weise Pflege. Fachmännische Beratung und Kostenberechnungen werden gebührenfrei durch die Friedhofsgärtnerei, Eckenheimer Landstr. 258 (Fernspr. Zeppelin 52041 und 52042) oder durch das Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37, (Fernspr. Hansa 27544) zur Verfügung gestellt. Die Gemeindemitgileder werden gebeten, sich bei Bedarf an Topfpflanzen und Schnittblumen der auf den Friedhöfen befindlichen Verkaufsstellen zu bedienen. Nähere Auskunft erteilen die Pförtner. Mit Rücksicht auf das Verkaufs verbot am Sonntag werden die Friedhofsbesucher gebeten, ihre Blumenbestellungen bis spätestes Freitag nachmittag in der Friedhofsgärtnerei aufzugeben. Auf dem neuen Friedhof an der Eckenheimer Landstrasse werden laut Gemeinde, beschluss alle gärtnerischen Arbeiten in eigener Regie des Friedhofsamts der G*emeinde ausgeführt. Gesangskräfte gesucht. Für den liberalen Filialgottesdienst im Philantbropin werden zu den kommenden hohen Feiertagen musikalisch gebildete Damen und Herren gesucht. Meldungen an den Chorleiter, Herrn Kapellmeister Mor. Meier, Sömmeringstrasse 101. erbeten. Sprechstunden der Genieinderabbiner. Rabbiner Dr. Hoffmann, Börneplatz 16, Fernspr. Hansa 22024, 15—16 Uhr Rabbiner Dr. Ho r o v i t z, Staufenstr. 50, Fernspr. Maingau 77 965, 15—16 Uhr (außer Montag) Rabbiner Dr. Lazarus, Friedrichstr. 29 Fernspr. Maingau 79 482, 15—16 Uhr Rabbiner Dr. Salzberger, Eschersheimer Landstr. 67, Fernspr. Zeppelin 56 920, 16—17 Uhr. Rabbiner Dr. Seiigmann, Böhmerstr. 9 part. Fernspr. 51184, 17—18 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephonisch vereinbart werden Gemeindebibliothek (Börnestrafie 54). Bücherausleihe: Montag bis Donnerstag 12—13, 16—17 Uhr, Freitag 12—15 und Sonntag 9—10 Uhr. Lesezeiten: Samstag und Sonntag 10.50—13 Uhr, Samstags 15.50—18 Uhr. Die Gemeindemitglieder werden gebeten, von den reichen und vielseitigen Beständen der Bibliothek, vor allem auf dem Gebiet der neuesten populärwissenschaftlichen und Unterhaltungsliteratur, regen Gebrauch zu machen. Auch Bücherspenden sind erwünscht. Museum jüd. Altertümer, Fahrgasse 146. Gesellschaft zur Erforschung jüd. Kunstdenkmäler E. V. Besuchszeiten: Sonntags vorm. 10—1 Uhr und Werktags nachm. 3—4 Uhr. Die Kiultabteilung des Museums jüdischer Altertümer ist völlig neu aufgestellt und durch eine Reihe neuer Gegenstände erweitert. Die neue Ausstellung kann nunmehr besichtigt werden. Für größere Gruppen, Vereine und Schulen empfiehlt sich die Besichtigung möglichst außerhalb . der offiziellen Oeffnungszeiten nach vorheriger telephonischer oder persönlicher Anmeldung. Eine Anzahl Postkarten mit Abbildungen von besonders interessanten Stücken im Museum sind jetzt neu herausgekommen und beim Pförtner zum Verkauf ausgelegt. Preis für 1 Karte 10 Pfg., für die Serie mit 6 Karten 50 Pfg. Zuwendungen. Durch Vermittlung von Herrn Dr. med; J. Horovitz hat Ihre Excellenz Frau Geheimtat Hedwig Ehrlich der Bibliothek des Krankenhauses eine grosse Zahl wertvoller Werke aus der wissenschaftlichen Bibliothek von Paul Ehrlich als Geschenk zugewiesen. Eine besonders reichhaltige Zuwendung erhielt die Gemeindebibliothek aus dem Nachlass des Herrn Prof. Dr. Robert D r e y f u s s, der auch zu Lebzeiten dieser Institution sein lebendiges Interesse stets bekundet hatte. — Ausserdem erhielt die Gemeindebibliothek noch Bücherspendeiv von Frau Alexander Giesen und den Herren Bürodirektor I. Meyer und Dr. Ernst Blau. Herr Heinrich Eisema'nn schenkte dem Museum jüdischer Altertümer ein Exemplar des von ihm anlässlich der Soncino-Tagung herausgegebenen Spendendruckes: Bartholomaeus Kaiser, Deutsch-Hebräisches Flugblatt um 1515. Sdiluss der amtlichen Anzeigen. Aus der Gemeindevertretung Sitzungsbericht von L. L e r n e r. Sitzung vom 10. Juni 1951. In Anwesenheit von 30 Mitgliedern der Gemeindevertretung und 6 Mitgliedern des Vorstands eröffnet der _ Vorsitzende, Herr Dr. Richard Merzbach, die Sitzung. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt er mit rühmenden Worten des verstorbenen Herrn Isaac M. Mainz. Die Anwesenden haben sich zu Ehren des Verstorbenen von ihren Sitzen erhoben. — Der Vorsitzende gedenkt ferner des 70. Geburtstags des Vorstandsmitglieds, Herrn Direktor Eduard Oppenheim und teilt mit, dass dem Vorsitzenden des Vorstands, Herrn Justiz rat Dr. Blau, anlässlich seines 70. Geburtstags von der Gemeindevertretung eine Glückwunschadresse, unterschrieben von den Vorsitzenden der Gemeindevertretung und den drei Fraktionsführern übersandt wurde. Er möchte jedoch Herrn Justizrat Dr. Blau nochmals in aller Oeffentlidikeit den Dank der Gemeindevertretung und. die besten Glückwünsche zum x\usdruck bringen. Die von den Herren Cohen und Felix Meyer geprüfte Jahresrechnung für 1929/30 wurde genehmigt. Ferner wurden zwei Vorlagen des Vorstands betr. Ueberlassung von Räumen im Anwesen Gervinusstrasse 8 an die Mensa Academica Judaica unter noch näher festzusetzenden Bedingungen und Anschaffung eines kleinen Lastkraftwagens für die Friedhofsgärtnerei angenommen. Die Elsa t z~w ahlen für den Gemeindevorstand werden auf Antrag des Herrn Rechtsanwalt Simon vertagt. Der Vorsitzende ersucht dringend, dafür zu sorgen, dass in der nächsten Sitzung die Wahlen vorgenommen werden können. — In die Kommission für Unterrichts- und Erziehungswesen wird Herr R.-A. Dr. Nathan Rosenthal gewählt. Zur Beratung gelangt sodann der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1951/52. Es liegen vor: der Etatentwurf nebst Erläuterungen, der Beridit der gemischten Finanzkommission, erstattet von ihrem Vorsitzenden Dr. Geiger, und die Beschlüsse des Vorstands zum Etat vom 11. Mai 1951. Sämtliche Materialien sind den Mitgliedern der Gemeindevertretung im Umdruck zugegangen. Ausserdem liegen vor die Spezialetats des Krankenhauses, des Philanthropins, der Jüdischen Wohlfahrtspflege und einer Anzahl wei- . terer von der Gemeinde subventionierten Anstalten und Einrichtungen. Direktor Eduard Oppenheim dankt für die ihm entbotenen Glückwünsche und macht sodann namens des Vorstands, dessen Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende von Frankfurt abwesend sind, einige grundsätzliche Ausführungen zum Haushaltsplan. Zunächst bezeichnet er es als wünschenswert, die Vorberatung des Etats derart zu beschleunigen, dass die Verabschiedung zu Beginn des Rechnungsjahres möglich sei. Die gesamte Etatsumme sei im Ordinarium gegenüber dem Vorjahr um nicht weniger als RM. 228.211.— gesenkt, ein Beweis dafür, mit welcher äussersten Sparsamkeit der diesjährige Etat aufgestellt worden sei.'Die Möglichkeiten einer weiteren Senkung seien dadurch beschränkt, dass ein erheblicher Teil der Ausgaben als zwangsläufig bezeichnet werden müsse. Bei den Besoldungen werde die Durdiführung der 2. Notverordnung wiederum eine nidit unbeträditUdie Ermässigung bringen. In den Angelegenheiten des Philanthropins werde zurzeit zwischen Vorstand und Sdiulrat übe?- eine Neuregelung verhandelt, wobei der Vorstand den dringenden Wunsch habe, diese Verhandlungen möglichst zu besdileunigen. Besonders schmerzlich sei

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