Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 9 (1930-1931)
- Issue
- 10 (6.1931)
- Date
- 1931-06-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3094266-3094360-3094370--2835-3097588- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Svantfuttcv 3fcadWftf)es <$emrtni>ef>tott &mttttbts> <&vgan btt ZtfvatMfäen <8tmtinbt Die Gemeindemitglieder erhalten das Blatt unentgeltlich. Preis der Einzelnummer 50 Pfg. y Zustellung durch die Post. Fernsprecher: Hansa 27544. Postscheckk.: Frankfurt a. M. 33521 Schriftleilung und Verwaltung: Fahrgasse 146 Anzeigenpreis für die 6-gespaltene Nonpareillezeile 40 Pfg. im Text und auf den Umschlagseiten 60 Pfg. / Bei Wiederholungen Rabatt. / Anzeigenverwaltung: Gemeindehaus Fahrgasse 146 Erdgeschoß. 9. Jahrgang Frankfort a. M., Juni 1931 Nr. 10 Die Schriftleitung übernimmt für den Inhalt des Gemeindeblatts nur die preßgesetzliche Verantwortung. Nachdruck nur mit Erlaubnis gestattet. Herr Justizrat Dr. Blau, der Vorsitzende des Vorstands der Gemeinde, feiert am 31. Mai fern von Frankfurt seinen 70. Geburtstag. Seinem ausdrücklichen Wunsch entsprechend unterbleiben alle offiziellen Ehrungen. Auch das Gemeindeblatt, das ganz besonderen Anlass dazu hätte, muss es sich leider versagen, Wirken und Persönlichkeit des Führers der Gemeinde eingehend darzustellen. Wir beschränken uns darauf, die GlUckwunschadresse abzudrucken, die der Gemeindevorstand an seinen Vorsitzenden gerichtet hat: Hochgeehrter Herr Justizrat, Ihrem so dringend geäusserten Wunsch, Ihren siebzigsten Geburtstag in voller Zurückgezogenheit begehen zu können, mussten wir uns fügen, und wir haben daher von jeder Feier in grösserem Rahmen abgesehen. Eskann uns aber nicht verwehrt sein, in unserem engeren Kreis dieses Tages zu gedenken und dabei den uns allen bewegenden Gefühlen Ausdruck zu geben. Wenn Sie am 3U Mai auf Ihren Lebensweg zurückblicken, so werden neben den Bildern aus Kindheit und Jugend, neben der Erinnerung an frohe und Nach einem Gemälde von Jakob Nassbaum Eigentum der Israelitischen Gemeinde leidvolle Erlebnisse, die Jahrzehnte Ihrer Arbeit für unsere Gemeinde und für die jüdische Gemeinschaft leuchtend hervortreten. Schon als junger Assessor haben Sie begonnen, sich der Gemeinschaftsarbeit zu widmen und Sie sind auf dieser Bahn von Stufe zu Stufe emporgeschritten bis zu der Höhe, von der Sie jetzt auf ein ungewöhnliches und gesegnetes Wirken zurückschauer' dürfen. Von elterlicher Liebe sorgsam vorbereitet, haben Sie niemals das Vorbild des reichen jüdischen Lebens Ihrer Heimatprovinz aus den Augen verloren. Ihre