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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1930-12-01 · 4 (12.1930) · p. Seite 120

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
9 (1930-1931)
Issue
4 (12.1930)
Date
1930-12-01
Page
Seite 120 (sequence 30)
Language
German
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Bekanntmachungen des Fricdliofsanitcs. Meldung von älcrbefallcu. Bei vorkommenden Sterbefällen ist umgehende Benadiriditiguiig des Friedhofsanites (Feruspr. Zeppelin Saminelnuniuier 520-il) erforderlich. Soweit die behördlichen i urinalitaicn (ärztlich ausgeluilter 'iodesschein, Anmeldung beim zuständigen Polizeirevier und Standesamt Jmdit von den Hinterbliebenen erledigt werden können, wird dies auf Wunsch vom Friedhof samt besorgt. Die Vorlage dieser Dokumente ist Vorbedingung für die Festsetzung der Beerdigung. Friedhofsgärtnerei. Das r/riedhofsamt der Israelitischen Gemeinde ist durch die mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestattete Friedbofsgärtnerei in der Lage, sämllidie vorkommenden gärtnerischen Arbeiten auf den Friedhöfen der Gemeinde auszuführen. Es übernimmt die Neubepflanz u u g der Grabstätten mit Efeu, Sedum, Immergrün und ßiunien, sowie deren dauernde und jähr weise Pflege, radimännisdie Beratung und Kostenberechnungen werden gebührenfrei durch die Friedhofsgärtnerei, Eckenheinier Laudstr. 258 (Feruspr. Zeppelin 52U41 und 52042) oder durdi das Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37, (Fernspr. Hansa 27544) zur Verfügung gesteift Die Gemeiudemitglieder werden gebeten, sich bei Bedarf an Topfpflanzen und Schnittblumen der auf den Friedhofen befindlidien Verkaufsstellen zu bedienen. Nähere Auskunft erteilen die Pförtner. Mit Rücksicht auf das Verkaufs verbot am Sonataz werden die Friedhofsbesudier erebeten, ihre Blumenbestellungen bis spätestens Freitag nachmittag in der Friedhofsgärtnerei aufzugeben. Auf dem neuen Friedhof an der Eckenheimer Landstrasse werden laut Gemeindebeschluss alle gärtnerischen Arbeiten in eigener Regie des Friedhofsamts der Gemeinde ausgeführt Nagelung der Särge auf dem Friedhof. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Gemeindemitglieder, dass nadi einem Beschluss der Beerdigungsbrüderschaften vom 8. November d. J. die Nägel nicht mehr unter die Teilnehmer an der Beerdigung verteilt werden, sondern dass das Nageln der Särge ausnahmslos von den Mitgliedern der beiden Brüderschaften vorgenommen wird. GcsangskräHe gesucht. Für den liberalen Filialgoltesdienst im Philarthrnpin werden zu den kommenden hohen Feiertagen musikalisch gebildete Damen und Herren gesudit. Meldungen an den Chörleiter, Herrn Kapellmeister Mor. Mcicr, Sömmeringstrasse 101. erbeten. Sprechstunden der Gemeinderabbiaer. Rabbiner Dr. 11 offmann, Börueplatz 16, Fernspr. Hansa 22U2't, 15—lü Uhr Rabbiner Dr. 11 o r o v i t z, Staufenstr. 30, Fernspr. Maingau 77 963, 15—16 Uhr (außer Mittwoch) Rabbiner Dr. Lazarus, Cronberger Str. 30, Fernspr. Maingau 79 4S2, 15—16 Uhr Rabbiner Dr. Salzberge r, Eschersheiiner Landstr. 67, Fernspr. Zeppelin 56 920, 16—17 Uhr. Rabbiner Dr. Seligmann, Friedrichstr. 29, Fernspr. Maingau 71 124, 17—18 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephonisch vereinbart werden. Gemeindebibliothek (Börnestraße 54). Bücherausleihe: Montag bis Donnerstag 12—13, 16—17 Uhr, Freitag 12—13 und Sonntag 9—10 Uhr. Lesezeiten: Dienstag und Donnerstag 19—21 Uhr, Samstag und Sounlag 10.30—13, Samstag 13.30—18 Uhr. Die Gemeindemilglieder werden gebeten, von den reidten und vielseitigen Beständen der Bibliothek, vor allem auf dem Gebiet der neuesten populärwissenschaftlidien und Unterhaltungsliteratur, regen Gebrauch, zu machen. Auch Büdierspenden sind erwünscht. Museum jüd. Altertümer, Fahrgasse 146. Gesellsdiaft zur Erforschung jüd. Kunstdenkmäler E. V. Besuchszeiten: Sonntags vorm. 10—1 Uhr und Werktags nachm. 5—4 Uhr. Die Kultabteilung des Museums jüdisdier Altertümer ist völlig neu aufgestellt und durch eine Reihe neuer Gegenstände erweitert. Die neue Ausstellung kann nunmehr besiditigt werden. Für größere Gruppen, Vereine und Sdiulen empfiehlt sich die Besiditigung möglidist außerhalb der offiziellen Ocffnungszeiten nach vorheriger telephonischer oder persönlicher Anmeldung. Eine Anzahl Postkarten mit Abbildungen von besonders interessanten Stücken im Museum sind jetzt neu herausgekommen und beim Pförtner zum Verkauf ausgelegt. Preis für 1 Karte 10 Fig., für die Serie mit b Karten 5U Pfg. Zuwendungen. Der Bibliothek wurden Bücher spenden von den Herren Dr. Eduard Baerwald, Dr. Ernst Blau, Dr. Arnold Lazarus, Dr. Eugen Mayer und Regierungsbaumeister Fritz Nathan überwiesen. Herr Karl Bendit stiftete sieben silberne Täfeichen für die Westendsynagoge. _Scfiluss der amtlichen Anzeigen._ An die Leser! In jeder Nummer des Gemeindeblatts sind viele leistungsfähige Firmen mit Anzeigen ihrer Erzeugnisse verzeichnet. Unsere Gemeindemitgueder bitten wir, das Gemeindeblatt dadurch zu fördern, daß sie bei Einkäufen, bei Vergebung von Arbeiten und dergleichen unsere Inserenten berücksichtigen und hierbei auf die Anzeigen in unserem Blatt Bezug nehmen. Aus der Gemeindevertretung Sitzungsbericht von Bürodirektor I. Meyer. Sitzung vom 12. November 1930. In Anwesenheit von 4 Mitgliedern des Vorstands und 25 Mitgliedern der Gemeindevertretung eröffnete der Vorsitzende, Herr Dr. Richard Merzbach, die Sitzung. Er gedenkt zunächst des verstorbenen Beerdigungskomuiissars, Herrn Saly Adler, weldier der Gemeinde viele Jahre in aufopfernder Weise gedient und seinen verantwortungsvollen Dienst mit besonderem Takt versehen habe. Die Gemeindevertretung werde das Andenken dieses, bewährten Beamten in Ehren halten....... Ferner gedenkt der Vorsitzende des heimgegangenen Mitglieds und zeitweiligen Vorsitzenden des Vorstands-der Hauptsynagoge, Herrn Samuel Freudenberger. Er hebt die Verdienste hervor, welche sich, der Verstorbene um die Gemeinde in langjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit' erworben hat und würdigt die Achtung gebietende Persönlichkeit des Heimgegangenen, - der sich weit über Frankfurt hinaus grosser Beliebtheit erfreute. Die. Gemeindevertretung werde seiner nidit vergessen. Die Anwesenden hatten sich zu Ehren der Dahingeschiedenen van ihren Sitzen erhoben. Es wird nunmehr in die Beratung der vorliegenden Vorlagen eingetreten. Die Wahl von Ersatzmitgliedern in den Gemeindevorstand wird vertagt. Mit der .Prüfung der vorgelegten Jahresrechnung für 1928/29, sowie der K r an k e n - h a u s r e c h n u n g für 1929/50 werden die Herren Albert Cohen und Felix Meyer betraut. -Von dem Bericht des Gefängnisseelsorgers für die Zeit vom 1. April bis 50. September wird Kenntnis genommen. Die infolge der neu gesdiaffenen Krankenhausordnung notwendig gewordene 'Neuwahl des Krankenhauspflegamts wird vertagt. Es sind eine Anzahl von Widmungen und Spenden zu ver. zeidmen: von den Herren Julius Bloch und Emil Carl Oppenheimer gemeinschaftlich ein gerahmtes Relief von Börne, von Frau Justizrat Kallmann eine künstlerisch ausgeführte Glückwunsdiadresse an Rabbiner Leopold Stein, von Herrn Willy Hess durch Vermittlung des Herrn Rabbiners Dr. Lazarus Autogramme von Cremieux, Berthold Auerbach und Dr. Gustav Karpeles, von Herrn Julius .Goldschmidt eine Pultdecke für die Synagoge am Börneplatz. Der Vorsitzende spricht den Stiftern den Dank der Gemeindevertretung aus. \ Eine Vorlage betr. die Angleichung des in der Gemeindeverfassung vorgesehenen Wahlalters, an das Wahlalter für die Wahlen zum Preussischen Landesverband wird der Verfassungskommission zur Vorberatung überwiesen. Eine Eingabe des Mädchenklubs betr. die Erhöhung der für das laufende Jahr bewilligten Subvention wird nach kurzer Debatte, in welcher grundsätzlidi zum Ausdruck kommt, dass über die etatmässig für die Unterstützung der Jugendorganisationen bewilligten Beträge in diesem Jahr nicht hinausgegangen werden könne, zur nochmaligen Beratung der Verteilungskommission überwiesen. Eine längere Ausspradie verursadite die Interpellation des Herrn Dr. Frenke! namens der Fraktion der jüdisdien Volkspartei, weldie den Vorstand darauf aufmerksam madit, dass die Preise gewisser ritueller Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Milch, Pessachwaren, stark überhöht sind

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