Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 9 (1930-1931)
- Issue
- 3 (11.1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- Seite 73 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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73 ginnen am 28. Oktober. Sprechstunde Montag und j Donnerstag 19 bis 20 Uhr im Jugendheim, Eschersheimer Landstrasse 65 IL, woselbst auch das Verzeichnis der Veranstaltungen zu erhalten ist. j Ez Chajim. j Das Winterhalbjahr hat begonnen. Anmeldungen i für unsere Anstalt, die täglich einen je 1—2stündigen Unterj rieht für Schüler und Schülerinnen aller Altersstufen in 1 allen Zweigen des hebräischen Wissens erteilt, werden noch, in der Anstalt Hermesweg 5—7 am Montag, den 3. und Dienstag, den 4. November 1930 entgegengenommen. Warnung. j Ein „Bund zum Schutze des Judentums'* mit dem Sitz in Mühlheim a. M., vertreten durch seine Vorstandsmitglieder Peter Kemmererjr. und D. Krauss, beide in M., versucht in den letzten Wochen durch Flug- | blätter und persönliche Besuche Anhänger und Mittel zu j sammeln, um „eine grosszügige Aufklärungskampagne über ' ganz Deutschland einzuleiten und dem hetzerischen Treiben j gewisser Kreise" entgegenzutreten. Die Vorstandsmitglieder j Kemmerer und Krauss berufen sich bei ihrer Werbung auf! die Herren Gemeinderabbiner Dr. Hoffmann, Dr. Max Mainj zer und Dr. Martin Marx in Frankfurt a. M., ohne hierzu ermächtigt zu sein. Im Gegenteil hat Herr Gemeinderabbiner Dr. Hoffmann die Werber an den „Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" verwiesen, dessen Ortsgruppe Frankfurt a. M. trotz aller Versuche bis heute keine befriedigende Erklärung über die Tätigkeit des „Bundes zum Schutze des Judentums" und die Verwendung der gesammelten Gelder erhalten konnte. Auch der „Vereinzur Abwehr des Antisemitismus", der sich durch seinen Frankfurter Vorstand an den Bund gewandt hat, ist ohne jede Erklärung geblieben. Die Unterstützung des „Bundes zum Schutze des Judenttims" kann daher von unserer Seite nicht empfohlen werden. Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Ortsgruppe Frankfurt a. M. Jüdischer Friedensbund. Der unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Buber stehende Jüdische Friedensbund, Ortsgruppe Frankfurt a. M., hält im Rahmen seiner Aufgaben drei Arbeitsgemeinschaften, die im November beginnen werden. Interessenten — auch Nichtmitglieder des Jüdischen Friedensbundes — werden hierdurch zur Teilnahme aufgefordert, und zwar werden sie gebeten, sich entweder bei den Leitern der einzelnen Arbeitsgemeinschaften oder bei der Schriftführerin des Bundes, Frl. Edith Falk, Bornwiesenweg^ 34, Tel. 36057, baldmöglichst anzumelden. Der jeweilige Versammlungsort wird den Teilnehmern noch bekanntgegeben. Die Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften ist kostenlos. 1) Pazifismus, Völkerrecht und auswärtige Politik. Leiter: Herr Dr. Morgenthau, Hansa- Allee 7, Tel. 54191. Die Zeit wird noch bekanntgegeben. 2) Wirtschafts prob lerne und Friedensidee. Leiter: Herr Leopold Merzbach, Fellnerstr. 7, Tel. 25259. Jeden ersten Dienstag im Monat. 21 Uhr, beginnend am tl. November. 3) E r z i e h u n g s p r o b l e m e im J ü d i s c h e n F r i edens bund. Leiter Herr Dr. Max S e e l i g, Günthersburg-Allee 55, Tel. 43610. Jeden zweiten Mittwoch im Monat, 2014 Uhr, beginnend am 12. November. Gemeinnützige jüdische Eheanbahnungsstelle. Am 21. September 1930 fand die Generalversammlung des Vereins statt, in welcher der Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr erstattet wurde. Bis zum 31. Dezember 1929 gingen 250 Anmeldungen von Männern und 736 von Frauen ein. Die Anmeldungen erfolgten aus allen Teilen Deutschlands, zum Teil auch aus dem Auslande. Die verschiedensten Berufe und die verschiedensten wirtschaftlichen und sozialen und alle religiöse Richtungen sind unter den Anmeldungen zu finden. Bis zum 51. Dezember 1929 wurden I2S Anbahnungen in die Wege geleitet, deren Zahl stieg bis zum September 1930 auf 529. War eine Anbahnung erfolglos, so wurden sofort, wenn geeignete Bewerber und Bewerberinnen vorhanden waren, weitere Vorschläge gemacht. Die Arbeit der EA ist mit erheblichen Schwierigkeiten verknüpft, die einerseits auf die spezifische Einstellung der Juden zur Ehe, andererseits auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Zeit zurückzuführen sind. Dass die Zahl der xVnmeldungen der Männer viel geringer ist, wie die der Frauen, beruht zum Teil auf den Kriegsverlusten. Die Die durch Fusion vereinigten Hypothekenbanken PreuBische Pfandbrief-Bank, Berlin - Preußische Central-Bodenkredit A.G., Berlin haben ihre GENERAL -AGENTUR für FRANKFURT A. M. / HANAU A. M. / OFFENBACH A. M. Herrn SALI KAUFMANN, Frankfurt a. M., Zeil 119 übertragen. Ich nehme nunmehr Anträge auf Gewährung 1. HYPOTHEKEN bei sofortiger Auszahlung für die nunmehr firmierende Preime Ceniral-Boflen» und «riei-BfliiK fl. 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