Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1930-08-01 · 12 (8.1930) · p. Seite 481

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
8 (1929-1930)
Issue
12 (8.1930)
Date
1930-08-01
Page
Seite 481 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3094266-3094348-3094359--2461-3097208
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

481 bei den zuständigen Stellen begründete Aussicht besteht. Es soll unter allen Umständen vermieden werden, dass der neue Versuch, die deutschen Juden in einen Reichsverband zusammenfassen, wiederum durch unvorhergesehenen Widerspruch massgebender Stellen zum Scheitern gebracht wird. Als eine weitere für das gesamte deutsche Judentum äusserst bedeutungsvolle Frage wurde angesichts der .ständigen Abnahme der jüdischen Bevölkerung die Durchführung einer zweckmässigen Bevölkerungspolitik bezeichnet. Die Schwierigkeiten durch geeignete Massnahmen eine Besserung herbeizuführen, wurden nicht verkannt. Es wurde den am 24. Februar 1929 durch die von dem Preussischen Landesverband einberufene bevölkerungspolitische Konferenz gefassten Beschlüssen grundsätzlich zugestimmt und ihre Verwirklichung in die Wege geleitet. Die äusserst misslichen Verhältnisse in den kleinen Landesverbänden, die zum Teil nur eine geringe Zahl Seelen umfassen und deshalb kaum als leistungsfähig angesehen werden können, wurden aufs neue besprochen. Es wird erforderlich sein, dass mehrere kleine Verbände sich zusammentun oder Anlehnung an einen der grossen Verbände suchen, die bereit sind, nach ihren besten Kräften dazu beizutragen, das jüdische Leben auch in den kleinen deutschen Ländern zu erhalten und zu stärken. Die Versammlung beschäftigte sich noch mit einer Reihe weiterer Angelegenheiten, von denen insbesondere die Frage einer wirksamen Unterstützung des für die Ausbildung konservativer Lehrer unentbehrlichen Seminars in Würzburg hervorgehoben sei. Dieses ist als Reichsanstalt anzusehen; seine Erhaltung liegt daher allen Landesverbänden ob. Die Vertretung der Landesverbände auf dem Ende August in Berlin zusammentretenden Kongress des Weltverbandes Schomre Schabbos wurde als wünschenswert bezeichnet. Als Vertreter der Reichsarbedtsgemeinschaft in dem Kuratorium, welches unter Führung der Berliner Jüdischen Gemeinde zur Verwaltung der bisher dem Deutsch-Israelitischen Gemeindebund gehörigen Fürsorgeanstalten sich gebildet hat, wurde Kammergerichtsrat Wolff gewählt. Wohlfahr tsausschuss. Am 22. Juni 1930 tagte zu Berlin unter dem Vorsitz von Landgerichtsrat Dr. Lilienthal der Wohlfahrtsausschuss. In vielstündigen eingehenden Beratungen wurden die im Etat des Landesverbandes für Wohlfahrtszwecke eingesetzten Mittel verteilt. Mit Rücksicht darauf, dass die Endsumme in diesem Jahre gegenüber dem Vorjahre gekürzt werden musste, konnten nur in Ausnahmefällen neue Verbände und Organisationen bedacht werden; darüber hinaus musste sogar eine Reduktion verschiedener laufender Subventionen eintreten. Mehr als je erschien daher äusserste Konzentration der Mittel geboten. Es wurden grundsätzlich nur solchen Organisationen, Anstalten und Verbänden Unterstützungen gewährt, deren Wirkungskreis ein umfassender ist und über örtliche Interessen hinausgeht. Aus demselben Grunde sollen die Stipendien für hauswirtschaftliche Ausbildung in Zukunft auf solche Fälle beschränkt werden, in denen sich junge Mädchen zu Haushaltungslehrerinnen oder zur Tätigkeit in Heimen usw. ausbilden wollen. — Von Einzelheiten dürfte noch von Interesse sein, dass allen Gemeinden die Anstellung hauptamtlicher Sozialbeamtinnen dringend empfohlen werden soll. Dabei wird darauf hingewiesen, dass diese Anstellung, über deren Notwendigkeit kaum ein Zweifel bestehen dürfte, die Gemeinden auch finanziell nicht belastet da die Ausgabe füv das Gehalt der Beamtin durch Ersparnisse auf allen möglichen Gebieten wieder eingebracht werden dürfte. Bei verschiedenen Gelegenheiten befasste sich der Ausschuss mit der Notwendigkeit einer einheitlichen Gestaltung der jüdischen Wohlfahrt s arbeit. Es wurde in Aussicht ge- 'l^'teiUiaftet'e § Strümpfe f nukt denkbar Original Remberg Riesen-Farben-Auswahl Gold- .Silber- Stahl-Stempel 2.95 2.75 1.95 Gemeindemitglieder bedient Euch zur Gräberpflege der mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestatteten Friedhofsgärtnerei der Israelitischen Gemeinde. Sie übernimmt die Neubepflanzung von Grabstätten in jeder gewünschten Art, sowie die jahrweise und dauernde Pflege. Lieferung von Kränzen, sowie von Topfpflanzen und Schnittblumen für alle Gelegenheiten. Bestellungen durch das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde, Zeppelin 52041 oder direkt in der Gärtnerei, Eckenheimerlandstrasse 238. CllbaeUS-NitSChe»"« Biebergasse 7 Telefon l^C^t © i Z TO 9 R \ © I zu neuen niedrigen Preisen Nr. 26225 Umarbeitungen, Verlängerungen erbitte frühzeitig.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.