Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 8 (1929-1930)
- Issue
- 10 (6.1930)
- Date
- 1930-06-01
- Page
- Seite 402 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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402 Bericht über den israelitischen Religionsunterricht in Frankfurt a. Main über das Schuljahr 1929/30. (Auszug) Von Gemeinderabbiner Dr. Arnold Lazarus. Im Gegensatz zu den bisherigen Gepflogenheiten wird dieser Beridit erst am Ende des Schuljahres gegeben, um die volle Uebersicht über das Ganze zu gewinnen. Die Statistik über die Schüler, auf die weiter unten eingegangen werden soll, hat als Stichtag wieder den 15. Mai. Die Angaben über die Verteilung des RU. auf die Lehrpersonen und Schulen entstammen der zweiten Hälfte des Winterhalbjahrs. Als wesentlich seien folgende Tatsachen angeführt. Von der Stadt angestellte Lehrkräfte sind im ganzen 15 tätig. Und zwar für Volks- und Mittelschulen 13 5 Lehrer + 8 Lehrerinnen, für höhere Schulen 2 Lehrerinnen. Von der Gemeinde angestellte Lehrkräfte sind in einer Gesamtzahl von 18 Personen im Religionsunterricht tätig. Unter ihnen sind 16 Lehrer (11 Akademiker + 5 Seminariker) und 2 Lehrerinnen. Subventioniert werden von der Gemeinde noch eine männliche und eine weibliche Lehrkraft. Im ganzen sind also 35 Lehrkräfte tätig, dazu treten noch die am Philanthropin wirkenden Lehrer und Lehrerinnen. Von besonderen Vorgängen in der Lehrerschaft sei hervorgehoben das Hinscheiden des um die Sache unseres Religionsunterrichts so hochverdienten Rabbiners Dr. May, der am 29. Mai 1929 von seinem langen schweren Leiden erlöst worden ist. Die religionspädagogische Bedeutung dieses unvergesslichen Mannes ist seinerzeit mehrfach und nachdrücklich geschildert worden. Es erübrigt sich darum 4n diesem Bericht mehr auf seine Leistungen und Erfolge einzugehen. Im Auftrage des Vorstands der Israelitischen Gemeinde hat der Referent bei der Bestattungsfeier den innigen Dank der Unterrichtsverwaltung der Gemeinde zum Ausdruck gebracht In der letzten Zeit der Krankheit des Herrn Dr. May hat Herr Dr. Köhler ihn bis Ostern 1929 und von da ab bis Herbst 1929 Herr Dr. Theodor Guttmann in der Musterschule vertreten, bezw. den verwaisten Unterricht übernommen. Den Herren sei an dieser Stelle für ihre Bemühungen der Dank ausgesprochen. Mit Wirkung vom 15. Oktober 1929 übernahm dann den Unterricht in der Musterschule Herr Rabb.-Kandidat Dr. Moses König, der seit dem genannten Zeitpunkt provisorisch von der Gemeinde mit der Verpflichtung angestellt ist, bis zu 15 Stunden im Auftrag der Gemeinde, sowie auch im Dienste der hiesigen Israelitischen Religionsschule zu unterrichten. Ferner wurde Herr Kantor Moses Hes am 1. Mai 1929 von der Gemeinde angestellt, der wöchentlich 15 Pflichtstunden zu erteilen hat. Im Laufe des Jahres wurden ihm solche in der Fröbelschule, in der Holzhausenschule, in der Ludwig Richter-Schule in Eschersheim und im Westendheim in Ginnheim zugewiesen. Von längeren Erkrankungen der Lehrkräfte seien verzeichnet die des Herrn Dr. Gottschalk (14 Tage im September 1929), die des Herrn Dr. Mainzer (15. Oktober bis 31. Dezember) und die des Herrn Dr. Hartmann (Anfang Januar bis Ende des Schuljahres). In diesen Fällen konnte der Unterricht durch vertretende Lehrkräfte im wesentlichen aufrecht erhalten werden. Im Zusammenhang damit erachte ich es als meine Pflicht, darauf hinzuweisen, dass vielfach Klagen über den Ausfall von einzelnen Stunden zu mir gelangen, sei es, dass es sich hier um gelegentliches Ausfallen bei vorübergehenden Erkrankungen der Lehrpersonen oder deren Beurlaubungen zu Reisen, sei es, dass es sich um Ausfall der Stunden durch irgendwelche Veranstaltungen der Schule selbst handelt. Gerade nach der Richtung wirkt der heutige Schulbetrieb selbst ungemein störend, zumal in Unterrichtsabteilungen, die sich aus mehreren Klassen zusammensetzen. Man denke dabei an Wandertage, Studientage, Aufenthalte im Landheim (womöglich mehr wöchentlich), Prüfungen und Vorprüfungen, Besichtigungen, Proben zu Aufführungen, Schulfeste usw. Dass unter solchen Umständen die Leistungen und Erfolge nicht ganz auf der dringlich zu wünschenden Höhe sein können, ist offenkundig. Der Ausbau des Religionsunterrichts, was die Zahl der erfassten Schulen anlangt, hat sich seit dem 15. Mai 1928 nicht unwesentlich erweitert. Waren es damals im ganzen 51 Schulen, so stieg die Ziffer bis zum 15. Mai 1929 auf 57. Sie beträgt jetzt gegen Ende des Schuljahres 63 Schulen. Die Uebersicht im einzelnen ergibt für diese letzte Aufstellung, dass in 14 höheren Knabenschulen (2 staatliche, 10 städtische, 2 privat) und 8 höheren Mädchenschulen (5 städtische und 3 privat) insgesamt also in 22 höheren Schulen, sowie für 37 Volksusw. Schulen (6 Mittelschulen, 20 Bürgerschulen, 7 Vorortsschulen, 2 Hilfsschulen und 2 private Grundschulzirkel) Religionsunterricht erteilt wird. Dazu treten ^^rteühaftere Strümpfe nicht denkbar OriginalJBemberg Riesen-Farben-Auswahl Gold- Silber- Stahl-Stempel 2.95 2.75 1.95 {jeiganMp|h«ni RcnDüötin-Caie-Reslaoranl Eröffnet Täglich ab 4 Uhr Künstlerkonzert u. Tanz Kalte u. warme Küche. Eigene Konditorei Privai-Auto sieht zu jeder Zeit zur Verfügung. Für die heifje Jahreszeit braudien Sie einen B2*S€H:ßÄNIK Unser Liliput-Eisschrank kostet nur 29.—. Kühlschränke elektrisch beheizt schon von RM. 220.— an. Lassen Sie sich den „Hoover" im eigenen Heim vorführen! 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