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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1930-05-01 · 9 (5.1930) · p. Seite 368

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
8 (1929-1930)
Issue
9 (5.1930)
Date
1930-05-01
Page
Seite 368 (sequence 12)
Language
German
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Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands Filialgoftesdienst im Bahnhofsviertel. Der in den beiden letzten Nummern des Gemeindeblatts veröffentlichten Aufforderung zur Anmeldung haben bisher nur drei Familien Folge geleistet. Die im Bahnhofsviertel und im Stadtteil Sadisenhausen wohnhaften Gemeindemitglieder werden deshalb nochmals auf die geplante Einrichtung aufmerksam gemacht und um Anmeldung gebeten. Wenn bis Ende Mai keine genügende Zahl von Vormerkungen eingegangen ist (genaue Angabe der in Betracht kommenden Anzahl von Männer- und Frauenplätzen ist erforderlich), muss mangels ausreichenden Bedürfnisses von der Einrichtung abgesehen werden. Synagoge im Krankenhaus Gagernstrasse 36. Die Synagoge befindet sich wieder an ihrer ursprüglichen Stelle im I. Stock des Verwaltungsgebäudes. Gottesdienst findet regelmässig statt: Freitag- Abend. Sabbat-Morgen, -Nachmittag und -Abend, sowie an besonderen Wochentagen, wie an den Halbfeiertagen, den Selichothtagen. an den Neumondtagen, Channkka, Purim und an den Fasttagen. Auf Wunsch kann auch an Jahrzeiten Gottesdienst veranstaltet werden. (Rechtzeitige Anmeldung bei dem diensttuenden Synagogen Vorsteher erbeten). Bei genügender Teilnehmerzahl ist die Abhaltung regelmässiger Wochentagsgottesdienste in Aussicht genommen. Anmeldung von Trauungen. Jede Trauung muss, wenn sie von einem Gemeinderabbiner vollzogen werden soll, mindestens zwei Wochen vor dem Termin im Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 57, unter Vorlegung der standesamtlichen Papiere und unter Angabe der Zeit und des Ortes der Feier angemeldet werden. Anmeldung von Barmizwa-Knaben. Die Anmeldung für den Barmizwa-Unterricht geschieht für die Gemeindesynagogen im Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37. Die Anmeldung soll mindestens fünf Monate vor der Feier erfolgen; bei geringen Vorkenntnissen ist ihre Anmeldung schon 6 Monate vorher ratsam. Für die Synagoge Unterlindau ist lediglich die Inanspruchnahme des Herrn Gemeinderabbiners auf dem Gemeindebüro anzumelden. Kasualien-Statistik. Im Rechnungsjahr 1929/50 wurden insgesamt 452 Kasualien vorgenommen, die sich wie folgt verteilen: Beerdigungen 185 Trauungen 168 Scheidungen 14 Chaliza 1 Barmizwa 56 Mädcheneinsegnungen 11 Aufnahmen ins Judentum 50 Krankenhausordnung. Um Zweifeln über den Umfang der freien Arztwahl in der Privatabteilung des Krankenhauses der Gemeinde zu begegnen, wird in § 51 der in der letzten Ausgabe des Gemeindeblatts veröffentlichten Krankenhausordnung als Abs. 2 folgender Zusatz eingefügt: „Auf der Privatabteilung besteht in der ersten Klasse unbeschränkte freie Arztwahl; in der zweiten Klasse* ist die freie Arztwahl auf die je weils durch Gemeinde - beschluss festgesetzte Bettenzahl beschränkt." Chor der Hauptsynagoge. '-Stimmbegabte Herren und Damen, sowie sanges- Inmdisre. Kinder über 10 Jahren werden zur freiwilligen Mitgliedschaft im Chor der Hauptsynagoge, Börnestraße, aufgefordert. Schriftliche Meldungen werden an den Dirigenten Herrn A r t u r Holde. Tro Trutz 17, erbeten. Persönliche Meldungen werden am Schluß des Gottesdienstes im Chorraum entgegengenommen. Bekanntmachungen des Friedhofsamtes. Meldung von Sterbefallen Bei vorkommenden Ster,befallen ist umgehende Benachrichtigung des Friedhofsamtes (Fernspr. Zeppelin Sammelnummer 52041) erforderlich. Soweit die behördlichen Formalitäten (ärztlich ausgefüllter Todesschein, Anmeldung beim zuständigen Polizeirevier und Standesamt )nicht von den Hinterbliebenen erledigt werden können, wird dies auf Wunsch vom Friedhofsamt besorgt. Die Vorlage dieser Dokumente ist Vorbedingung für die Festsetzung der Beerdigung. Friedhofsgiu'tncrci. Das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde ist durch die mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestattete Friedhofsgärtnerei in der Lage, sämtliche vorkommenden gärtnerischen Arbeiten auf den Friedhöfen der Gemeinde auszuführen. Es übernimmt die Neubepflanzung der Grabstätten mit Efeu, Sedum, Immergrün und Blumen, sowie deren dauernde und jahrweise Pflege. Fachmännische Beratung und Kostenberechnungen werden gebührenfrei durch die Friedhofsgärtnerei, Eckenheimer Landstr. 258 (Fernspr. Zeppelin 52041 und 52042) oder durch das Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 57, (Fernspr. Hansa 27544) zur Verfügung gestellt. Die Gemeindemitglieder werden gebeten, sich bei Bedarf an Topfpflanzen und Schnittblumen der auf den Friedhöfen befindlichen Verkaufsstellen zu bedienen. Nähere Auskunft erteilen die Pförtner. Mit Rücksicht auf das Verkaufsverbot am Sonntag werden die Friedhofsbesucher gebeten, ihre Blumenbestellungen bis spätestens Freitag nachmittag in der Friedhofsgärtnerei aufzugeben. Auf dem neuen Friedhof an der Eckenheimer Landstrasse werden laut Gemeindebeschluss alle gärtnerischen Arbeiten in eigener Regie des F r i e d h o f s amt s der Gemeinde ausgeführt. Sprechstunden der Gemeinderabbiner. Rabbiner Dr. Hoffmann, Börneplatz 16, Fernspr. Hansa 22024, 15—16 Uhr Rabbiner Dr. TT o r o v i t z, Staufenstr. 30, Fernspr. Maingau 77 963, 15—16 Uhr (außer Mittwoch) Rabbiner Dr. Lazarus, Cronberger Str. 50, Fernspr. Maingau 79 482, 15—16 Uhr Rabbiner Dr. Salzberger. Eschersheimer Landstr. 67, Fernspr. Zeppelin 56 920, Montag und Donnerstag, 9%—10^ Uhr im Sitzungszimmer der Westendsynagoge Rabbiner Dr. Seligmann, Friedrichstr. 29, Fernspr. Maingau 71124, 17—18 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephonisch vereinbart werden. Gemeindebibliothek (Börnestraße 54). Bücherausleihe: Montag bis Donnerstag 12—13, 16—17 Uhr, Freitag 12—13 und Sonntag 9—10 Uhr. Lesezeiten: Dienstag und Donnerstag 19—21 Uhr, Samstag . und Sonntag 10.30—13, Samstag 15.30—18 Uhr. Die Gemeindemitglieder werden gebeten, von den reichen und vielseitigen Beständen der Bibliothek, vor allem auf dem Gebiet der neuesten populärwissenschaftlichen und Unterhaltungsliteratur, regen Gebrauch zu machen. Auch Bücherspenden sind erwünscht. Museum jüd. Altertümer, Fahrgasse 146. Gesellschaft zur Erforschung jüd. Kunstdenkmäler E. V. Die Kultabteilung des Museums jüdischer Altertümer ist völlig neu aufgestellt und durch eine Reihe neuer Gegenstände erweitert. Die neue Ausstellung kann nunmehr besichtigt werden. Für größere Gruppen, Vereine und Schulen empfiehlt sich die Besichtigung möglichst außerhalb der offiziellen Oeffnungszeiten nach vorheriger telephonischer oder persönlicher Anmeldung. Besuchszeiten : Sonntags vorm. 10—1 Uhr und Werktags nachm. 3—4 Uhr. Eine Anzahl Postkarten mit Abbildungen von besonders interessanten Stücken im Museum sind jetzt neu herausge-_ kommen und beim Pförtner zum Verkauf ausgelegt. Preis für 1 Karte 10 Pfg., für die Serie mit 6 Karten 50 Pfg. Zuwendungen. Frau Bertha Rosenblatt hat der Synagoge am Börneplatz eine Tafel zur Ankündigung des Wochenabschnitts gestiftet. Der Gemeindebibliothek sind Bücherspenden von den Herren Dir. Eduard Oppenheim, Sanitätsrat Dr. Schlesinger, Dir. Julius Höxter und Erich P o p p e r t zugegangen. Fundsache. Beim Kaschern ist in der Synagoge Börneplatz ein Salzlöffelchen liegen geblieben, das im Gemeindehaus, Fahrgasse 146, Zimmer 37, abzuholen ist. Sdiluss der amtlichen Anzeigen.

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