Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 8 (1929-1930)
- Issue
- 8 (4.1930)
- Date
- 1930-04-01
- Page
- Seite 336 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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336 Beihilfen und Darlehen.an Gemeinden: 1926/27 RM. 54 611.55 (davon nadi Hess.-Nassau RM. 10 375.95) 1927/28 RM. 57 572.50 (davon nadi Hess.-Nassau RM. 7 135.—) 1928/29 RM. 90 529.70 (davon nadi Hess.-Nassau RM. 17 465.75) 1929/50 RM. 53 735.63 (davon nadi Hess.-Nassau RM. 9 715.—) Beihilfen an pens. Beamte und deren Hinterbliebenen. Anzahl Betrag 1926/27 44 51 215.— 1927/28 81 75 569.90 1928/29 145 91 069.30 1929/50 152 98 475.60 Hilfsverein der Deutschen Juden. Die aditundzwanzigste Jahresversammlung des Hilfsvereins der Deutsdien Juden findet in Berlin, Sonntag, den 50. März 1950, vormittags 11 Uhr im „Hotel Kaiserhof" statt, lieber die Tätigkeit des Hilfsvereins im Jahre 1929 werden die Herren Dr. James Simon, Direktor M. Joachimsohn und Generalsekretär Dr. M. Wischnitzer berichten. Im Anschluss an die Jahresversammlung wird Herr Dr. Ernst Feder, Berlin über „Politik und Humanität" sprechen. Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. In der Hauptversammlung am 19. März, die sich eines zahlreidien Besudies zu erfreuen hatte, erstattete der Vorsitzende, Professor Dr. M. Sobernheim den Gesdiäftsberidit. Der Kassenverwaltung wurde Entlastung erteilt. Der Aussdiuss wurde wiedergewählt. — Im Ansdiluss an die Hauptversammlung hielt Herr Dozent Dr. I. Heinemann (Breslau) einen Vortrag über: „Die geschichtlichen Wurzeln des neuzeitlichen Humanitätsgedankens". Niederlassungsmöglichkeiten. r Die Deutsche Landeszentrale des Weltverbandes Schomre Schabbos hat in Erkenntnis der Notwendigkeit, dem Zug zur Grosstadt, der erschreckende Formen angenommen hat und zur Proletarisierung jüdischer Massen führt, entgegenzuwirken, eine grössere Aktion zur Ermittlung von Niederlassungsmöglichkeiten in der Provinz durchgeführt und ist in der Lage, eine ganze Fülle derartiger Möglichkeiten nachzuweisen. Für A e r z t e, sowohl nraktisdie Aerzte als auch besonders Spezialärzte für Hals-, Nasen- und Ohrenleiden, für Frauenärzte und Chirurgen sind insbesondere ausgiebige Möglichkeiten zur Niederlassung und lohnender Existenz gegeben. Auch Zahnärzte und Augenärzte werden redit viel verlangt. Ebenso sind Rechtsanwälten manche Chancen gegeben. Von den Handwerkerberufen sind Schneider, insbesondere gute und modern gerichtete Zuschneider in der Lage, sidiere Existenz zu finden, ebenso Schuhmacher, Polsterer, Sattler, Spengler (Flaschner) und Installateure. Ausführliche Auskünfte erteilt das Sekretariat der Deutsdien Landeszentrale des Weltverbandes Schomre Sdiabbos, Berlin NW 40, Thomasiusstr. 7. Jewish Agency. In Anwesenheit der Mitglieder der Exekutive der Zionistischen Organisation und der „Jewish Agency", einer Anzahl amerikanisdier und englischer Mitglieder sowie fast aller kontinentalen Mitglieder des „Administrative Committee" der ..Jewish Agency" eröffnete der Präsident des Geiiieindemitglicder bedient Euch zur Gräberpflege der mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestalteten Friedhofsgärtnerei der Israelitischen Gemeinde. Sie übernimmt die Neubepflanzung von Grabstätten in jeder gewünschten Art, sowie die jähr weise und dauernde Pflege. Lieferung von Kränzen, sowie von T o p fpflanzen und Schnittblumen für nile Gelegenheiten. Bestellungen durch das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde, Zeppelin 52041 oder direkt in der Gärtnerei, Eckenheimerlandstrasse 238. „Administrative Committee", Felix M. Warburg, am 23. III. deren Tagung. Nadi einer Würdigung der Verdienste des verstorbenen Lord Balfour um die jüdische Sache umriss er die Arbeitsgebiete der Exekutive, die von jeder administrativen Kleinarbeit frei zu halten sei und ihr Interesse im wesentlidien der allgemeinen Wirtsdiaftspolitik zuwenden solle, und des „Administrative Committee", als dessen Aufgaben er die Festsetzung der allgemeinen wirtsdiaftlidien Riditlinien der „Agency' und die richtige Verteilung der Fonds bezeidinete. Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete der Präsident der „Jewish Agency", Professor Dr. Chaim Woiz mann, über die politische Lage. In seiner Budgetrede teilte der Direktor des „Keren Hajessod", Oscar Wassermann mit, dass der „Keren Hajessod" in der Zeit vom 1. Oktober 1929 bis 1. März 1930 der Exekutive nur 81.000 Pfund zur Verfügung stellen konnte. Nach einer ausführlidien Debatte, in der man sidi in der Hauptsadie mit der Stellung der Exekutive innerhalb der „Agency" beschäftigte, sdiritt man zu den Wahlen in die Komitees und den „Keren Hajessod". VEREINS' 0. VERS AMMLUNGS-KALENDER (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 21. April bei der Schriftleitung vorliegen.) Hinweis. Aus Raumgründen können Vereinsanzeigen nur in beschränktem Umfang aufgenommen werden, insbesondere werden Arbeitsprogramme einzelner Vereine hödistens zweimal jährlich veröffentlicht. Auf einzelne Veranstaltungen wird in der Regel nur dann hingewiesen, wenn sie audi für Niditmitglieder zugänglich sind. April. Talmud-Thora-Verein. Vereinslokal Synagoge Börneplatz, Büro: Theobaldstr. 6. Betr. Fasten der Erstgeborenen: Da Erev-Pessach in diesem Jahre auf Samstag fällt, ist das Fasten der Erstgeborenen schon am Donnerstag, den 10. April. Während der Sefira-Zeit allabendlich SA Std. vor Nadit in der Synagoge Börneplatz Schiur. Sonntag: Rabb. M. Kirsdibaum, Montag: S. Unna, Dienstag: Rabb. Dr. Hoff mann, Mittwoch: S. Unna, Donnerstag: Dr. A. Braun. — In der Synagoge Hermesweg während der Sefira-Zeit jeden Abend % Std. vor Nadit Sdiiur „Agadische Stellen aus dem Talmud" von J. Jelen. Verein Montefiore E. V. Gegründet 1896. Verein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junger Leute (im Verbandder jüdisdien Jugendvereine Deutschlands). 1. Vors.: Lehrer Alfred Speyer, Sömmeringstr. 12, Gesdiäftsstelle: Philipp Falkenstein, Friedberger Landstrasse 33. Vereinsheim: Eschersheimer Landstr. 65 IL Ecke Gervinusstrasse. Freies Jüdisdies Lehrhaus. Die von Dr. Eduard Strauss geleitete Arbeitsgemeinsdiaft über die Heilige Schrift (gegenwärtig das fünfte Budi) findet regelmässig Donnerstag von 19% bis 20 Uhr im Lehrzimmer der Westendsynago°e (Nebeneingang Freiherr vom Stein- Strasse) statt. Die Teilnahme ist kostenlos und kann jederzeit erfolgen. Anfragen an Frl. Toni Oelsner, Niedenau 56 (Tel. 75359). Jüdisdi-liberale Jugendgemeinsdiaft. Regelmässige Heimabende, Arbeitsgemeinschaften, gesellige Veranstaltungen, religiöse Feiern. Nähere Auskunft: Dr. Hugo Hoffmann, Untermain-Anlage 7 (Tel. 54585). „Kameraden". Deutsch-jüdischer Wanderbund. Fahrten. Heimabende. Anschrift: Fritz Rosenthal, Paul Ehrlich- ' Strasse 28. Heim: Jugendheim am Mainkai. ..Kadimah", Bund jüdischer Jugend. Arbeitsgemeinschaften, Kurse, Heimabende, Fahrten. Sekretariat bei Paul Rindsberger. Oederweg 101 (Tel. 33450)._ Heim: Unterlindau 21 und Jugendheim am Mainkai. Bund jüdischer Pfadfinder. Selbsterziehung auf jüdischer Grundlage. Arbeitsplan und Fahrtenzettel durch Erich May, Grempstr. 21. Mäddienklub, Langestr. 3. Leiterin: H. Wallerstein. Jeden Abend Zusammenkünfte unter Leitung: Deutsch, Zeitungslesen, Rezitationsunterricht, Handarbeiten, Rhythmische Gymnastik, Englisch und Französisch, Bücherausgabe, Pädagogische Arbeitsgemeinschaft, Aussprache über aktuelle Tagesfragen. Jugendgruppe des Jüdischen Frauenbundes. Die Gruppe ist bemüht, unter ihren Mitgliedern und allen Jugendlichen für soziale Arbeit zu werben, sie lässt durch ihre Mitglieder Nachhilfestunden an unbemittelte Kinder erteilen, bei alten und blinden Leuten vorlesen. Junge Frauen und Mädchen, die an den Veran-