Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 8 (1929-1930)
- Issue
- 6 (2.1930)
- Date
- 1930-02-01
- Page
- Seite 230 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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230 Aus der Gemeindevertretung Sitzung vom 8. Januar 1930. Sitzungsbericht von Bürodirektor I. Meyer. Der stellvertretende Vorsitzende, Herr Naftali Fromm, eröffnet in Anwesenheit von 25 Gemeindevertretern und drei Mitgliedern des Vorstands die Sitzung. Es erfolgt zunächst die Wahl des Büros der Gemeindevertretung in der seitherigen Zusammensetzung, und zwar zum Vorsitzenden Herr Dr. Riehard Merzbach, zu stellvertretenden Vorsitzenden die Herren Naftali Fromm und I. L. Go ite in, zu Schriftführern die Herren Albert Cohen, Felix Meyer und Heinrich Ger lieh. Herr Fromm dankt namens sämtlicher Gewählten für das durch die Wahl bekundete Vertrauen. Die Wahl der Kommissionen und Delegationen wird wegen der von der Wahlvorschlagskommission in Aussicht gestellten Abänderungsvorschläge auf einen Monat vertagt. Der Vorstand hat für den 2. Februar d. J. vormittags 11 Uhr in der Frankfurt-Loge eine Gedenkfeier für Franz Rosenzweig in Aussicht genommen, wobei Herr Rabbiner Dr. Leo Baeck, Berlin, die Gedenkrede und Herr Dr. Martin Buber eine Vorlesung halten soll. Ferner soll der in der letzten Nummer des Gemeindeblatts auf Franz Rosenzweig bezügliche Teil als Gedenkschrift in Form eines Sonderabdrucks herausgegeben werden. Die Gemeindevertretung ist mit den Beschlüssen des Vorstands einverstanden. Bekanntgegeben wird ein Schriftwechsel mit dem Preussischen Landesverband jüdischer Gemeinden in Sachen der Beitragsberechnung für das Rechnungsjahr 1929, in welchem sich der Vorstand entgegen der Auffassung des Landesverbands auf den Standpunkt Gummisfrumpfe g für Krampfadern, geschwollene Beine etc. in den feinsten Qualitäten. Gummiwaren jj Luftkissen, Wasserkissen, Schläuche, Klystierspritren etc. Bandagen jj und Leibbinden für alle Arten von Unter- leibsleiden. Krankenpflege - Artikel jjjj und alle Artikel für Wöch nerlnn «n- und S ä u g I i n g s pf I e g e | McöiciDisches Warenhaus | G. m. b. H. gegr. B. B. Cassel I Stiftstraße 9-17 (a. d. Zeil) ■ ■■■■ stellt, dass die Verbandsumlage nur auf Grund der tatsächlich gezahlten Einkommensteuerbeträge und nicht etwa des veranlagten Einkommensteuersolls erhoben werden kann, und dass die gegenteilige Auffassung des Dezernentenkollegiums des Landesverbandes in der Verbandssatzung keine Stütze findet. In der auf Wunsch des Vorstands hierüber stattfindenden Aussprache schliesst sich Herr Werner der in dem Briefwechsel geäusserten Ansicht des Vorstands an und hält es für notwendig, bei erster Gelegenheit in Berlin nachdrücklichst darauf hinzuweisen, dass die Frankfurter Gemeinde es immer als ihre vornehmste Aufgabe betrachtet hat, leistungsschwache Gemeinden zu stützen und zentrale jüdische Institutionen zu fördern, dass sie aber angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage, in der sie sich nunmehr selbst befindet, in erster Linie die Pflicht habe, ihre eigenen seit 100 Jahren und länger bestehenden Wohlfahrtsinstitutionen zu stützen und zu erhalten und es somit notwendig sei, den Landesverband darüber aufzuklären, dass auch für die Frankfurter Gemeinde die Zeiten sich geändert haben und sie nicht mehr als „eine der Hauptstützen", wie es der Landesverband ausdrückt, angesehen werden könne. Auch Herr Dr. Geiger schliesst sich namens der liberalen Fraktion der Auffassung des Vorstands durchaus an und weist gleichfalls auf den Ernst der Situation hin, welche in einer finanziellen Belastung bestehe, die länger nicht mehr getragen werden könne. In der kommenden Etatberatung werde ausgiebig über die finanziellen Folgen aus dem Verhältnis der Gemeinde zum Landesverband gesprochen werden müssen. Herr Fromm ist gleichfalls mit dem Vorgehen des Vorstands durchaus einverstanden und erwähnt, dass bereits in der letzten Ratssitzung zu dieser Frage sowohl seitens des Herrn Justizrats Dr. Blau als auch seinerseits die erforderlichen Ausführungen gemacht worden sind. Hiernach erklärt sich cTie Gemeindevertretung mit dem Vorgehen des Vorstands einverstanden. r—-■—>k „fubenda-öck" gegenüber Schepeler das neue Heim der bewährten allfrank furler Firma ffoucat & Bender Gegr. 1863. Inh. Leo Buschhoff " (Rossmarkt to Fubenda-Qualitäten zu Eröffnungspreisen mit t<ph Sonderrabatt wenige Markenart. ausgen. V__ A f ^TOU=WERCKs*KÄde ( _-_1 Pralinen.