Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 8 (1929-1930)
- Issue
- 4 (12.1929)
- Date
- 1929-12-01
- Page
- Seite 144 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3094266-3094348-3094351--2116-3096855- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
144 Gemeinschaften aller Länder haben sich verpflichtet, mit aller Kraft an.der Errichtung der jüdisch-nationalen Heimstätte in Palästina mitzuarbeiten", den Tatsachen nicht entspreche. Die jüdische Gemeinde Hamm hat auf den Aufruf den Betrag von RM. 250.— gespendet, und auch andere jüdische Gemeinden Deutsehlands haben dem Hilfswerk namhafte Beträge überwiesen, so München RM. 5.000.—, Chemnitz RM. 2.000.—, Bernburg RM. 1.500.—, Beuthen RM. 1.500.—, Hindenburg RM. 500.— und die kleine jüdische Gemeinde Neustadt a. d. Saale RM. 100.—. — In ihrer Sitzung vom 24. X. bewilligte die Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde dem Weltverband der „S c h o m r e S c h a b b o s" einen Beitrag von M. 5.000.—. — Aus Anlaß des 55jährigen Stiftungsfestes der Verbindung im K. C. „S p r e v i a" und ihres Altherrenbundes fand am 4. XI. ein Festkommers statt, der sich zu einer machtvollen Kundgebung für die Zugehörigkeit der deutschen Juden zur deutschen Volksgemeinschaft gestaltete. — Gegen Zionismus und national-jüdischen Palästina-Aufbau richtete sich eine Versammlung, welche ein Komitee deutscher Juden, <iie zu den Unterzeichnern der „Erklärung deutscher Juden" gehörten, am 11. XL unter dem Vorsitz von Direktor Osterberg veranstaltete. — Am 12. XI. kam es an der Berliner Universität zu schweren antisemitischen Ausschreitungen, in deren Verlauf jüdische und sozialistische Studenten mißhandelt wurden. — Die Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde bewilligte in ihrer Sitzung vom 26. DL der unter der Leitung von Gemeinderabbiner Dr. Jacob Hoffmann, stehenden Jeschiwa in Frankfurt a. M. den Betrag von M. 1000.—. — Die Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde beschloß in ihrer Sitzung vom 14. XI. den Bau eines Heimes für Ledige auf einem der Gemeinde gehörenden Grundstücke; ferner soll zwecks Errichtung eines Sportplatzes ein Terrain von der Stadt gepachtet werden. — Am 17. XI. wurde die neue Poliklinik der Jüdischen Gemeinde eröffnet. — Bei den am 17. XI. in Preußen durchgeführten Stadtverordneten- und Kommunal- Landtagswahlen haben die Nationalsozialisten 542.450 Stimmen auf sich vereinigen können; im Magistrat der Stadt Berlin, in dem sie bisher noch nicht vertreten waren, errangen sie 16 Sitze. — In der. Zeit vom 1. IX. bis zum 15. X. betrugen die Gesamteingänge des Keren Haje s s o d 260.000 Mark. — Professor Dr. Ismar Elbogen hat die Berufung an die Columbia-Universität in New York als Professor für die Geschichte der Juden abgelehnt. — Aus Anlaß des Ablebens des Reichsministers des Auswärtigen Dr. Stresemann sandten die Berliner Jüdische Gemeinde sowie der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden, letzterer auch im Namen der Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände des Deutschen Reiches Kondolenzschreiben an die Reichsregierung. — In einer Sitzung der Kant-Gesellschaft sprach Rabbiner Dr. Leo Baeck über das Thema „Philosophie im jüdischen Religions unter rieh t". — Der offiziellen preußisdien Statistik zufolge waren im Sommersemester 1929 an den deutschen Hochschulen 123.700 Studenten immatrikuliert; davon gehörten 4642 (3549 männliche und 1093 weibliche) dem Judentum an. — Auf Anregung des Dichters Chaim Nachman Bialik wurde eine „Vereinigung der Berliner hebräischen Schriftsteller" gegründet. — Im Alter von 68 Jahren verstarb am 28. IX. Israel Beikind, der Gründer des Vereins „B i 1 u" (ßet Jaakob l'ehu wenelcha), der es sich um 1881 zur Aufgabe gesetzt hatte, seine Mitglieder zur persönlichen Teilnahme an dem Aufbauwerk in Palästina zu bestimmen. — Am 5. X. feierte der ehemalige Straßburger, jetzt Berliner Gemeinderabbiner Dr. Emil Levy sein 25jähriges Amtsjubiläum. — Aus Anlaß des 100. Geburtstages des Mitbegründers der nationalliberalen Partei im Reichstag, Eduard Lasker, fand am 15. X. auf dem alten jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee eine Gedenkfeier statt. — Im Tempel der jüdilMtim\, Cösino KAISERSTRASSE 56 TELEFON HANSA 1847 2 Kapellen Tanzbar KEIN WEINZWANO Gründliche Ausbildung im Zeichnen und Malen nach natürlichen Vorbildern jeder Art für Anfänger und Vorgeschrittene. Theorie und Praxis von Perspektive, Farbenlehre und Maltechnik. Kunstgewerbliche Formenlehre. Prof. Dr. Julius Hülsen Arndtstraße 30; Telef.: Maingau 73820 Oehler's Bibliothek Frankfurt a. M. Telefon Hansa 9365 Alle Neuheiten Gr. BockenheimerstraOe 35 Eintritt täglich Für den Gabentisch Tafelservice Kaffeeservice Trinkservice Ueberfangrömer in 6 Farben Bleikristall Sammeltassen Gedecktassen K u n s t p o r z e II a n e aller führenden Marken Königlich Delft Größte Auswahl. Billigste Preise. NICOLAUS FRANZ Stein weg 5 Porzellan dias Fernspr. Hansa 107 Kristall Keramik im PRIVATGRUNDSCHULZIRKEL ... Dr. HEINEMMITSCIIEN HADCHENPENSIONAT MENDELSSOHNSTRASSE 84 Reformu. Arbeitsschule f. Knab. u. Mädch. Individ. Förderung U.Vorbereitung für die Prüfungen der höheren Schulen Anmeldungen: Montag u. Dienstag v. 12—1 Telefon Maingau 74302 Abonnetn. per Monat Mk. 1.50 Abon. für Neuheiten p. Mon. 3.— Naehtrags-Katalog gratis. Das Abon. berechtigt z.einm. Umtausch an jed. Tage ausgen. Sonn-u. Feiert. QwWW\M/&%Ä\/m/^<l, «hn« §>-pi&ialitä.i <§icfi & ö^K'iqaSiq/ü