Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 8 (1929-1930)
- Issue
- 4 (12.1929)
- Date
- 1929-12-01
- Page
- Seite 136 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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136 1. ) Die Gruppen „Handel" und „Handwerker" sind genau spezialisiert, einmal wegen ihrer besonderen Bedeutung, sodann weil sie zu Verschiedenartiges enthalten und schließlich — dies gilt besonders von der Gruppe A 1 — weil die einzelnen Zweige hinsichtlich der Häufigkeit ihres Vorkommens von zu verschiedener Bedeutung sind. Bei der Gruppe der freien Berufe, der einzigen, für die aus dem zweiten Grunde noch eine Spezialisierung in Frage käme, erübrigt sie sich, da für einzelne Zweige dieser Berufsklasse die Zahlen in kurzen Ueberblicken getrennt gegeben sind. 2. ) In die Gruppe A la sind alle die einbegriffen, als deren Beruf angegeben ist: „Allerhand, handelt", sei es mit der Hinzufügung en gros bezw. en detail oder ohne sie. Daß durch die Notwendigkeit, eine solche Gruppe zu bilden, jeder Vergleich der einzelnen Gruppen miteinander sehr erschwert ist, ergibt sich von selbst. Man weiß dabei nicht, zu welcher Gruppe sie ihrem Inhalte nach gehörten. 3. ) Unter Bönhasen versteht man Leute, die ein Handwerk ausüben wollen, ohne es regelrecht erlernt zu haben. Von den Zünften wurde solchen Leuten, die keine Meister. Erüfung abgelegt hatten, die Ausübung des Handwerks veroten. Die jüngere, übertragene Bedeutung des Wortes als Makler ohne Konzession, die auch in Handelsstädten vorkommt, ist hier wahrscheinlich nicht gemeint. Man darf dies wohl annehmen, da drei der „Bönhasen mit Handel" angeben, Geldgeschäfte zu treiben. Die anderen 14 verteilten sich auf die einzelnen Gruppen, einer handelte mit kurzen Waren, einer war Papierspekulant, zwei betrieben Kommissionsgeschäfte. 4. ) 1694 und 1703 ist je eine Metzgerin eingerechnet. Für das Jahr 1835 zeigt der Bericht des Vorstandes der israelitischen Gemeinde folgendes Schema: I. Offene Handlungen. a) in Manufakturen: en gros 57 en detail 111 168 b) in Colonial-, Material-, Rauch-, Pelzwaren und Schreibmaterialien 22 c) in Metall- und Eisenwaren " 6 217 30 172 49 d) Juwelen, Bijouterien und Uhren 10 e) Buch und Kunstgegenstände 5 f) Wein und Handelsprodukte 6 II. Bankier und Rentier III. Wechsel- und Warensensalen, Geldwechsler und Erwerber von Staatspapieren IV. Lotterie, Collecteure V. Gelehrten- und Handwerkerstand, Beschäftigung und Verhältnisse anderer Art a) Aerzte 6 i b) Advokaten 7 c) Schul-Privatlehrer und -Lehrerinnen 17 d) Handwerker 10 e) Sonstige Beschäftigungen und Verhältnisse 198 238 VI. Gemeindemitglieder und Witwen ohne Geschäft, welche teils von ihrem Oelde, teils durch Mithilfe ihrer Familie sich erhalten 138 Ges chäf tslose wegen Armut oder Abwesenheit 128 VII. Summe aller Eintragungen: 972 Die Zahlen so weniger Gruppen lassen jedoch noch keine Schlüsse über die Bedeutung der einzelnen Berufe zu. Um sich von der Berufsgliederung ein genaues Bild machen zu können, ist es von größerem Nutzen, die verschiedenen Berufsgruppen einzeln in ihrer Entwicklung zu verfolgen. Es sei hier darauf aufmerksam gemacht, daß 1824 von neuen Berufen nur die verschiedenen Handwerke vorkommen, mit Ausnahme von: Metzger, Bäcker und Schreiner. Ebenso wie sie waren die jetzt auftretenden Warenmakler erst durch die Stättigkeit vom Jahre 1807 möglich. Ferner tritt uns erst hier die Frauenarbeit entgegen, abgesehen von der einen studierenden Frau des Jahres 1703a3) und drei Aerztinnen der früheren Jahrhunderte. 23) Vgl Bothe, Beiträge, S. 165 Anm. 3. f Kakao Schokolade 1 Pralinen. ERÖFFNUNGS-ANZEIGE Habe mein Elektro-Heilinstitut Frankfurt am Main Beethovenstr. 14', eröffnet. Tel. Maingau 75050 Behandlungszeit: nur -wochentags 9—12, 15—18. Samstags: 8—12. Angewandt wird: Ultrahocfifrequenz^Radium^ Bestrahlung (Methode Gallspach) Licfltttierapie <Ultraviolett=Ultrarot=Bestrahlung) Elektrogymnastik. 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Schmerz einhergehen,- Verschiedensten Stimmaffektionen, die auf Schwächezuständen, Paresen oder Paralysen beruhen; Hörstörungen funktioneller Art, <auch Ohrgeräusche b. Otosklerose),- Abnormen Sensationen u. Funktionsschwäche im Bereich des Sexualapparates ,- Ermfidungszuständen des Gesamtorganismus <Rekonvaleszens, Neurasthenie, Schlaflosigkeit). Dr. med. Alfred Rucker. Ältestes Spezialhaus seit 1830 in Frankfurt am Main Hauptgeschäft: Goethestrafje 7 Filialen: Bergerstrafye 181 + Hasengasse 2