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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-10-01 · 2-3 (10.1929) · p. Seite 81

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
8 (1929-1930)
Issue
2-3 (10.1929)
Date
1929-10-01
Page
Seite 81 (sequence 33)
Language
German
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81 meindevorstands, zwei Mitglieder der Gemeindevertretung und vier Mitglieder des Pflegamts des Krankenhauses. Der Vorstand -hat von sich aus die Herren SR. Dr. Ettlinger und Arthur Forchheimer in den Vereinsvorstand gewählt. Auf Antrag der Wahlvorschlagskommission wird beschlossen, seitens der Gemeindevertretung die Herren Emil Carl Oppenheimer und Felix Meyer zu delegieren. Der Vorstand hat sich mit der von der Kommission für die Schlüsselung der Beiträge für die Jugendvereine vorgeschlagenen Umlegung auf die einzelnen Vereine mit der Maßgabe einverstanden erklärt, daß der Beitrag für die jüdisch-liberale Jugendgemeinschaft und den Verein Montefiore auf je Reichsmark 520.— festgesetzt und die erübrigten Reichsmark 80.— dem hebräischen Kindergarten zugewendet werden. Herr Dr. Geiger beantragt von sich aus und namens der liberalen Fraktion nochmalige Verweisung an die Finanzkommission mit dem Ersuchen um Prüfung im Einvernehmen mit den drei Vertretern der Jugendvereine, ob im Hinblick auf die Tatsache, daß 15 Vereine sich in die Subvention teilen, sodaß für den einzelnen Verein so gut wie nichts herauskomme, eine mehr sachgemäße Verteilung etwa in Form von Kartellbildung möglich wäre. An der Höhe der ausgesetzten Subventionen solle nichts geändert werden. Die Herren Rechtsanwalt Simon, Dr. Wolf und Dr. Frenkel erklären sich gegen den Antrag Dr. Geiger. Nachdem seitens der Schlüsselungskommission alle maßgebenden Gründe eingehend geprüft worden seien, müsse den einzelnen Vereinen, die entgegen der Ansicht, des Herrn Dr. Geiger auch mit kleineren Beträgen wohl etwas leisten können und denen die Tatsache der Anerkennung ihrer Wirksamkeit durch die Gemeinde ein Ansporn sei, der zugeteilte Betrag ausgezahlt werden. Die beantragte Verwaisung an die Finanzkommission wird abgelehnt. Die Gemeindevertretung stimmt dem Vorstandsbesch hiß zu. Der Vorstand hat sein Einverständis damit erklärt, daß aus dem für den Umzug der Jüdischen Wohlfahrtspflege bewilligten Kredit RM. 1 000.— für die Instandsetzung von Räumen in dem Anwesen der Weiblichen Fürsorge, Langestraße 3, zur Aufnahme der aus dem Hause Langestraße 50 dorthin übersiedelten Anstaltsabteilung und Stellenvermittlung der Weiblichen Fürsorge, Verwaltung des Heims des Jüdischen Frauenbundes und des Mädchenklubs und weitere RM. 1720.— für Mietengang, letzterer Betrag auf die Dauer von höchstens zwei Jahren zur Verfügung gestellt werden. Der Vorstand hat ferner beschloßen, der Jüdischen Wohlfahrtspflege, Abteilung Durchwandererfürsorge für die Durchführung des Umbaues und der Reparatur des Durchwandet erheims Einhorngasse 4—6 einen Betrag von RM. 6 000.— derart zur Verfügung zu stellen, daß 1 000.— als Beihilfe und RM. 5 000.— als zinsloses und auf drei Jahre unkündbares Darlehen gewährt werde. Auf das Darlehen sollen RM. 2 000.— im laufenden und RM. 5 000.— im kommenden Rechnungsjahr ausgezahlt, der Gesamtbetrag von RM. 6 000.— soll den Erträgnissen des Rosenthal'schen Vermächtnisses entnommen werden. Die Gemeindevertretung stimmt zu. Der Bericht der von der Gemeindevertretung ernannten Kommission zur Verhandlung mit einer Vertretung j ü - discher Erwerbsloser wird zur Kenntnis gebracht und von Herrn Gerlich im einzelnen erläutert. Es handelt sich im wesentlichen um Wünsche der Erwerbslosen in Bezug auf ausschließliche Beschäftigung jüdischer Erwerbsloser als Notstandsarbeiter bei Arbeiten in eigener Regie der Gemeinde; um anteilige Beschäftigung jüdischer Arbeiter bei Vergebung von Gemeindearbeiten an Privatunternehmer; um Beeinflussung jüdischer Arbeitgeber im Sinne der Anstellung jüdischer Arbeitskräfte möglichst durch den Arbeitsnachweis, ferner um räumliche Trennung des Arbeitsnachweises von der Wohlfahrtspflege, sowie um den zeitigeren Beginn der Dienststunden des Arbeitsnachweises und die bessere Verteilung der dort gemeldeten Arbeitsmöglichkeiten. Es wird ferner ein Schreiben des Vorstands an den Vorsitzenden der Gemeindevertretung zu dieser Frage zur Kenntnis gebracht. Die von Herrn Gerlich vorgebrachten Wünsche der Erwerbslosem werden Die Jüdische Wohlfahrtspflege Frankfurt a. M. umfaßt sämtliche Zweige der offenen Wohlfahrtspflege in vier Abteilungen Langestraße 30 Tel. Hansa 9548 An alle Gemeindemitglieder! Wir erlauben uns die Frage: Kennen Sie das Israelitische Lehrerinnenheim in der Riickertstraße? Vermutlich wissen Sie kaum etwas von ihm, trotzdem das Heim schon seit über]20 Jahren!tbestehf. jüdische Lehrerinnen und Erzieherinnen, die nach jahrzehntelanger Lebensarbeit in ihrem schweren Beruf nicht mehr tätig sein können und denen es an jedweden anderen Hilfsmitteln fehlt, haben in dem Heim des Vereins eine Stätte des Schutzes undjder Geborgenheit gefunden. Bltt@ helfen Sie mit, daß dieses Haus bestehen bleibe! D | Ua erfüllen Sie mit uns die Ehrenpflicht, Frauen einen ruhigen Lebensabend zu be- DI MC reiten, die um unserer Kinder willen auf eigenes Familienglück verzichteten ( Bltt6 werden Sie Mitglied bei uns! Der Verwaltungsausschuss|: Frau Ida Dann Frau Bernhard Kahn Paula Rosenbaum, Lehrerin Frau Prof. Dr. Franz Cohn Frau Dr. Otto Eberstadt Der Vorstand des Israelifischen Lehrerinnenheims: Justizrat Dr. Martin^Mayer Max Wronker Rabbiner Dr. Arnold Lazarusl Wir bitten die beigelegte Karte für Ihre Anmeldung zu {verwenden.

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