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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-10-01 · 2-3 (10.1929) · p. Seite 79

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
8 (1929-1930)
Issue
2-3 (10.1929)
Date
1929-10-01
Page
Seite 79 (sequence 31)
Language
German
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79 1811. Pers.-Kat. Stättigkeitsjuden Sdiutzjuden Permissionisten Summe Verheiratete 510 11? 42 469 Witwer 58 8 7 55 Witwen 11 104 58 155 Ledige 10 156 171 317 Söhne 410 Töchter 559 Gesinde u. Haushaltungsgehilfen: 59 u. 575 i) 432 Handlungsdiener 21 369 565 258 2214 1817. Juden: männlich 1603 weiblich 1570 Fremde: männlicii 342 weiblich 794 _ Summe 4509 1) Die erste Zahl gibt die männlichen, die zweite die weiblichen Personen an. 1823. Einheimische: männlich 1646 weiblich 15% Fremde: Permissionisten: männlich 168 weiblich 72 Gewerbeu/Haushaltungsgeh. männlich 155 weiblich 895 Summe 4530 Auch aus dieser Tabelle kann an dieser Stelle keine eingehende Gliederung der einzelnen Haushaltungen gegeben werden. Aus dem Material ist zu schließen, daß die Familienhaushaltungen vorherrschten. Einzelhaushaltungen kommen — nach den Populationslisten der israelitischen Gemeinde — nur in der Rubrik: ledige Elternlose vor. Auch hier sind im allgemeinen mehrere Geschwister zu einer Haushaltung vereinigt. (Fortsetzung folgt) Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands meo rans Wohltun^rettet vom Tod. Beim Beginn der Belegung des neuen Friedhofs, im Mai d. J., wurde der nachstehende Aufruf erlassen, der nunmehr, nach der Einweihung der Gebäude, wiederholt sei: Aufruf Es ist eine alte jüdische Sitte, bei solchem Anlaß die wohltätigen und 'gemeinnützigen Anstalten der Gemeinde durch milde Gaben zu bedenken. Diese schöne Sitte hat eine tiefe und ergreifende Bedeutung. Der Tag, an dem die neue Ruhestätte unserer teuren Toten zum ersten Mal ihrem heiligen Zweck zugeführt wird, foll zugleich ein Tag der Einkehr für (die Lebenden1' fein. Indem er den (Sinn des Einzelnen auf die Ewigkeit richtet, foll er gleichermaßen an die Vergänglichkeit jirdischen Besitzes mahnen, wie auch an die Pflicht, dem Bedürftigen im Kampf um das tägliche Brot beizustehen. Kein Gemeindemitglied sollte fich der Mahnung entziehen, in dieser schweren Zeit der Gemeinde die Durchführung ihrer sozialen und kulturellen Aufgaben zu erleichtern. Auch die Errichtung von [Stiftungen deren es früher so zahlreiche gab, sei allen Begüterten dringend ans Herz gelegt! Gaben (ev. mit Angabe einer Zweckbestimmung) (sende man gefl. an den Vorstand der Israelitischen Gemeinde, Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 20767. Ehret unsere Toten, indem ihr den Lebende^n helft! Frankfurt a.fM., September 1929 Der Gemeinden orsta n d: Justizrat Dr. Blau. Vorsitzender Julius Goldschmidt, Dr. Eduard Baerwakl, stellv. Vorsitzende Julius Bloch, OttopjBonwit, Dr. Hugo Emmerich, Sanitätsrat Dr. Albert Ettlinger, Arthur Forchheimer. Frau Paula Frenkel, Dr. Simon Fromm, W illy"Mainz, Direktor Eduard Oppenheim. Fritz Sondheimer. Dr. David Warmbrunn, Willy Wolff. Die Gemeinderabbiner: Dr. Seligmann. Dr. Hoffmann, Dr. Horovitz, Dr. Lazarus. Dr. Salzberger.

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