Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-05-01 · 9 (5.1929) · p. Seite 301

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
9 (5.1929)
Date
1929-05-01
Page
Seite 301 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3094266-3094336-3094344--1810-3096544
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

301 Aus den Gemeinden. Deut s ch l and. Altona. Oberrabbiner Dr. Carlebach wurde als Rabbiner an die jüdische Gemeinde Berlin berufen. — Barmen. Nach fast 30jähriger Amtstätigkeit trat am 1. 4. Rabbiner Dr. Grabowski in den Ruhestand. — Berlin. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterparte: und die Deutschnationale Volkspartei haben im Preußischen Landtag gemeinsam eine Anfrage eingebracht, die folgenden Wortlaut hat: „Ist das Staatsmimsterium bereit, den deutschen Teil der Bevölkerung Preußens vor den überwiegend dem Judentum angehörenden marxistischen Hetzern zu schützen und alles zu tun, um diese intellektuellen Urheber der Gewalttaten gegen nationalgesinnte Deutsche der verdienten Strafe zuzuführn und ihnen ihr Handwerk zu legen?". — Die Hauptversammlung des „S ch utz v erb and es D eutsch er S ch riftsteller in Deutschland, Oesterreich und der Tschechoslowakei" wählte Arnold Zweig zum 1. Vorsitzenden des Verbandes. — Als erste jüdische Organisation Deutschlands hat sich die „Vereinigung für das liberale Judentum" offiziell einer Ariedensorganisation, der „Deutschen Liga für den Völkerbund", angeschlossen. — In der Sitzung vom 24. 3. beschloß der Hauptvorstand des „Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens", keinen Vertreter in die Jewish Agency zu entsenden. — Der Landesvorstand der „Zionistischen Vereinigung für Deutschland" trat am 24. 3. zu einer Sitzung zusammen, in der u. a. die Frage der Ansiedlung deutscher Chaluzim in Palästina behandelt wurde. — Vom 29. März 1929 bis 1. April 1929 fand in Brieselang ein Führerlager des Kadimah statt. An der Tagung nahmen 125 Führer und Aeltere des Bundes aus allen Teilen Deutschlands teil. — Bingen. Die jüdische Gemeinde wählte zum Nachfolger des vor längerer Zeit nach Frankfurt a. O. berufenen Dr. Jgnaz Maybaum zum Rabbiner Herrn Dr. Heinrich Gutmann, Absolventen des Breslauer Jüdischen Theologischen Seminars. — Bochum. Nach einer ViMe/7-Ai7/?S5iKllA5 ^6Q^//7?//s//'o/?, //? F5//6^ ^)6/-S^6/'////?F, SÄa/'0.95 Ml. (5rooe A.u8V7sl,l moderner - Leactiien 8»e mein Lpe-islfenster. Vss LS/M Sans e//? H?eM/-Sesch6//. M»m. csM XKI5e«5?«a55L SS?UI.«?«»»« «Z»I«55 2 «KI« vei«Xwaua nationalsozialistischen Versammlung in Arnsberg, in welcher der ehemalige Pfarrer Münchmever eine Hetzrede hielt, schlug eine Rotte Nationalsozialisten sie Fenster der Synagoge ein und verwüstete die jüdische Volksschule. — Breslau. In der Sitzung der Gemeindevertretung vom 27. 3. wurde die Kultussteuer auf 11 Prozent der Einkommensteuer festgesetzt. — Dresden. Der Kultussteuersatz beträgt wiederum 1255 Prozent der Einkommensteuer. — Düsseldorf. Am 31. 3. und 1. 4. fand in Selbeck bei Düsseldorf ein Treffen der nord- und westdeutschen Junggruppen im Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands statt. — Leipzig. Ostern 1929 feierte der Lehrer an der Religionsschule, Max Graf, sein 50jäbMes Dienstjulnläum. — Manau (Bayern). Ein an einem fünfjährigen; Kinde begangener Mord gab Veranlassung zum Wiederaufbringen des Märchens vom jüdischen Ritualmord und zu einer maßlosen Judenhetze seitens der nationalsozialistischen Presse. — Mannheim. Der Vorsteher der Mannheimer Gemeinde, Dr. Julius Moses, der unlängst seinen 60. Geburtstag feierte hat einen Betrag von etwa 2 300 Mark, der ihm aus diesem Anlaß von Freunden und Verehrern zur freien Verfügung gestellt war, dem Mikrobiologischen Institut der hebräischen Universität in Jerusalem zugewandt. — Rostock. Der Professor der Philosophie an der Universität Rostock, Dr. v. Katz, ein Jude, wurde für das Sommersemester 1929 zu Gastvorlesungen nach Amerika berufen. — Rotenburg (bei Kassel). Von nationalsozialistischer Seite wurde das Rathenau-Denkmal mit Farbe beschmiert und durch Steinwürfe beschädigt. — Stuttgart. Am 17. 3. hielt der Landesverband Württemberg des „Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten" seine diesjährige Generalversammlung ab und verband hiermit die Feier des 10jährigen Bestehens des Reichsbundes. Ausland. Budapest. Die ungarische Regierung Hat den pensionierten Richter des Verwaltungsgerichtes, Universitätsprofessor Dr. Ferdinand Banmgarten, einen Juden, zum Richter in der Lröütes 8pe2ia!n»us keiner IMMM. »I «.Wze-MeiM unerreicnte^usvsnl!n je6er preislsxe Loewenherz gegr.1881 Goethestraße IS gegt.1881 u. Zeil 554 Sl^V^KQ^Q^SI'^ve ). S.Schlund VI^IVt^NS^K^SST 28 lUWTI^N (Z0l.vS^ttNUOl(

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.