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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-04-01 · 8 (4.1929) · p. Seite 270

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
8 (4.1929)
Date
1929-04-01
Page
Seite 270 (sequence 26)
Language
German
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270 SooatsA 7. ktontsZ 8. Wttvoen 10. SsmstSA 13. Lvliotsx 14. KlvlltAA 15. tVltttvoea 17. Sonntsx SI. 8sm»tss 20. Wttvoen 24. Oonoergtsg 25. Nadonenklud. Vortrag üder „Linkukrung in llie Alusik" von?rl. kadinovit?!, I^angestraüe 30. Talmud 'rllora-Verein. Vortrag über „Die Hagadak und ikre Vortragsxveise" von ^. B. l>evv. Hörsaal der Lvnagoge am Börnenlat2, naok dem .Vdendgottesdienst. I8r. klädekenneiln L. V. Vsreinsadsnd eliemal. Leimeken, launusplats 17, 20)4 Ilkr. Verein klontekiore V. Rexitationsadend dc^r drsmatiseken (Trupps „Noderns Mdisoks viok- Tsr^, vosr'vsMr? S, 20)4 ^dr. »lüdiscker ^ugenddund. Reksrat über „^enulla lialevi und seine Xeit" von Otto Lionel, Bieder- Lake, 21 vkr. I'almud l'nora-Verein. Vortrag üder „vie (Ze- 8etZie8vor8enritten kür pegsaed" von Limon Unna. Hörsaal 6er Lvnagoge am Lorneplat?!, 1 8td. vor Naokt. ^lädekenklub. Vortrag .,^us eigenen vioktungen" von Llse Ookn, I^angsstraLs 30, 20^ Dkr. I'slmud l'nors-Verein. V^ie 7. ^pril. (ZeseUsenakt kür Marens Volksbildung. Xon^ert der Vereinigung 6er Berliner Lvnagogenekörs (50 Länger und Längsrinnsn) unter Nitvirkung von Herrn Kammersänger ttermann ^ladlovker. Dirigent: Alexander V^einbsum. Programm: IZsbrÄiseks und dsutseks, liturgiseke und ^k-,'ii>j-'Ne Oessuge. (ZroLer Laa! des Laslbsues, 19^ Ilkr. Verein Asontekiore L. V. Vortrag üder „?ur (Zeseniente dsg peggsenkestes" von Radb. Vr. Horovit?, Oostkoplat? 5, 20^ Ilkr. ^üdiseker Fugendbund. Vortrag üder „Der deutseke koman der (Zegenvart" von IZrien Ner-keld, Bisder-Oake, 21 Ilkr. I'almud l'nora-Verein. ^Vie 7. ^.pril. I'almud I'nors-Verein. Vortrag über „Hagadan sekel pessack" von Simon Unna, Hörsaal Zer Lvnagoge am Börnsplat?, 1 Ltd. vor Xaekt. I'almud l'liors-Verein. Lijum kür Erstgeborene. IZörsaal der Lvnagoge am Börnsvlat?, im ^nseklulZ an den Uorgengottssdisnst. Karten sind bei Herrn 3. Israel in der Lvnagoge am Börneplat? 2u erkalten. I'almud I'nora-Verein. Vortrag von Lmil (Zott- I.'ed. Hörsaal äer Lvnagoge am Lörneplat^. 1 Ltd. vor Nackt. Nonatssok'rikt kür Oesokiokte und Missensonakt des Judentums. Den neuen <Iakrgang erökknst ein ansiekendsr kurzer ^.uksatx von ^. I^evkovit? über „l^, e s - sings Religion", Äer 6sn vionter als 6sn Vertreter eines religiösen Individualismus darstellt und die dauernde Bedeutung vie die ssitlioks Oebuvdenneit seines Standpunktes detont. Von groLem allgemeinem Interesse sind kernsr die Ilntsrsuekungsn von Julius Rotliol^ über die ^unakme der Mdiseken I^in^vonnsr in den Vvrortgemsindsn ^roü-lZerlins; überrasekend virlct nier die Feststellung, daÜ das ^anlenmäüigs Verhältnis der Hesenleokter ^u einander in den versenisdensn Xonkessionen Ilnterseniedo aukveist, die Rotkol? in durekaus einlsuoktsndsr WeiLs 2U erklären suekt, vis übsrkaupt das troekene Natsrial geistvoll verwertet vird und insbesondere aus Feststellungen üder die ^oknungsnot sozüialetkiseke Forderungen adgeleitet verdsn. Der sekarksinnige Leriokt <ÜK. ^.klbeelcs üder neuere Nisobnaliteratur ist namentliek deswegen von Bedeutung, veil er an einem nioktMdisoken Kommentar 2U den Lprüeken der Väter saokkundig vsransokauliekt, vie sekr die Lekangenneit selbst die sekonsten?erlen unseres Sekrikttums dkrÄd^uset^sn suekt. ^ulZsr diesen ^uksätüen kinden siek vsrtvolle kaekvissensenaktlieke Ilntersuekungen, vis ein Beitrag?ur Drdlcunde Palästinas und eine Ltudis über das I^sbsn eines Mdisenen ^.r^tes im 18. ^akrkundert. Xaklreieks Lesvrsokuogsn sind dem IZekto dsigegsden. Xsitsokrikt kür ^üdisoke Moklkakrtsnklegs. ^us dem Inkalt der ^veitsn Nummer der von der Tentralvoklkakrtsstells dsr dsutseksn binden seit ^.nkang dieses Ladies derausgegebenen Xsitsekrikt sind kolgends Beiträge?u nennen: Bsrtna?appenkeim, ^u ikrem 70. (Geburtstag, vis V^oknungsnot der QroLsadtMdsn, von Vipl.-Ing. Alexander?intkus, vie Bedeutung der neuen I^orsekungsergebnisss über die l'ubsrkuloss kür die Mdiseks V^oklkakrtsnklsgs, von vr. med. N. ^l. Hutmann, Probleme palästinensiseker ^oklkakrtsptlege, von Helens Hanna l'kon. — ^us dsr Ilmsekau u. a.: vie Leistungen des Okkensn?onds der ^.rdeitsgsmeinsekakt „^üdiseke l'ubsrkulosekürsorgs" im ^akrs 1928,'vis Neugestaltung der Lrkolungskürsorge, Leriekt üder den Anteil der Hüdisoksn V^olilkakrtsoklsgs an dsr vausrausstellung im keieksardsitsministsrium, Beriekt des „Ort" üder Mdisoke ^.ukbauarbsit im Osten. — Tum Leklusss vird über die ^usspraeks Mdiseker brauen über Z5r?iskungskragen, die am 1. und 2. Januar stattgekunden katte, eingskend beriektst. — ^.bonnementsbestellungen nimmt die Tentialvoklkakrtsstells dsr dsutseken ^luden, Lerlin-Okarlottendurg 2, XantstralZe 158, entgegen. Bezugspreis kür die 2veimonat,1iek srsoksinends Teitsekrikt 3.— Nark Mkrliek, kür die der Tentralvoklkakrtsstells der dsutseken ^luden angeseklossensn Oemeinden, Organisationen, Versine, ^.nstalten usv. und ysrsönl.i.«.d.e.r^ 4^.— ÄK^^ ^AL.^Är>, lT'reis dss einzelnen Hektes"1.ö0 Nark. ver ^südiseke /Vngestelltenbund „^.gudas ^lisrosl" gibt seit När? d. ^s. eine eigens Teitsekrikt keraus, die den Interessen der auk traditionell-gsset^estreusm Boden stekendsn Mdiseksn ^ngsstellten gevidmet ist. /ss. L't/'Stt^LiHen S/eöe/-Fa^s 7^ />a^/?/u^^ a. /-'e^j/,^^^ //a^^a LS/0 persönliche Nachrichten. Siebzigjährige im März 1929. Das 70. Lebensjahr vollendeten: am 6. März Herr Wilhelm Strauß, Corneliusstr. 11, Alleininhaber der Rohsellhandlung Dann & Haas Nachfolger; am 9. März Herr Arthur Weihermann, Hansa- Allee 5, Börsenmakler; am 10. März Herr Moritz Strauß, Rotteckstraße 3, langjähriges Vorstandsmitglied des Kaufmännischen Vereins; am 12. März Herr Carl Bendit, Kleine Wiesenau 2. Der Jubilar ist seit eiuer langen Reihe von Jahren sowohl in der städtischen als auch in der Gemeinde-Wohlfahrtspflege und auch in der Verwaltuugs-Kommission der „Israelitischen Frauen- Krankenkasse" ehrenamtlich tätig; am 19. März Frau R o b e r t K o ch W >w e., Flora geb. Cassel, Unterlindau 7. Am 19. März d. I. feierte Herr Jacob Ballin, Klettenbergstraße 33, seinen 70. Geburtstag. Der rüstige Jubilar, dem der Gemeindevorstand seine Glückwünsche bereits übermittelt hat, erfreut sich dank seines untadeligen Charakters und seines guten Humors besonderer Beliebtheit. Alt-Frankfurter nach Geburt und Abstammung hat er in seiner Jugend noch die reichsstädtische Luft geatmet und war ein teilnahmsvoller Zuschauer bei dem denkwürdigen Drama, das sich im Juli 1866 in Frankfurt abspielte. Ballin ist einer der wenigen, die noch aus eigenem Erleben von Alt-Frankfurter Persönlichkeiten und Begebenheiten berichten können. Dank seiner genauen Kenntnis der Verhältnisse sind ihm von der Stadt und von Privaten Körperschaften Ehrenämter übertragen worden, die er mit vollster Hingabe und peinlichster Genauigkeit bekleidet. In der Gemeindeverwaltung hat er sich als Mitglied der Friedhofskommission durch tatkräftige Mitarbeit besonders bei der Ausgestaltung des Bestattungswesens hervorragende Verdienste erworben. Wir wünschen dem jugendlichen Siebziger noch viele Jahre ungetrübter Gesundheit und Schaffensfreude. Max Strauß Noch nicht 50 Jahre alt, starb hier Herr Max Strauß, Seniorchef des von seinem Vater Benjamin Strauß gegründeten Hauses Gebr. Strauß. Der Verstorbene hat im Verein mit seinen Brüdern seine Firma durch seine von allen anerkannte kaufmännische Genialität, durch unermüdlichen Fleiß und strengste Rechtlichkeit zu einer internationalen Bedeutung erhoben und galt im Ausland, namentlich in Amerika, als ein hervorragender Vertreter des deutschen Außenhandels. Die große Verehrung derer er sich in weitesten Kreisen erfreute, kam bei der Beerdigung auf dem israelitischen Friedhof zu einem überwältigenden Ausdruck. Herr Gemeinderabbiner Dr. Horovitz hielt die Trauerrede. Nach ihm sprachen Herr Dr. Höxter für die Markus-Horovitz-Loge, Vertreter der Handelskammer, der Fima Gebr. Strauß, fowie einer Reihe von Handelsgesellschaften, deren Aufsichtsrat der Verklärte angehörte. Um unsere Gemeinde hat sich der Verewigte als stets hilfsbereiter, stiller Wohltäter zahlreicher Armen und als Förderer der jüdischen Wohlfahrtspflege große Verdienste erworben. Ein bleibendes Denkmal vorbildlicher Pietät, die ihn mit seinen Eltern verband, sind der von ihm der Synagoge Unterlindau gestiftete herrliche Aron Hakodesch sowie die Stiftungen, die er gemeinsam mit seinen Brüdern, den Herren Emil und Martin Strauß, für die Westend-Synagoge, sowie sür die. Israelitische Religionsschule errichtet hat. Ehre seinem Andenken!

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