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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-01-01 · 5 (1.1929) · p. Seite 150

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
5 (1.1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 150 (sequence 18)
Language
German
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150 allgemeinen großen Wohlfahrtsaktionen erneut zum Ausdruck zu bringen, zum anderen aber auch, weil der jüdischen Wohlfahrtspflege dadurch eine beachtenswerte Einnahmequelle erschlossen wird. Die"Briefmarken sind durch die Landes- und Provinzialverbände für jüdische Wohlfahrtspflege sowie durch die Zentralwohlsahrtsstelle der deutschen ^uden, die zu allen Auskünften bereit ist, zu beziehen. Das Siedlungswerk des Reichsbunds jüdischer Frontsoldaten. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten hielt seine diesjährige De l e g ie r te n t a g u n g, zu der sich mehrere hundert Teilnehmer aus dem Reich eingefunden hatten, in Berlin ab. Die Tagung wurde mit einer Kundgebung für die Siedlnngsakiion am 24. November d. I. eingeleitet. Vertreter oller führenden jüdischen Organisationen Deutschlands waren erschienen. — Dr. Leo Lowenftein, Vorsitzender des Neichsbundes jüdischer Frontsoldaten und des Siedlungsausschusses, begrüßte die Delegierten und die Vertreter der jüdischen Organisationen und setzte das Programm der Tagung auseinander. Er stellte fest, daß alle Organisationen und die verschiedenen religiösen Richtungen im deutschen Judentum mit der Siedlnngsidce des N. I. F. übereinstimmen. Die Siedlungsarbcil des N. I. F. habe in letzter Zeit durch die Gründung der gemeinnützigen Siedlungsgcsellschaft „I üdische Landarbeit G. m. b. H." eine wesentliche Forderung ersahren. Der Aufgabeukreis dieser Gesellschaft sei rein sicdlungstechnischer Natur. Zur Weiterführung der Propaganda für die Siedlungsidee falle ein neuer Verein „N e i ch s b und f ü r jüdi s ch e Siedlung in Deutschland" („RJS.") gegründet werden. Hierauf hielt Domänendirektor S. Dyk sein Referat über „Das S i e d l u n g s P r o b l e m — die jüdische Frag e". Der Redner setzte das Problem der Siedlung in Deutschland auseinander und berichtete, was seitens des R. I. F. bis jetzt zur Verwirklichung der Siedlnngsidee unternommen worden ist. Dr. Heinrich Elkelcs, stellvertretender Bositzender des N. I. F., sprach über „Aufgaben und Bedeutuug des Reichsbundes für jüdische Siedlung in Deutschland". Er umriß die Aufgaben des neuen Bundes und forderte alle deutschen Juden auf/dem „RJS." beizutreten. Kammergerichtsrat Wolff, Präsioent des Preußischen Landesverbands jüdischer Gemeinden, führte aus, daß jeder verpflichtet sei, in Wort und Tat die Rückkehr breiter jüdischer Schichten zur Scholle zu fördern. Oberlandesgcrichtsrat Dr. Alfred Nenmeyer, Präsident des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden, sprach im Namen des Bayerischen Landesverbands der Siedlungsidee des R. I. F. seine Sympathie aus. Im Namen des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Berlin begrüßte Herr Dr. Kollenscher die neue Gründung, die eine geistige, körperliche und seelische Regenerierung erstrebt. Justizrat Dr. Julius Brodnitz, Borsitzender des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, beglückwünschte den R. I. F. zu den beiden Gündnngen. Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee sprach für die Zionistische Vereinigung für Deutschland. Er wies auf die einigenden Momente eines solchen Werkes hin und gab der Hosfuung Ausdruck, daß die Verbundenheit mit der Scholle eine Erneuerung und Stärkung jüdischer Religiosität herbeiführen werde. Der Ehren-Großpräsident des U. O. B. B., Geheimrat Timendorfer, gab namens der Großloge die Erklärung ab, daß diese ein großes Interesse an dem wiedlungswerk nimmt' und in ihm eine der bedeutendsten Leistungen des heutigen Judentums sieht. — Ter Borsitzende des N.J. F., Dr. Löweustein, dankte den Rednern für ihre Worte nnd schloß die eindrucksvoll verlaufene Kundgebung. ^üäiscke WokIfLliftspNeZe Frankfurt s.M. I.3NAeLtr. 30. 9548 l^lienl^eltlicde LerZtu:iZL3teIIe in sllen I^nterZtüt^unZsanAeleZenkeiten Gesellschaftsreisen des Keren Hajessod. Scbon jetzt stellt sich heraus, daß das Interesse für die beiden P a l ä st iuareisen, die der Deutsche Keren Hajesiod im Frühjahr nächsten Jahres veranstaltet, außerordentlich groß ist. Tie erste Reise, die Luxusreise, beginnt am 19. Marz in Marseille und führt über Alexandrien nach Palästina. Ter Aufenthalt in Palästina beträgt 14 Tage. Die Rückfahrt erfolgt wieder über Aegypten. Die Studienreise beginnt am 26. März in Trieft nnd führ: direkt nach Palästina, wo ein Aufenthalt von neun Tagen vorgesehen ist, der ausschließlich der Besichtigung Palästinas dient. Die Rückreise erfolgt für die Mehrzahl der Teilnehmer in der gleichen Form, nur einige werden es vorziehen, noch einen Abstecher nach Aegypten zu machen lind von dorr aus nach Italien zurückzufahren. Beide Reisen werden nur in der ersten Schifssklasss durchgeführt. Die Unterbringung in Palästina erfolgt in den besten Hotels, die Fahrten in "modernen Privatautos u^w. Durch Mitarbeit aller in Frage kommenden Kreise ist dafür gesorgt, daß den Teilnehmern der Reise Gelegenheit zu wirklichem Studium der palästinensischen Verhältnisse gegeben wird. Diese Reise des Deutschen Kcrcn-Hajessod ist der erste Versuch, den deutschen Freunden der Arbeit in Palästina Gelegenheit zu geben, das in Palästina Geleistete in gemeinsanier Fahrt zu sehen. Prospekte, die "alle Einzelheiten entHallen, werden vom Büro des Keren Hajcssod, Berlin W. 15, Meinekcstraße 10, und vom Palestine Lloyd G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2, Joachimsthaler Straße 38, versanot. KMM A N IA7555/Hi7//- 6ttV//5ccht?B ^e»//sc7/7c7/^L/v/)/!//7A c//?^/!?/? / c6»0!.U843S3?/ZS c/s^e//^ F^/?^ Qemein6emilglie<5er!l ksutt dei unseren Inserenten. Stoves Intsenstianslss WSdlMUMMII! ^ms k?silis von Uobsi'l'sseliungsn sus cjsr buntsn Wslt ctss Vai-iötss Anfang S Utir Sonntsgs 4 u. 3 Ulis vsmnÄotist Zsckie toogsn persönlich! Oer Stiftstr-. 6—10 « iöfönnsfstr. 5—9 begann am 2. Zsnusr uncl bietst snvrme Vorteile in allen ^btsilungsn iWK W

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