Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 4 (12.1928)
- Date
- 1928-12-01
- Page
- Seite 110 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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110 eine Vertrauensfrau am Ort hat für die Auswechslung der Bücher unter der Leserschaft zu sorgen und ist auch für die Erhaltung der Bücher und deren rechtzeitige Rücksendung verantwortlich. Die Bücher werden kostenlos verliehen, nur die Kosten sür die Rücksendung müssen von der Leihstelle getragen werden. Frankfurt-Loge wie Frauenbund versprechen sich von der Anregung, welche die Lektüre schafft und von der Aussprache, die unter den Lesern entsteht, ein regeres geistiges Leben und Arbeiten, besonders in den Klein-Gemeinden. Der Frauenbund erwartet, daß Aussprache-Abende gewünscht werden über Fragen, die durch das Lesen der Bücher angeschnitten sind und stellt dazu gerne seine Rednerinnen zur Verfügung. Mit der Zeit hofft der Frauenbund durch solche gemeinsame Arbeit immer nähere Verbindung zu der Frauenschaft der kleineren Orte zu finden, sie an Fragen, welche die jüdische Allgemeinheit und im Besonderen die Frauen berühren, teilnehmen zu lassen. Religiöse, wirtschaftliche, Ehefragen, Fragen der ethischen und körperlichen Erziehung, Rechtsfragen, Zeitprobleme aller Art sollen durch gute Lektüre angeregt, durch Aussprache gesteigert, zu einem guten und starken jüdischen Leben verhelfen. Darum Lehrer, Leiter, Führer und Führerinnen, lassenSie.sich Bücher kommen aus den Wanderbibliotheken der Frankfurt-Loge. In Fragen praktischer Art über Versand und Ausleihe wende man sich an Frau Capell, Wiesbaden, Rauenthaler Straße 5, oder Frau Irene Darmstädter, Frankfurt am Main, Oberweg 33. Gemeinnützige jüd. Eheanbahnungsstelle. Am 23. Oktober fand in Frankfurt a. M. die Konstituierung des Vereins „Gemeinnützige jüd. Eheanbahnungsstelle" statt. Die vorgelegten Statuten wurden einstimmig angenommen. Danach bezweckt der Verein, der seinen Sitz in Frankfurt a. M. hat und ins Vereinsregister eingetragen werden soll, die Errichtung und Unterhaltung einer gemeinnützigen Eheanbahnungsstelle; ferner die Unterstützung aller Bestrebungen, welche die Förderung der Eheschließung unter den Juden, zumal der Frühehe und die Bekämpfung der Mischehen sich zur Aufgabe machen. Der Verein beireibt nur gemeinnützige und fürsorgliche Arbeit, letztere auch in der Richtung, etwa erzielte Ueberschüsse, insbesondere aus Schenkungen und Stiftungen zur Ausstattung von armen Bräuten zu verwenden. Die Geschäftsstelle der jüdischen Eheanbahnungsstelle bezw. des Vereins soll in Frankfurt a. M. geführt werden. In größeren Städten und Bezirken des Deutschen Reiches werden ehrenamtlich tätige Vertrauenspersonen sowie erforderlichenfalls lokale Bszirksstellen zur Unterstützung der Geschäftsstelle bestellt. Sowohl Einzelpersonen wie Körperschaften können Mitglieder werden. Der Mitgliedsbeitrag für das einzelne Mitglied beträgt mindestens M. 5.— jährlich. Die Geschäfte des Vereins werden aus einem aus 15 Mitglieder bestehenden Verwaltungsausschuß geführt, von denen sieben ihren Wohnsitz in Frankfurt a. M. oder nächster Umgebung haben müssen. Dineven ist ein Beirat von 21 Mitgliedern bestellt, der bei wichtigen Entschließungen hinzugezogen werden kann. Es wurden Entschließungen aus der Mitgliederversammlung angenommen, wonach der Vorstand ersucht wird, dem Verein einen kurzen, prägnanten Namen zu geben, Richtlinien für die praktische Tätigkeit auszuarbeiten, und den Ehebewerbern ein Merkblatt über die gesundheitlichen Anforderungen bei der Eheschließung zu übergeben. Allen denen, welche zum Zustandekommen des Vereins beigetragen hatten, wurde Dank ausgesprochen: Der Großloge des unabhängigen Ordens B. B. und den jüdischen Gemeinden, welche bereits in größerer Zahl namhafte Zuwendungen gemacht haben, der jüdischen Presse aller Richtungen für ihre Unterstützung und zahlreichen Einzelpersonen, die in Stadt und Land werbend für die Sache eingetreten waren. In den Verwaltungsausschuß wurden gewählt: Wolfgang Auerbach, Frankfurt a. M. Benno Bäsch, Magdeburg. Johanna Bär, Vertreterin d. Schwesternverbandes d. U. O. B. B. Fft. a. M. Julius Bloch, Frankfurt a. M. Rabbiner Dr. Dienemann, Offenbach a. M. Arzt Dr. Ehrenreich, Köln. San-Rat. Dr. Goldschmidt, Berlin. Vertreter d. Großlöge d. U. O. B. B. Prof. Dr. Hanauer. Frankfurt a. M. Fritz Hirsch, Ladenburg. Rechtsanwalt Horovitz, Frankfurt a. M. Frau Hauptlehrer Kauffmann, Gelsenkirchen. M. Markreich. Bremen. Frau E. Rofenzweig, Frankfurt a. M. Rabbiner Dr. Unna, Mannheim. Prof. Dr. Wölpe, Berlin. In den Beirat wurden gewählt: Landrabbiner Dr. Blum, Emden. S. Carlebach, Lübeck. E. Felfenlhal, Düsseldorf. Just-Rat. Franken, Aachen. E. Heller, Regensöurg. Gemeinderabbiner Dr. Horovitz, Frankfurt" a. M. Rabbiner Dr. Krakauer, Osnabrück. A. Levy-Mohr, Frankfurt a. M. Wilhelm Marcus, Berlin. Dr. Julius Moses, Mannheim. Synd. Dr. Nathan, Hainburg. Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumayer, München. Rudolf Oestreicher, Aschaffenburg. Frl. Berta Pappenheim, Frankfurt a. M. San-Rat. Dr. Ries, Stuttgart. Lehrer Steinhardt, Magdeburg. Arzt Dr. Würzburger, Heilbronn. Frl. Else Zedner, Frankfurt a. M. Ferienkurse. Auf Veranlassung des „Vereines gesetzestreuer jüdischer Lehrer Berlins" sollen seitens des „Rabbiner^eminars zu Berlin" von Sonntag, den 30. Dezember 1928 bis Mittwoch, den 2. Januar 1929 sür Lehrer uud Lehrerinnen aus allen Teilen des Reiches Ferienkurse veranstaltet werden, die sich in Lehrkurse, Vorträge, Lehrproben und Führungen gliedern. Während bei den Lebrkursen an viermaliges gemeinsames Talmudstudium gedacht ist, behandeln die Vorträge exegetische, halachische, grammatische Themata, sind sie aus dem Gebiete der Ethik, der Schulhygiene, der Sozialwissenschaft, besonders im Hinblick auf die schuttechnische Verwertung gewählt worden. Die Führungen werden vor allem den jüdischen Bibliotheken, Museum und Wohlfahrtseinrichtungen, aber auch anderen für Schulmänner wichtigen Sehenswürdigkeiten gelten. Zu Reisekosten und Ausenthaltsspesen wird auf Wunsch ein Zuschuß gewährt werden. Anmeldungen find möglichst -bald an die Schriftführerin des Vereins, Frl. Gertrud Bernstein, Bln-Charlottenog. 1, Königin-Augusta- Allee 36. zu richten, bei der auch der genaue Stundenplan erhältlich sein wird. ^I-I^Il^l.^KI'»^ Knoripnin^srist^sSs S / kcsissnstr-slZs 37 z-isriss 2S21 ^lsktris^lis /^n»>sgsri fllr: l.ic:^t / »<rsft / SQ^wac-l^sii-OM / k^sciio SslsuQl^turigskLi'psi' fllkslls 2ÜWSQl<S; StUtZSlSIUQtltUI^gSKVnpSI' (Z s?° su s Q I c> s s ^»-»Si^slskt^s- Stsuvssugsn. ^Isktnis«2tis >o<p>ps^ats slls^ /^t. PZsps^stiunsn s ll lZ s n s t g ll ri s t i g s S s cj i n g u n g s ii WK8 AlMlI-IlWU Spielplan v. 1.-7. De?., tZZI. sdeno> 8 Unr Qsstspiel äl.018 KL8l>II „vss 5«k«,»IK«nns»t" ^It-VVienei OpeieNe ii Zyklen lVtuslli von Lmno Orgmcnstsectten. 8. 20. Dezember „vis g«»«I,ie«Ien«?rs«i" Ope,etle m 3 AKien von!-eo fsl! Ad 21. l)t-ernder clie K g I m s n-iX'ovit3t i,v>« Dß«er»gin v«n ekicsg«»" Abonnenten dieses KIsUes Ze^en Adxabe dieser Annonce I.— LrmsLlAuriA an V/ocnentsAen von ^tont^Z bis ^rena^ ^lil sllen?lSt?tn v n 3.— ^k. an sukwZrts. Lsmst. u. 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