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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-09-01 · 1-2 (9.1928) · p. Seite 22

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
1-2 (9.1928)
Date
1928-09-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
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22 Gefallenenstatistik. Mehr als 12 000 deutsche Juden sind im Weltkrieg gefallen. Dieses traurige Opfer vaterländischer Pflichterfüllung wird von unseren Gegnern angezweifelt. Es wird behauptet, die'Siatistik sei falsch; es sollen in Wahrheit nur 4000 Glaubensbrüder gefallen lein. Dieser Vorwurf hat dem NIF. die Pflicht auferlegt, in der Bundeszeitschrift „Der Schild" eine namentliche Liste aller lm Krieg gefallenen Juden, nach dem letzten Wohnsitz geordnet, fortlaufend zu veröffentlichen. Die bisherigen Veröffentlichungen haben gezeigt, daß die im Besitz unserer Bundesleitung befindlichen Unterlagen unvollständig sind. Wir sehen uns daher veranlaßt, uns an alle Organisationen der jüdischen Gemeinschaft wie an jeden einzelnen zu wenden, mit der dringenden Bitte, uns in der Aufstellung der vollständigen Liste zu unterstützen. Die inzwischen erschienene Liste der Frankfurter Gefallenen legen wir auf dem Büro der Israelitischen Gemeinde, Fahrgasse 146 (Steuerbüro), Montags bis Freitags 9—1 Uhr, 15—18 Uhr, Israelitischen Religionsgesellschaft, Friedberger Anlage 6, Monrags bis Freitags 9—12, 16—18 Uhr, auf. Wir bitten joden, dem durch den Krieg Angehörige und Freunde entrissen wurden, die Liste einzusehen und auf Vollständigkeit und Nichtigkeit zu prüfen. Schriftliche und telephonische Mitteilung nimmt auch unsere Geschäftsstelle (Anschrift: Siegfried Vogel, Oberlindau 110, Telephon: Zeppelin 54 873) entgegen. Wir betrachten es als selbstverständliche Ehrenpflicht jedes einzelnen, an dieser Statistik — die anläßlich des zehnjährigen Bestehens unseres Bundes in 1929 als Gedenkbuch herausgegeben werden soll — zum ehrenden und bleibenden Andenken unserer Gefallenen mitzuwirken. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Frankfurt a. M. Neue Jugendarbeit. Am 12. August fand inDüsseldors die 2. Hauptvorstandssitzung des „Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands" in diesem Semester statt. Die Tagung war aus allen Teilen des Reiches gut besucht. Aus dem Situationsbericht, den der 1. Vorsitzende Rabbiner Dr. Hahn, Essen, erstattete, ist zu entnehmen, daß sich die Dresdner Jugendtagung, die in allen jüdischen Lagern einen starken Widerhall gefunden hat, im Verband im Sinne eines vertieften Verbandsbewußtseins und einer gesteigerten Arbeitsfreudigkeit auswirkt. Spiegelbild dieses Tatbestandes sind die letzten Ausgaben des „Jugendb und", der weitverbreiteten Zeitschrift des Verbandes. Die Beziehungen zu den übrigen jüdischen Organisationen gestalten sich, der Bedeutung des Verbandes entsprechend, immer intensiver. Besonders freudig wurde die Nachriwt begrüßt, daß es D r. I a c o b > Sa a r - brücken aus dem indischen Weltjugendkongreß in S t raßburg gelungen ist, die Voraussetzung für eine Zusammenarbeit des Verbandes mit der Union Universelle de la Jeunesse zu schaffen. In der sich an das Referat anschließenden Diskussion wurden in eingehender Weise die ideologischen Grundlagen der Bundesarbeit überprüft. Es herrschte Einstimmigkeit darüber, daß eine Formulierung geschaffen werden müsse, die in der Sprache unserer Zeit sagt, was der Verband positiv unter dem Schlagwort „Neutralität" versteht. Die der Versammlung vorliegenden Thesen von Dr. Max Wiener, Berlin, sollen die Grundlage dieser umgehend in Angriff zu nehmenden Erörterung bilden. An das Finanz- und Organisationsreferat von Fritz Schwarzschild, Wiesbaden, schloß sich eine ausgiebige Aussprache über die im Winter zu lösenden Aufgaben an. Es wuvde beschlossen, in den Mittelpunkt der kommenden Arbeit: „Die soziale und seelische Not der heutigen Jugend" zu stellen. Daneben sollen die in Dresden aufgestellten Forderungen hinsichtlich der Mitwirkung der Jugend an 'der in der Gemeinde zu leistenden Arbeit der Verwirklichung näher geführt werden. Bundestag des Kadimah. Der diesjährige Bundestag des Kadimah, Bund jüdischer Pfadfinder, fand vom 27. Juli bis zum 1. August bei Wittgenborn im Vogelsberg statt. Während Jüngere und Mittlere vier Tage im großen Zeltlager zubrachten, tagten die Führer und Aelteren des Bundes Sonnabend und Sonntag in Wächtersbach. Die Beratungen galten in erster Linie der Bundesideologie, daneben wurden namentlich in Kommissionen Fragen der Innen- und Außenarbeit besprochen. Der Bund hält nach wie vor an der unpolitischen Erziehung seiner Leute fest. Beachtenswert ist, daß die bis dahin noH bestehenden Differenzen hinsichtlich der Bundesideologie als überwunden angesehen sind. Von allen Seiten wurde betont, daß Pfadfindertum nicht sklavisch übernommen werden soll, sondern mit spezifisch-jüdischen Gehalten zu erfüllen sei, wofür der Name „Zofiutb/ Zeugnis ablegen soll. Den Abschluß der Tagung bildete die Wahl des Bundesrates und der Bundesfühvn7ckKl.ciovno II p?ok. o?. Zssge? Dl Zsn. Ks» Silkinge? D» Dr. >.snmsnn 5ikvmr>i-w4keu ttsnckcnuns risrrenvsäzene Lrs^sttsn Is5cnentücnsr 5Ctt>.vpk-ttO5cn, Ii prinxshröclce. v/ir 5incl in l-xtrs^sitsn Dl gut 5vrtie?t. 57kicKKO55?cX7»O5I DI prekworte e»llcls»ige l-«isls??sugnitts gl Wiener, 5cnv/ei?e? uuci Deukcns? Ärickg? Kun5». Viehle-Küble?. keiiscleclcen, Lsb/srtiksl, ksclesrtlkel, Kurzwaren. vsgl. 1S2V <5oetne5trshe 7 » kergvntrshs » tts5sngs»e 2 viroetion cisi' 0i8eonto-Ks8el!8ekaft Filiale f^rsn^kurt a. ^l. 18 6o55inai-1<t 13 ^eeriiSktuke und Abteilung kür privatkundx^akt: KoÜmarkt 18 parterre OKPOZII^NK^ZZKN. Hanauer I^sritlztrsüe z6 / ^sixer^trsüe 6y Korixtskler ^aetie / r^sin-er l^srictztr. izy fLknspüLenLi:- Naiua 7760—7770 Isunuz 1750—1752 Körner 573 HusMi-ung alle»' banlcmälZigen Ks8ekätts

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