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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-07-01 · 11 (7.1928) · p. Seite 354

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
11 (7.1928)
Date
1928-07-01
Page
Seite 354 (sequence 18)
Language
German
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Hausbettel. In den letzten Wochen mehren sich die Klagen über wilde, unkontrollierbare Bettelei. Wir mußten leider feststellen, daß bei nachträglich eingezogenen Erkundigungen bei unserer Stelle es sich um Leute handelt, die durch unwahre Erzählungen es verstanden haben, unberechtigtes Mitleid zu erwecken. Die verehrl:chen Gemeindemitglieder werden gebeten, sich unsrer Scheckhefte zu bedienen und auch durch telephonische Anfrage (Hansa 3728) Erkundigungen über die Würdigkeit der Almosen Heischenden einzuholen. Israelitischer Hilfsverein Frankfurt a. M., Langestraße 30. Weibliche Fürsorge, Langestratze 30. 1. Arbeitsnachweis, Sprechzeit tägl. 10—12 und 3—4)4 Uhr, Sonntag 9)4—11 Uhr. Gesuchte Stellen a) für Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Verkäuferinnen. Lageristinnen und Lagerarbeiterinnen; d) für Lehrmädchen mit Volks-, Mittel- und höherer Schulbildung Per sofort und zu Ostern; v) für Kochaushilfen, Näherinnen, Hausdamen und Haushälterinnen in frauenlosen Haushaltungen, Haustöchter And Stützen mit Familienanschluß. Sprechzeit für Lehrmädchen: Montag und Donnerstag von 356-^ Uhr. Offene Stellen für tüchtige Wirtschafterinnen, gut empfohlene Köchinnen, Alleinmädchen und einfache Stützen sind gemeldet. 2. Zimmervermietung. Der Arbeitsnachweis vermittelt billige Zimmer jeglicher Art, möbliert und unmöbliert, mit und ohne Kochgelegenheit, mit und ohne Pension; Sprechstunde: Mittwoch von 10^—12 Uhr. 3. Fürsorge st eile. Uns liegen soviel dringende Bitten um Koltern vor, daß wir sie der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen wollen- Wir sind gern bereit, auf Anruf Hansa 3725 die Koltern abholen zu lassen. Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitscher Bürgerstöchter (gegr. 1790). Die ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins hat am 22. Mai ds. Js. stattgesunden. In dieser wurden die vorgeschlagenen Satzungsänderungen genehmigt und — an Stelle des verstorbenen Herrn Emil Haas — Herr Max Stern neu in den Vorstand gewählt, dem außer ihm die Herren Alfred Schwarzschild, Vorsitzender, Wolfgang Auerbach, Ludwig Grödel, Abraham Horovitz, Dr. Ernst Kirchheim und Dr. Emil Sichel angehören. Bei der Verlosung der Aussteuer erster Klasse aus 1927, die NM. 3000.— beträgt, wurde die Nr. 215 gezogen. Dem Mitglied, das diese Beteiligungsnummer besitzt, steht das Recht zu, den genannten Betrag als Mitgift einem Mädchen zuzuweisen, das den satzungsgemäßen Bedingungen entspricht. Ferner hat der Vorstand beschlossen, sechs Aussteuern zweiter Klasse von je RM. 400.— am 31. Juli ds. Js. zur Verlosung zu bringen. Diese Aussteuern können satzungsgemäß in erster Linie gewährt werden: „Mädchen, deren Eltern seit mindestens fünf Jahren in ununterbrochener Folge hier leben und einer der hiesigen israelitschen Gemeinden angehören." Satzungsgemäß dazu befugte Bewerberinnen müssen ihre Anmeldung persönlich oder durch ihre Eltern bezw. Vormünder bis zum 29. Juni ds. Js. bei Herrn Dr. E. Sichel, Praunheimer Straße 26, vormittags 8—9 Uhr, einreichen. Der Verein lädt hiermit auch zur Erneuerung bezw. Erwerbung der Mitgliedschaft ein. Der Beitrag ist für das Jahr 1928 wieder aus NM. 9.— festgesetzt, und man bittet, ihn dem Postscheckkonto des Vereins, Nr. 50 333, zu überweisen. Jedes Mitglied erhält mit der Quittung über den Jahresbeitrag seine Beteiligungs- Nummer für die Verlosung der Aussteuer erster Klasse aus 1923, die in der ordentlichen Mitgliederversammlung des nächsten Jahres erfolgen wird. Der Vorstand des Vereins hofft, daß recht viele unserer jüdischen Mitbürger ihm als Mitglieder beitreten werden, denen dadurch die Möglichkeit geboten ist, einerseits die alte Mizwoh Hachnosas Kallo auszuüben und andererseits die neuen Bestrebungen zur Förderung der Frühehe zu unterstützen. Exemplare der neuen Satzungen werden auf Verlangen vom Vorstand zugesandt. Suppenanstalt für israelitische Arme. Der Vorstand legt für die Zeit vom 1. Oktober 1913 bis 30. September 1927 seinen Täiigkeitsbericht vor. In der Zeit vom 1. April 1926 bis 31. März 1927 wurden insgesamt 74 713 Mahlzeiten verabreicht und zwar 33 600 an Kinder, 38 418 an Erwachsene und 2693 an Kranke und Wöchnerinnen. Die Einnahmen beliefen sich per 30. September 1927 aus 43 497.10 Mark im Gegensatz zu 43 456 Mark Ausgaben. An Mitgliedsbeiträgen waren nur 2837 Mark eingegangen. — Der Bericht schließt mit einem Ausruf an alle Frankfurter Juden, der Suppenanstalt als Mitglieder beizutreten, um das bedeutsame Werk, das schon viele Jahre Gutes gewirkt hat, weiterzuerhalten. vir 040c54I50N öscitsmäntel Vscieespe5 vsÄetücker vscteksuben Vscie5ckuke Vs«ieko5sn « Ssclesn^üge 51srks»Forma" „kozveis" 5pe?I^»4v§ bekannt kür nur gute Qualitäten. 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