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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-06-01 · 10 (6.1928) · p. Seite 318

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
10 (6.1928)
Date
1928-06-01
Page
Seite 318 (sequence 14)
Language
German
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318 Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes. Am 6. und 9. Mai wurden zwei Werbeversammlungen veranstaltet. In der ersten sprach Frau Henriette Fuerth über das Buch des amerikanischen Jugendrichters Lindsey und die darin behandelten Fragen des Sexuallebens und stellte sich in der Diskussion auf die Seite der revolutionären Jugend. Entsprechend der Gepflogenheit der Ortsgruppe^ alle Fragen von den verschiedensten Selten zu beleuchten, kamen auch hier die Vertreter der gegenteiligen Meinung in der Diskussion zum Wort. Zusammenfassend betonte die Vorsitzende, daß mit der Aufrollung dieser Fragen nur der erste SwrUt getan sei, und daß daran anknüpfend der jüdische Frauenbund gemeinsam mit den Vertretern der Jugendgruppen Wege suchen müsse, die aus der bestehenden Wirrnis der heutigen Zeit wieder herausführen. Sie unterstrich, daß dieser Weg für den jüdischen Frauenbund nur der Weg der jüdischen Sexualethik sein könne. — Die zweite Veranstaltung galt der Idee der Völkerverständigung. Rabbiner Dr. Emil Bernhard-Cohn-Berlin sprach über Recht und Frieden, wie sie im Judentum zum Ausdruck kommen. Er gab seinem Referat einen künstlerischen Abschluß durch Verlesen des ersten Aktes aus seinem Schauspiel „Das reißende Lamm". Die beiden erfolgreichen Veranstaltungen"zeigten, welch lebendiges Interesse die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes den Fragen der Zeit entgegenbringt, und wie sie ihrerseits bemüht ist, an ihrer Lösung mitzuarbeiten. Weibliche Fürsorge, Langestratze 30. 1. Arbeitsnachweis, Sprechzeit tägl. 10—12 und 3—4Z4 Uhr, Sonntag 9^—11 Uhr. Gesuchte Stellen a) für Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Verkäuferinnen. Lageristinnen und Lagerarbeiterinnen: d) für Lehrmädchen mit Volks-, Mittel- und höherer Schulbildung Per sofort und zu Ostern; o) für Kochaushilfen, Näherinnen, Hausdamen und Haushälterinnen in frauenlosen Haushaltungen, Haustöchter und Stützen mit Familienanschluß. Sprechzeit für Lehrmädchen: Montag und Donnerstag von 3^^^ Uhr. Offene Stellen für tüchtige Wirtschafterinnen, gut empfohlene Köchinnen, Alleinmädchen und einfache Stützen sind gemeldet. 2. Zimmervermietung. Der Arbeitsnachweis vermittelt billige Zimmer jeglicher Art, möbliert und unmöbliert, mit und ohne Kochgelegenheit, mit und ohne Pension; Sprechstunde: Mittwoch von 10^—12 Uhr. 3. Fürsorge st eile. Uns liegen soviel dringende Bitten um Koltern vor, daß wir sie der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen wollen. Wir sind gern bereit, auf Anruf Hansa 3725 die Koltern abholen zu lassen. Jahresbericht des Jüdischen Turnerbundes. Der Bericht des ersten Vorsitzenden in der diesjährigen Generalversammlung ließ erkennen, daß der Bund im abgelaufenen Geschäftsjahr erhebliche Arbeit geleistet hat und auch für die Zukunft nur Gutes erhoffen läßt. Es wurden insgesamt 280 Uebungsstunden iu 9 Abteilungen abgehalten, die wöchentlich von zirka 190 Personen besucht waren. Die in den Kursen erzielten Resultate waren sehr erfreulich. Es war dies zum guten Teil den dem I. T. B. zur Verfügung stehenden tüchtigen Lehrkräften zu verdanken. Der I. T. B. ließ es sich im vergangenen Jahr besonders angelegen sein, durch gesellige Zusammenkünfte, viele Wanderungen und ein besonders gelungenes Chanukkafest das Freundschaftsband innerhalb der Mitglieder zu festigen. Um der Öffentlichkeit einen Beweis zu geben, daß bei gediegener Vereinsarbeit hochstehende turnerische Leistungen erzielt werden können, veranstaltete der I. T. B. ein Kinder-Schauturnen, das den berechtigten Beifall der jüdischen Öffentlichkeit hervorrief. Auch anläßlich des jüdischen Handwerkerfestes beteiligte sich der I. T. B. mit einer Turner- und Knaben-Riege. Aus dem Bericht des Kassierers war zu entnehmen, daß die laufenden Ausgaben ca. Mk. 4000.— betrugen, die aus den Beiträgen der aktiven und passiven Mitglieder, sowie gelegentlichen Sonderspenden gedeckt wurden. Darüber hinaus ist es der Vereinsden Beitrag der Kinder-Abteilung von 75 auf 50 Pfg. zu ermäßigen und ein Vereins-Schiedsgericht einzusetzen Turnusgemäß schieden Frl. Helene Heidingsfeld und Herr Hermann Hacke! aus dem Vorstand aus. Der neugewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Herr Samuel Eisemann, Herr Adolf Fiebermann, Herr Dr. Jos. Frank, Herr Dr. Ernst Freimanm, Frl. Bertel Graetz, Herr Hugo Herrmann, Herr Benno Levita. Zur Unterstützung des Vorstandes wurden verschiedene Kommissionen gebildet, die sich innerhalb eines Arbeitsausschusses zusammenfinden. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß die bedeutungsvolle Arbeit des J.T.B, auch im kommenden Jahre von Erfolg begleitet sein wird. Verein zur Förderung ritueller Speifehäuser e. V. Hamburg. Auch an dieser Stelle sei darauf aufmerksam gemacht, daß unsere diesjährige Mitgliederversammlung am Sonntag, den 3. Juni 1928 um 16 Uhr im Volksbildungsheim. Eschenheimer Anlage 40/41 Saal 5 in Frankfurt a. Main stattfindet. Der Mitgliederversammlung geht eine öffenrlicheB er sammln ng, Beginn 151/2 Uhr voraus, in welcher s. Ehrro. Herr Ober-- rabbiner Dr. Carlebach, Altona, das Referat halten wird. Zu der öffentlichen Versammlung ist jedermann freundlichst eingeladen. Näheres ist aus dem Inserat in dieser Nummer zu ersehen. M WseliMll'WeMleii gegsnUdsr clsm Opsrnliaus Künstlerkon-erts 4—12 Unr MMrel. «5ISK«5?«aL5L S«?«I.«ek0»I I»5»I54 2 Xspellvn?»n-l»»? KciN KX^ssQXo MIM «WIMM MM-?MllIM wärme deständiA. 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