Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 6 (1927-1928)
- Issue
- 9 (5.1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 287 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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287 Erziehung zu sozialer Frauenarbeit. Die Jugendgruppe des Jüdischen Frauenbundes Hai sich zur Aufgabe gesetzt, junge Mädchen zur sozialen Hilfsarbeit heranzuziehen. Unsere Mitglieder unterrichten unbemittelte Kinder, denen es oft die Wiederholung eines Schuljahres erspart. An einem Nähnachnntwg, der einmal in «der Woche stattfindet, werden Spielzeug und Kleider für bedürftige Kinder angefertigi. Bon verschiedenen Kommissionen wurden uns noch andere Aufgaben gestellt, wie z. B. Hilfe in Krankenhäusern, Vorlesen bei Blinden u. a. m., die wir aber bei unserer kleinen Mitarbeiterzahl nicht mehr übernehmen können. Wir brauchen tätige Helferinnen.' Zur Einführung in die Idee der sozialen Arbeit haben einige Frauen des Frauenbundes es in dankenswerter Weise übernommen, uns als Führerinnen zur Seite zu stehen. Mi: ihrer Hilfe haben wir Diskussionsnachmittage, Lese- und Vortragsabende veranstaltet. So z. B. eine 14täglich stattfindende Lesestunde mit Aussprache bei Frau Stephanie Forchheimer und auch einen wöchentlich stattfindenden Kurs „Einführung in die hebräische Sprache mit anschließenden philosophischen Betrachtungen" bei Herrn Rabb. Dr. May. Um die Arbeit aufbauen und erweitern zu können, brauchen wir tatkräftige Hilfe, und deshalb wenden wir uns heute an die Frauen der Frauenvereinigungen und bitten sie herzlich, sich für unsere junge Gruppe zu interessieren und uns weiter zu helfen; sie haben sicher in ihrem Kreis Töchter und junge Freundinnen, die sie unserer Arbeit zuführen können. Wir wissen, daß wir von den einzelnen, die ja meistens in einem Beruf stehen, nicht zuviel verlangen dürfen, aber eine oder zwei Stunden in der Woche entweder für Nachhilfeunterricht oder für sonstige notwendige Hilfe verlangt ja nicht allzuviel Opfer. Wenn wir uns auch bewußt sind, daß wir nur wenig leisten können, daß unsere Arbeit nur einen kleinen Aufgabenkreis umfassen kann, so sagen wir uns doch,!daß auch die geringste Hilfeleistung notwendig ist. Und so haben wir über unsere Tätigkeil als Motto ein Worr unserer großen Führerin Bertha Pappenheim gesetzt, die der Jugsndgruppe besonders nahe steht: „Heilige Kleinarbeit". Wir erbitten die Anmeldungen für Arbeit und als Mitglied an Adelheid Kulp, Sternstr. 6, Hansa 1782. Der Jahresbeitrag beträgt Mk. 4.—. Israelitische Religionsschule. Das Sommerhalbjahr hat am Mittwoch, den 18. April begonnen. Anmeldungen nimmt Herr Rabbiner Dr. Horovitz für die Religionsschule Hermesweg noch am Sonntag, den 6. Mai in der Schule Hermesweg von 10—11 Uhr, am Mittwoch, den 9. Mai in der Schule Unterlindau von 4—3 Uhr entgegen und in seiner Wohnung Staufenstraße 30 von 41/2-51/» Uhr bis zum 9. Mai. >- Besonders aufmerksam gemacht sei auf die Kurse für junge Mädchen, die der Schule entwachsen sind. Religionsunterricht in Dockenheim. Die verehrt. Mitglieder unserer, Synagoge mache ich darauf aufmerksam, daß der hebräische Unterricht für unsere Kinder am Donnerstag, den 19. April begonnen hat. Anmeldungen nimmt Herr Lehrer und Kantor Eschwege noch am Donnerstag, den 10. Mai in der Falkmittelschule von 3—4 entgegen. Zu jeder näheren Auskunft ist Herr Eschwege, wie auch der Unterzeichnete gerne bereit, der sich besonders freuen würde über jede Anregung bezügli-h der Ausgestaltung des hebräischen Unterrichts, die aus den Reihen unserer Gemeindemitglieder käme. Dr. Jakob Horovitz Gemeinderabbiner. Aus dem Jahresbericht des Talmud Thora-Vereins. Dem in der Generalversammlung am 25. März erstatteten Bericht ist zu entnehmen, daß trotz größten Bemühens die Ausgaben auszugleichen, das Berichtsjahr mit einem Fehlbetrage von Mk. 360,94 schließt. Jedoch ist zu hoffen, daß die schwierigste Zeit überstanden ist. Der Verein bedarf, um seiner hohen Aufgabe, Ertüchtigung unserer Jugend im jüdischen Wissen, gerecht werden zu können, erböhter regelmäßiger Jahresbeiträge und Zuwendungen bei freudigen und ernsten Anlässen. Wir wenden uns daher erneut und in erhöhtem Maße an unsere Mitglieder mit der Bitte, dem Talmud Thora-Verein neue Mitglieder, Freunde und Gönner zu gewinnen. Der Verein hatte am Jahresende einen Mitgliederbestand von 766 Personen. Wöchentlich wurden durch den Verein 5 9 Schiurim gehalten, die alle ziemlich gut besucht waren. Wir richten immer wieder an die Eltern und Erzieher die Bitte, die Jugend zu veranlassen, in noch größerer Zahl an den Fortbildungskursen teilzunehmen, die eine Ergänzung des Schulunterrichts bilden sollen, da es innerhalb des Schulpensums schwer »OX^I-I/^S Oirsotion <isr vi8eonto-Ke8ell8ckAft filisle f^ranksiirt a. 54. 18 ko55msrkt 18 ^ecnxe^tude unci Abteilung kür privstkunckenafr: koKmarkt 18 parterre O5p0517LNK^55t-N: Hanauer ^.sncktrsKe z6 / KaixerxtraKe 69 Konztsbler ^aeke / biain-er ^ancktr. izy?L«N5p«LLNx«: Nsrua 7760—7770 lauinu 1750—1752 KSmer 573 kuZMpung alle»' bankmäßigen kesenäite