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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-03-01 · 7 (3.1928) · p. Seite 217

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
7 (3.1928)
Date
1928-03-01
Page
Seite 217 (sequence 13)
Language
German
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217 leben. Diese Faktoren sind nicht willkürlich, sondern Erbgut. Wir sind Deutsche und haben es nicht nötig, unser Deutschtum immer aufs neue zu beweisen. Für manche ist der C.-V. eine Art Judentumsersatz. Wir aber sind und bleiben ein polnischer Verein, ein Abwehrverein. Wenn wir in das deutsche polnische Leben hineingehen, so tun wir dies ohne ängstliche Rücksichtnahme. In den Centrai-Verein gehören alle 'deutschen Juden ohne Ausnahme. Wir müssen der Cenlral-Verein der deutschen Juden sein. Unser Rechtskampf ist ein Kamps besonderer Art, ein jüdischer Kampf. Wenn wir die neue Generation in stärkerem Maße heranziehen wollen, so müssen ihre Probleme behandelt werden, wie Berufsumschichtüng usw. Was Ihr heute nicht erfüllet, wird nie! Nach einer sehr angeregten Diskussion wird zu den Abstimmungen über die Tyesen der Referate geschritten. Tie Thesen Dr. Holländers werden unter großem Beifall einstimmig angenommen. Die Resolution Mecklenburg-Chemnitz (Landesverband Freistaat Sachsen) wird mit 97 gegen 62 Siimmen angenommen. Sie lautet im wesentlichen: „Die von den Z i o n i st e n in der Öffentlichkeit betriebene Propaganda hat es dahin gebracht, daß die früher nur von den Judengegnern bewnte Trennung von „Deutschen" und „Juden" in der öffentlichen Meinung mehr und mehr an Boden gewinnt; immer mehr verbreitet sich die Vorstellung, als gehörten die deutschen. Juden nicht zum deutschen, sondern vielmehr zu einem über die ganze Erde verstreuten, in Palästina beheimateten jüdischen Volk. Dieser Zustand bringt die Errungenschaften eines mehr als hundertjährigen Emanzipationskampfes in ernsteste Gefahr. Der C.-V. muß daher wirksamer als bisher der zionistischen Anschauung entgegentreten, nach welcher das Judentum die Volks¬ und Kulturgemeinschaft aller Juden und Palästina ihr nationales und kulturelles Zentrum sein soll. ... Gegenüber den Wirkungen der zionistischen Propaganda sieht der C.-V. seine Aufgabe darin, seiner Auffassung von Deutschtum und Judentum in der Oeffen.lichkeit Geltung zu verschaffen." Der Antrag Bernstein (Chemnitz), daß die Zugehörigkeit zum C.-V. unvereinbar sei mit der Zugehörigkeit zum Pro Palästina-Komitee, wird mit allen gegen einige Siimmen abgelehnt.. Es folgte das Referat von Dr. Norbert Einstein: „Das Wirtschaftspro grammd es C. -V". Das Referat m« KÄKkWl? VS! 4n «II« g««kl?t«n «suskesuen l U/ir haben uns in der Zeitspanne von etwa 45 Jahren einen umfangreichen, festen und Ausführung der Schaufenster-Reinigung allgemein Anerkennung gefunden hat Heure denkt kein Ladenbesitzer mehr daran, solche Arbeiten noch wie ehedem durch eigene Hausangestellte ausführen zu lassen. Mehr als bisher wollen wir deshalb in Zukunft unseren Betrieb auch aufdie Reinignng der Wohnungsfenster in Privathäusern ausdehnen und verkitten sicherlich dadurch mancherlei Unannehmlichkeiten und Aerger der geehrten Hausfrauen, welcher erfahrungsgemäß bisher mit dem Fensterputzen verbunden war Man sollte Dienstmädchen. Aufwartefrauen, überhaupt Hnuspersonal niemals zu solchen gefahrvollen Arbeuen heranziehen, welche wir Ihnen für einen elstaulmch mähigen Preis im Abonnement abnehmen können. Unglücksfalle durch Ausrutschen der Leiter oder gar Abstürzen aus der Etage haben für die Familie setir erhebliche finanzielle Nachte-le, weil Versicherungsorgane sich bei derartigen Unfällen von nichr fachkundigen Personen stets ablehnend verhalten Unsere gut ausgebildeten Glasreinigumis-Gehilfen sind aber in der Berufsg-nossenschaft, welcher unser Betrieb laut gesetzlicher Bestimmung angehört. Der geringe Preis, den wir im Abonnement berechnen, gleicht daher nur einer Versicherungsgebühr okne besondere kosten für das Fensterputzen. Mit bestem Arbeitsmaterial ausgestattet, haben unsere Leu<e infolge der langjährigen 'Ausführung derartiger Arbeiten eine verblüffende Fertigkeit, und die geehrten Häusfrauen werden mit Freuden feststellen, daß das Fensterputjen okne Isstige Störung ausgeführt w'rd. Spiegelblanke Fenster zieren die Wohnung und ebenso wie das Zeitungs-Abonnement in keinem Haushalt fehlen darf, sollte das Abonnement für Fensterputzen eine Selbstverständlichkeit werden Man rufe Earolus 456Z4 an und unser Vertreter wird Sie alsbald besuchen zur Aufnahme Ihres Abonnements. Mit vorzüglicher Hochachtung MIM krMllM iiellWe- Mll K.S5MWS8H5M WiiZil Wer z 8iM krMlM W UM MiiMlMeg N gipfelte in folgenden Anträgen, die angenommen wurden: Obwohl sachliche und politische Schwierigkeiten entgegenstehen, ist es dringend notwendig, daß der C.-V. den wirtschaftlichen Umwandlungen in Deutschland ein erhöhtes Interesse entgegenbringt. Um alle gleichartigen und divergierenden Bestrebungen im deutschen Judentum beobachten zu können, und um ein bis ins einzelne gehendes SpezialProgramm aufzustellen, sind mit sofortiger Wirkung zwei Kommissionen mit je sieben Mitgliedern einzuberufen. Der Vorsitzende Dr. Julius Brodnitz hielt das Schlußwort. Die Debatte, sagte er, zeuge von großem Verantwortungsgefühl, auch diese Tagung habe die unlösbare Verbindung von Judentum mit Deutschtum dargetan. Deutsches Komitee pro Palästina. Die Generalversammlung des Deutschen Komitees Pro Palastina zur Förderung der jüdischen Palästinasiedlung fand am 9. Februar unter Vorsitz von Graf Bernstorff in Berlin statt. Der Borsitzende begrünte die Mitglieder des Ehrenausschusses. Er legte namens des Präsidiums den Tätigkeitsbericht vor und schloß seine Ausführungen, indem er noch einmal die Neutralität des Pro Palästina Komitees im innerjüdischcn Meinungskampf betonte. Die Balfourdeklaration. die die Schaffung einer nationalen jüdischen Heimstätte in Palästina proklamiere, sei die selbstverständliche Grundlage für die Arbeit des Komitees, ein integrierender Bestandteil dieser Deklaration sei aber die Feststellung, daß in Sachen des Palästinaaufbaus nichts geschehen werde, was die staatsrechtliche Stellung der Juden in allen Ländern iraendwie beeinträchtigen könnte. Mit abstrakten Fragen, wie z. B. der Auffassung der Judenheit als Volks- oder Religionsgemeinschaft, beschäftige sich das Komitee nicht. Es hat in Ausführung seines klaren und eindeutigen Programms einzig und allein die Aufgabe, das in Palästina begonnene Werk aus ethischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Gründen zu fördern. Der Bericht wurde einstimmig genehmigt und dem Präsidium Decharge erteilt. In die leitenden Körperschaften des Komitees wurden neugewählt: Geheimer Rcgicrungsrat Dr. Kastl, Erster Bürgermeister Dr. Petersen (Hamburg) und Generalkonsul Eugen Landau. WMI'M IMemrMkWMllll lle5M-WMiMi^mM8iM ükkentlick recntlicne xemeinnüt^ixe Institute l^ebensversickerunA/Xusstattunxsversicnerung VersickerunKen jeäer ^rt ^nkrgxen >voNe man vertrauenZvoll ricnten an av<ZU5? I.Al?»05Se«<Z?rankkurt 2. IVl., weZtenästraLe 6 leleion: IVlainxsu 76654 Erste Frankfurter Häuser zählen schon jahrzehntelang zu unserer Kundschaft und stehen wir mit Aufgabe von Referenzen jede-zeit zur Verfügung. /nttcHe/e „dNeo" Kautscnukb Inden beseitigen Stirnfalten, Doppelkinn, ^uxeri5alten, ttängebacken scnnell, Liener, senmer-Ios und bequem. Sie kunren eine kexenerierunA erscnlakkter ttaut nerbei und vertreiben auk diese ^Veise Kun-eln und Fettpolster. .?er Stück KKI. 4.— I^eue Hls,in2erstralZe 82, nane Opernplatz- Besondere Spezialität: Qummiunri X?smpfsrie?st?llmpke ^/K/5«S55 ^/?//5/h?^>55 ^/M^56?n ^^//^^^^

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