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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-03-01 · 7 (3.1928) · p. Seite 215

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
7 (3.1928)
Date
1928-03-01
Page
Seite 215 (sequence 11)
Language
German
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Kommission ist, und wie ihre Kompetenzen von der Kommission für Unterrichts- und Erziehungswesen abzugrenzen seien, eine gemischte Kommission von drei Mitgliedern des Vorstands und vier Mitgliedern der Gemeindevertretung ernannt, in welche von der Gemeindevertretung die Herren Fromm, Dr. Geiger, Goitein, Dr. Strauß gewählt werden. Schließlich wurde eine Anfrage des Herrn Wronker betr. das Verhältnis der in Königstein angesiedelten Frankfurter Gemeindemitglieder zur Frankfurter Gemeinde mit weiteren Anregungen in bezug auf das E i n g e m e i ndungsproblem hinsichtlich der im Stadtgebiet einverleibten und noch einzuverleibenden Vororte dem Vorstand zur weiteren Behandlung überwiesen. An die öffentliche Sitzung schloß sich eine kurze nichtöffentliche Sitzung an, in welcher Personalangelegenheiten zur Sprache kamen. 215 Aus den Gemeinden. Berlin. Der große Rat des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden, der am 22. Januar zu einer Siyuna zusammentrat, beschloß, die Landesversammlung aus den 25. März einzuberufen. Herr Direktor Kareski sprach als Finanzreferent über den nächstjährigen Etat. Zu stellvertretenden Präsidenten wurden die Herren Professor Türk und M. A. Loeb bestellt; Herr Professor Elbogen übernahm das Amt eines stellvertretenden Schriftführers, Herr Ostberg dasjenige eines stellvertretende Schatzmeisters. Präsident ist Herr Kammergerichtsrat Wolfs, erster stellvertretender Präsident Herr Rechtsanwalt Dr. Klee. In den Wohlfahrtsausschuß wurde Herr Dr. Sandler delegiert. Von den zehn Mitgliedern, die die Berliner Gemeinde in den Rat entsandt hat, verteilen sich acht auf die einzelnen Parteien; die Herren Dr. Freund und Dr. Caspary sind überparteiliche Mitglieder. Die beim Preußischen Landesverband Jüdischer Gemeinden bestehende Kommission für das liberale Einheitsgebetbuch hat den hebräischen Text und die deutsche Uebersetzung so weit gefördert, daß im Laufe dieses Monats mit dem Druck des ersten Bandes begonnen werden kann.. — In der Zeit vom 11.—13. Februar fand unter dem Vorsitz des Herrn Justizrats Dr. Brodnitz im Plenarsitzuugssaat des Reichswirtschaftsrates die Hauptversammlung des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens statt. — Am 12. Februar ist in seiner Berliner Wohnung Herr Justizrat Dr. Bernhard Breslauer, der Ehrenvorsitzende der Vereinigung für das liberale Judentum in Deutschland, gestorben. — Hamburg. Am 24. Januar fand in engstem Kreise eine Gedenkfeier für den vor sechs Jahren Heimgegangenen großen Rabbiner Dr. Nchemias Anton Nobel statt, bei der Herr Dr. Oskar Wolfsberg in einer großangelegten Rede die Verdienste des bedeutenden Redners und Denkers würdigte. — Heppenheim. Ter jüdische Denker und Dichter Dr. Marlin Buber, der Enkel des verstorbenen jüdischen Gelehrten Solomon Buber, vollendete am 8. Febrnar se-n 50. Levensjahr. — Kassel. Der Steuersatz für das Jahr 19-8 bcträat 12 Prozent. — Magdeburg. Am 25. Januar fand die Neprasentantenwahl statt; es wurden vier Vertreter der Liberalen und drei Vertreter der Jüdischen Volkspartei gewählt. — Stuttgart. Am 5. und 6. Februar fand die Landcsversammlung der Israelitischen Neligionsgemeinden Württembergs statt, in der u. a. der Antrag des Oberrates, 4^ Prozent aus der Reichseinkommenstcuer für 19-'6 und ans der dreifachen auf den 1. Januar 19-^5 veranlagten Vermögenssteuer als Landesumlage zur Deckung der Bedürfnisse der Neligionsgemeinden zu erheben, angenommen wurde. — Köln. Nach längeren Vorbesprechungen konstituierte sich unter dem Namen „Jüdische Sonderschau der Prcssa 1923, JSOP" ein Verein, der ans der internationalen Preiseausstellung in Köln im Mai d. Js. in einem jüdischen Pavillon eine jüdische Sonderschau veranstalten wird; die jüdische Presse der ganzen Welt wird sich an dieser Sondcrschau beteiligen. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde hat zur Errichtung eines jüdischen Pavillons ein Darlehen von 25 000 Mark bewilligt. Der noble Sachverstandige. Von einem Anwalt wird uns geschrieben: Es kommt des öfteren vor, daß in Prozessen vom Gericht bestellte Sachverständige auf die ihnen zustehenden Gebühren verzichten, da sie als meist gutsituierte Handwerker, Kauslente oder Akademiker diese für sie verhältnismäßig unbedeutenden Beträge, die in der Regel NM. 20.— bis 50.— ausmachen, nicht benötigen. Dieser Verzicht kommt dann der unterliegenden Prozeßparici zugute, für die ebenfalls diese Beträge meist keine Nolle spielen. Es wird deshalb hiermit angeregt, daß die als Sachverständige fungierenden Personen — statt auf die Gebühren zu verzichten — sie lieber sich auszahlen lassen und irgend einer Wohlsahrrseinrichtung der Gemeinde zuwenden. Um nicht kleinlich zu erscheinen, können die betreffenden Herren dem Gericht ja jeweils bei Empfangnahme der Zahlung mitteilen, daß sie den Betrag für einen wohltätigen Ziveck bestimmt haben. N^^l-^^S VMU»I!.WWIMS k»rvk. 0r. <Z. Fssgsr Ssn.»kst VMSngsr 0?. ^skmsnn»»»»» I I!. I HZKlM »sneßsekuks crsvsttsn «erren-WÄsckS ZPGMWMWU VI«v>v.XüdI«s ks>5s-0eeksn vst»V Hrtiksl SSscße Artikel 5«?i«klrlsi«l«r, 5!ri«KZs«kvn, ^un»d«5Hs<k», Mu»vnL«k«>n«r «Z»etke»«e. 7, Sergerste. 1S1, «s»engs»»e 2

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