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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-02-01 · 6 (2.1928) · p. Seite 188

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
6 (2.1928)
Date
1928-02-01
Page
Seite 188 (sequence 20)
Language
German
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188 Die mit der Sache befaßten Organisationen werden es dankbar begrüßen, wenn sich das Frankfurter jüdische Publikum an dieser Angelegenheit tatkräftig beteiligen würde. Sie geht alle an, denen der Grundsatz „Arbeit statt Almosen" am Herzen liegt. Schriftliche Vorschläge können unter dem Zeichen „Arbeits^ Hilfe" an Architekt Fritz Epstein, Zeil 81, gerichtet werden. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. (Amtlich.) Großer Rat. Am 22. Januar d, I. trat der Große Rat des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden zu einer Taguug zusammen. Die umsaugreicheTagesordnung wurde bis auf einige wenige Punkte erledigt. Sehr eingehend wurde die Aufstellung des neuen Haushaltsplans erörtert. In einem ausführlichen Bericht legte der Schatzmeister des Landesverbandes. Herr Direktor Kareski, dar, daß der neue Voranschlag unter stärkster Rücksichtnahme auf die allgemein bekannte schwierige Lage der Mitgliedsgemeinden angefertigt werden müsse. Es würde sich nicht vermeiden lassen, erhebliche Abstriche im Verhältnis zu den bisherigen Haushaltsplänen vorzunehmen. Wenn öfters Unzufriedenheit mit der Tätigkeit des Landesverbandes geäußert worden sei, so sei die Ursache hiersür in den meisten Fällen darin zu suchen, daß die Wirksamkeit des Landesverbandes nicht genügend bekannt sei. Trotz der häufigen Veröffentlichungen über die umfangreiche Tätigkeit des Landesverbandes herrsche über diese noch vielfach Unkenntnis. In der Aussprache wurde allgemein zum Ausdruck gebracht, daß der Landesverband noch volkstümlicher werden müsse als bisher. Unter allen Umständen müsse erreicht werden, daß die außerpreußischen Landesverbände sich an der Erhaltung, lebenswichtiger Einrichtungen der ganzen deutschen Judenheit stärker als bisher beteiligen. So z. B. seien die Rabbinerseminare nicht etwa nur für Preußen, sondern sür das ganze Deutsche Reich eine unentbehrliche Quelle für die Erhaltung des Judentums. Zur Aufstellung des Haushaltsplans wurde ein aus acht Ratsmitgliedern bestehender Ausschuß eingesetzt, dem auch auswärtige Mitglieder angehören. Zwecks Besetzung der durch den Tod des Herrn Justizrat Lilienthal freigewordenen Stelle eines Sachverständigen bei dem Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung wurde gleichfalls ein Ausschuß aus fünf Mitgliedern gebildet, der das Weiters veranlassen foll. Der Rat nahm von dem Berichte des Präsidenten Herrn Kammergerichtsrats Wolff über die seit der letzten Tagung mit den anderen Verbänden zur Herbeiführung eines Neichsverbandes der deutschen Juden gepflogenen Verhandlungen Kenntnis. Eine neue Zusammenkunft der Landesverbände und des Deutsch-Israelitischen Gemeinde-Bundes soll demnächst stattfinden. Ueber den Stand derVerhandlungen wegen desJudengefetzes, insbesondere über die kürzliche Beratung mit den Vertretern des Preußischen Landesverbandes gesetzestreuer Synagogengemeinden (Sitz Halberstadt) berichtete Herr Dr. Jsmar Freund. Es soll in einer weiteren gemeinsamen Besprechung versucht werden, die beiden von jedem der Verbände angefertigten Entwürfe eines neuen Judengesetzes derart zu verschmelzen, daß sie als ein einziger gemeinsamer Entwurf der Regierung eingereicht werden können. Eine Reihe von Ausschußbeschtüssen, vor allem die der Konservativen und Liberalen Unterrichts- und Kultusausschüsse, wurde zur Kenntnis genommen und vom Rate gebilligt. Ferner wurden die vom Wohlfahrtsausschuß in seiner letzten Sitzung ausgesprochenen Bewilligungen genehmigt. Das Ausscheiden und Ableben einiger Ratsmitglieder machte eine Anzahl von Neuwahlen notwendig, wobei die Ergänzung des Rats durch die von der Berliner Gemeinde gewählten Mitglieder, nämlich die Herren Direktor Ostberg, Dr. Sandler und Bankier Seckelsohn, hervorzuheben ist. An Stelle der verstorbenen Herren Justizrat Lilienthal und Galewsk' wurden zu stellvertretenden Präsidenten des Landesver- ^lervsnzeei'rüttung ciis l^i'ssQliS fsst slls^ l^sicjsns^ustsricis! 0er gsivsniscke Zek^sckztrom ciss ^silmitrsl ciss mocisk-risri k^s^vErisr^tss! U/okimutk ctsn gSÜVSIlISQ^S SQllWSQtlStNQNI-i^SilSPPSI'St! Oss Icissi cisr ^simtzslisncjlurig! Vsi'isrigSN Sis l<Ostsri>QS Ol'UQksQtii'iftSk'». Sssuc^IiSNi Sis urissk'S l<Ostsi^IczsSri s^t>ic:tnSn SfZt-SO^StllNctSN. WO^Im^it^-IristSt^t, ^Si! 26 I'SUNHUS 222. band>'.s die Herren Pros. Dr. Türk und M. A. Loeb gewählt. Zum stellvertretenden., Schriftführer wurde Herr Prof. Dr. Elbogen, zum stellvertretenden Schatzmeister Herr Direktor Ostberg gewählt. Die Erhallung des Kölner Lehrerseminars, die den Preußischen Landesverband schon öfters beschäftigt hat, kam auch in dieser Sitzung wieder zur Sprache. Die Frage der Gewährung einer erhöhten Beihilfe soll der mit der Aufstellung des Haushaltsplans betraute Ausschuß prüfen. Ferner wurde beschlossen, die mit dem Seminar verbundene höhere Lehranstalt „Jawneh" weiterzuführen und ab 1. April 1928 die Kosten für die alsdann zu eröffnende Obersekunda auf den Landesverband zu übernehmen. Tie dem Judentum durch die überhandnehmenden Taufen und Mischehen drohenden Gefahren sollen zunächst in einem Ausschuß erörtert werden, dem auch die vorbereitenden Arbeiten zur Einberufung einer Versammlung übertragen wurden. Als Zeitpunkt für die Einberufung des Verbandstages wurde der 25. März dieses Jahres bestimmt. An Stelle des Abgeordneten Steinberg (Wiesbaden), der sein Amt niedergelegt hat, tritt Herr Rechtsanwalt Dr. Salinger (Bad Homburg v. d. H.) in den Verbandstag ein. S u b v e u t i o n s k o m m i s s i o n. Am 4. Januar d. I. tagte die Subventionskommission des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, die von Herrn Rechtsanwalt Dr. Klee geleitet wurde. Durch die Krankheit und den leider zu früh erfolgten Tod des hochverdienten bisherigen Vorsitzenden dieses Ausschusses, des Herrn Bruno Galewski, hatten die umfangreichen Arbeiten dieser wichtigen Kommission eine bedauerliche Verzögerung erlitten. Deshalb mußte diesmal zu nicht weniger als 57 Angelegenheiten Stellung genommen werden; gegen die Entscheidungen in weiteren 27 Angelegenheiten, die bis zur Sitzung im Dezernatswege erledigt worden waren, wurde nach Prüfung durch die einzelnen Ausschußmitglieder Widerspruch nicht erhoben. Sie gelten somit als genehmigt. Lehrern, Kultusbeamten außer Dienst und Kultusbeamtenwitwen wurden insaesamt vierzehn laufende Beihilfen, sowie zwei einmalige Zuschüsse gewährt. Sieben Gesuche mußten abgelehnt werden, da das Einkommen der Betreffenden nach den Grundsätzen der Kommission Zuschüsse nicht zuließ. Zwei lausende sowie vier einmalige Beihilfen wurden betagten, nicht mehr im Amt befindlichen oder durch die Folgen des Krieges verdrängten Rabbinern zuerkannt. Zwei angehenden Religionslehrern wurden Ausbildungszuschüsse zugesagt. In 21 Fällen wurden leistungsschwachen Gemeinden Beihilfen zu Instandsetzungskosten von Synagogen und Friedhöfen gewährt; gerade auf diesem Gebiete wurden im laufenden Rechnungsjahr außerordentlich große Anforderungen an den Preußischen Landesverband gestellt. Sechs Baubeihilfengesuche mußten abgelehnt werden, da nach eingehender Prüfung des Sachverhalts festgestellt wurde, daß die betreffenden Gemeinden selbst in der Lage seien, die erforderlichen Mittel für diese Zwecke aufzubringen. In zwei Fällen stellte sich heraus, daß die Kostenanschläge so übermäßig hoch waren, daß den Gemeinden aufgegeben werden mußte, für Verbilligung der Bauarbeiten Sorge zu tragen. Einer Gemeinde wurde mit Rücksicht auf ihren Notstand eine laufende Beihilfe, zwei anderen Darlehen zugebilligt. Eine Gemeinde erhielt zur Erhaltung ihrer Synagoge, die vom Provinzial-Konservator als ein unter «allen Umständen zu bewahrendes, historisch-wertvolles Kunstdenkmal bezeichnet wurde, einen größeren Betvag aus den Mitteln „Erhaltung von Kunstdenkmälern". Zur Abhaltung eines Schechitah-Fortb'ildungskursus für Lehrer und Kultusbeamte wurden Mittel zur Verfügung gestellt. Mit Rücksicht darauf, Äaß der Wohlfahrts-Ausschuß des Landesverbandes zu seiner nächsten Tagung erst in geraumer Zeit zusammentritt, sind diesem bis Zur Höhe von 1000 Mark Mittel bereitgestellt worden, damit ie ein Rabbinatskandidat der drei theologischen Bildungsanstalten in der sozialen Arbeit ausgebildet werden kann. Insgesamt sind von 81 Subventionsgesuchen 52 Bewilligungen und 19 Ablehnungen ausgesprochen worden; zehn mußten zwecks Beschaffung weiterer Unterlagen vertagt werden. Irma: sus cloppslssit. gummisnt. pk-ims, Stoff, mit l-laissclilsufsn un<^ lZäncis^?um Lincisn.?5sl<- tisoiisi'.lialtvak's»'unci billige»'als l'uctiseiillk'-ski. Seliont Wasens unci (Zssuncinsit . . . StUek Z.— wsII^ÄUsQummistoff.SingsfslZt, - mit l^>Äls?OtilÄufsn u. SAncis»'?um Lincisn. In snt^Uoksnclsn pardsn Stüek H.SV Z. K «ZUTienzreim »tt-UIK iN5IX2e«57k. L2, nst,s Ops»- (ZsgrUnclst 1S7S

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