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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-01-01 · 5 (1.1928) · p. Seite 154

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
5 (1.1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 154 (sequence 22)
Language
German
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Wer gleichen Sinnes und gleichen Strebens ist, wer seiner jüdischen Bücherei ein Kleinod, seinem Hause einen Schmuck erwerben möchte, der beschaffe sich diese Haggadah. Es ist gleich, ob er sich bei seinem festlichen Sedermahl ganz an dieses Buch anlehnt, oder ob er der Haggadah in der überlieferten Form folgt, er wird reichen Stoff und beglückende Anregung für die schönsten Weihestunden in seiner Familie und seinem Freundeskreise finden. Die Osfenbacher Haggadah ist nur für einen engeren bibliophilen Kreis in verhältnismäßig wenigen Exemplaren gedruckt worden (im Buchhandel sind sie nicht zu haben). Man sichere sich bei dem Herausgeber Herrn Rechtsanwalt Dr. Guggenheim, Offenbach a. M., Tulpenhofstraße 54, ein Exemplar. Dem Herausgeber selbst aber, der mit unendlicher Mühe und Sorgfalt und Hingabe anseinem Werk gearbeitet hat, sei der innigste Dank aller gesagt, denen ein lebendiges religiöses Judentum höchstes Gut ihres Daseins ist. - Arnold Lazarus. Eingegangene Rücher. (Besprechung vorbehalten) JüdischesLexikon, Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens, herausg. v. Herlitz und Kirschner. Band 1. Jüdischer Verlag, Berlin. XXXVI, 1471 Seiten. Geb. Mk. 35.—. Arnold Zweig, Juden auf der deutschen Bühne. Der Heine- Bund 1927. 304 Seiten. Arnold Zweig, Caliban oder Politik der Leidenschaft, Gustav Kiepenheuer Verlag. Berlin. 400 Seiten. Geb. Mk. 10.—. Berthold Rosenthal, Heimatgeschichte der badischen Juden. VerlagKonkordia A.-G. Bühl 1927.532 Seiten. Geb.Mk. 10.—. C. A. Loosli, Die schlimmen Juden! Verlag des Pestalozzi- Fellenberg-Hauses. Bern. 257 Seiten. Fr. 5.—. R. Travers Herford,. Die Pharisäer, Gustav Engel Verlag, Leipzig. 296 Seiten. Geb. Mk. 10.50. Um Jüdische Wirklichkeit. Bericht vom Bundestag des Älterenbundes der Kameraden in Dessau 1927. Julius Gold st ein, Deutsche Volks-Jdee und Deutsch-Völkische Idee. Philo-Verlag, Berlin. 154 Seiten. Brosch. Mk. 2.-. Deutsches Judentum und Rechtskrisis v. Dr. Jacques Stern, Dr. Erich Eyck. Dr. Bruno Weil. Philo-Verlag, Berlin. 92 Seiten. Brosch. Mk. 2.—. Frieda Weißmann, Biblische Gestalten in der Legende. I. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M. 85 Seiten. Geb. Mk.2.80 Felix Goldmann, Das Wesen des Antisemitismus. Philo- Verlag, Berlin. 95 Seiten. Jsak Unna, Tierschutz im Judentum, I. Kauffmann Herlag Frankfurt a. M. 24 Seiten. Brosch. Mk. 0.60. Alfred Wiener, Kritische Reise durch Palästina. Philo-Verlag, Berlin. 155 Seiten. Brosch. Mk. 2.40, geb. Mk. 3.40. Keren Haje ss od, Bericht an den XV. Zionistenkongreß Basel 1927. Jerusalem 1927. Keren Hajessod, Palästina-Aufbau, Jerusalem 1928. The Work of the United Evacuation Committee. Paris 1927. E. Eberlin, l.es juikg 6'aujour6'tmi. Leg eclitions Wieder. Paris- 216 Seiten. Leon Berman, Lontes äu Islmuä. l^es eäitjons Uea'er. Paris 273 Seiten. 154 Eine Fiinfundneunzigjährige. Am 1. Januar d. I. beging Frau Ludwig Moses Wwe., Henriette, geb. Simon, ihren 95. Geburtstag. Die Jubilarin erfreut sich in geistiger und körperlicher Beziehung einer erstaunlichen Frische. Sie ist in Wolfskehlen bei Darmstadt als zweitjüngstes Kind von sieben Kindern geboren und von diesen, die sämtlich hochbetagt gestorben sind, die einzig Ueberlebende. Von einfachen Eltern in Anspruchslosigkeit, aber in Frömmigkeit und! Gottvertrauen erzogen, hat sie hartes Geschick geduldig ertragen.! In Bingen, wohin sie sich verheiratete, verlor sie nach sechsjähriger glücklichster Ehe ihren Mann im Jahre 1866, und es oblag ihr, das von diesem betriebene Eisengeschäft weiterzuführen. Der tatkräftigen Frau genügte dies jedoch nicht, uno sie gründete ein Grundstücksverkaussgeschäft, dem sie viele Jahre in außerordentlich erfolgreicher Weise Vorstand. Im Jahre 1922 verließ sie ihren Wohnsitz in Bingen, um zu ihrem Sohne nach Frankfurt a. M. überzusiedeln, doch genießt sie heute noch in ihrer Heimat allgemeines Ansehen. Frau Moses hat im Laufe ihres langen Lebens nicht nur für ihre Familie, sondern auch für Fernstehende in aufopfernder Weise gesorgt; für sich hatte sie keine Wünsche. Die Jubilarin verfolgt mit seltener Teilnahme die Ereignisse des Tages, liest ihre Zeitung, macht Handarbeiten und betätigt sich noch im Haushalt ihres Sohnes. Möge der rüstigen Greisin, die Wohl die älteste Frau unserer Gemeinde ist, ein langer und gesegneter Lebensabend beschieden sein! VKI^äNI-LN * PMl^N (Z0^v_. Sll^MVv^k^N L.C. Schlund Vl^IVLttSIK.SS / (Zt2(ZK. 1795 l Minute nLclisl 6«? ttsuptvvscke Xücksneinricktungen Kllckeninvdsl gut unci preiswvrt bsi ^OKLV 5c » ia5?a/»55 e is

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