Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 6 (1927-1928)
- Issue
- 3 (11.1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 68 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Behörden fördern Äie ländliche Anstellung der Juden, die groß?n jüdischen Wohlfahrisgesellschaflen beteiligen sich an ihrer Durchführung. Der HilfsVerein, der als Vertreter der deutschen Judenheit für jüdische Auslandshilfe in Deutschland seit Anfang des Jahrhunderts den Juden in Osteuropa und im Orient in bewegtesten Zeiten zur Seite gestanden hat, rechnet auch jetzt auf die tatkräftigste Unterstützung der deutschen Juden, die es ihm ermöglichen soll, an der Lösung der zur Zeit im Vordergründe stehenden großen Aufgaben mitzuwirken. Am 15. März 1927 ist Dr. Paul Nathan, einer der Begründer und Führer unserer Organisation, nach kurzem Leiden tiefbetrauert aus dem Leben geschieden. Wir deutschen Juden ehren sein Andenken auf die würdigste Weife, wenn wir für das jüdische Hilfswerk, das Lebenswerk Paul Na Hans, unsere ganze Kraft einsetzen. Unsere Sammelaktion beginnt im September 1927 in Berlin und im Reiche. Spendet und werbet für unsere Aktion! Hilfsverein der D:utschen Juden. Geschäftsstelle des HilfsVereins: Berlin, Steglitzer Str. 12' Telephon: Lützow 6236. Bankkonto: Deutsche Bank, Dep.- Kasse 6, Berlin 9, Potsdamer S r. 127/123. Postscheckkonto: Berlin 33126. Ausbildung von Wohlfahrtspflegern. Die Zentralwohlfahrtsstelle der Deutschen Juden teilt mit, daß von dem Preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt Nach - schulungslehrgange zur Vorbereitung von männlichen Wohlfahrtspflegern (Fürsorgern, Sozialbeamten) aus die staatliche Prüfung genehmigt sind. "Die Nachschulungslehrgänge sollen lediglich der Nachschulung von Praktikern dienen. Es werden deshalb nur solche Bewerber zugelassen, die mindestens drei Jahre auf dem Gebiet der Jugendwohlfahrtspflege oder der Wirtschafts¬ und Berufsfürsorge oder der allgemeinen Wohlfahrtspflege hauptberuflich tätig gewesen sind. Für diejenigen, die erst Wohlfahrts- Pfleger werden wollen, kommt lediglich die Teilnahme an den ordentlichen zweijährigen Lehrgängen in Frage. Die Zentralwohlfahrtsstelle teilt ferner mit, daß unter den Ausbildungsstätten für Wohlfahrtspflegerinncn für das Hauptfach „Gesundheitsfürsorge" das „Jüdische Säuglingsheim" Berlin-Niederschönhausen, Moltke-Straße 8'9, die staatliche Anerkennung erhalten hat. Schließlich wird bei dieser Veranlassung noch darauf hingewiesen, daß das Mütter- und Säuglingsheim des Frauenvereins der Berliner Logen U. O. B. B., Berlin N., Brunnenstraße 41, die staatliche Anerkennung zur Ausbildung jüdischer Säuglings- und Kleinkinder Pflegerinnen besitzt. Nähere Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle der Zentralwohlfahrtsstelle der Deutschen Juden, Berlin C. 2, Rosenstraße 2—4. 68 Renten-Ansprüche. Polnische Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene in Hessen und Hessen-Nassau und der Psalz werden gebeten, sich schriftlich an uns zu wenden. Zwecks Vertretung der Ansprüche ist uns außer der genauen Adresse anzugeben: 1. Staatsangehörigkeit vor dem Kriege. 2. Jetzige Staatsangehörigkeit. 3. Ob gülliger Paß oder Paßersatz vorhanden ist. 4. Ob Sterbe-, Geburts- und Trauurkunde vorhanden sind und wo dieselben ausgestellt wurden. 5. Ob bereits Ansprüche geltend gemacht worden sind. Es wird um möglichst genaue und deutliche Auskunst gebeten! Meldungen können ebenfalls bei der Zentralwohlfahrtsstelle Cas se l, Gr. Rosenstraße 8, und bei der Provinzialkasse f. Mische Wanderfürsorge, Mannheim I?. 2. 14., erfolgen. Israelitischer HilfsVerein e. V. Frankfurt a. M., Langestraße 30. Talmud - Thora - Verein (Vereinslokal: Synagoge Börneplatz, Büro: Mainstratze 21). Die Schiurim haben wiederum eine Erweiterung erfahren, die Einteilung ist aus dem Tagesprogramm zu ersehen. Wie in früheren Jahren finden im Wintersemester, beginnend am Freitag, den 21. Oktober, wieder Vorträge in den Synagogen Börne- Platz und Hermesweg statt. Unfere Jugend weisen wir besonders ^uf den Sams:ag, den 29. Oktober, wieder beginnenden Vchiur oes Herrn Rabbiners Dr. Hoffmann „Die Grun'dlehren des Judentums im Anschluß an Maimonides" hin. Auch die Tehillim-Vorträge des Herrn Rabb. Dr. Hoffmann finden wie früher alle 14 Tage Sonntagabend 6 Uhr in der Synagoge Börneplatz statt. Für die dazwischenliegenden Sonntage sind weitere Borträge von namhaften Rednern vorgesehen. Wir bitten um rege Beteiligung an den Schiurim und Vorträgen. Dem Ausbau >der Unterrichtskurse für Knaben und Mädchen ist auch weiter unsere besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Unterrichtskurse sollen eine Ergänzung des Schulunterrichtes bilden, sie sollen den Kindern ein tieferes Eindringen in die Quellen jüdischen Schrifttums vermitteln. Anmeldungen für den Fortbildungsunterricht bitten wir an den Leiter unseres Unterichtswesens, Herrn Lehrer S. Unna, Uhlandstraße 58, oder an das Sekretariat, Mainstraße 21, zu richten. Unsere Arbeit bsdars stets des weiteren Ausbaus, um allen Wünschen der Lernenden gerecht zu werden. Wir benötigen zur Erhaltung unseres Werkes und zum weiteren Ausbau Unterstützung aller Thorafreunde. Anmeldungen von Mitgliedern und Spenden bittet man an unseren Kassierer Herrn Hermann Rothschild, Eschenheimer Anlage 23, Postscheckkonto 60 304 Frankfurt am Main zu überweisen. Kaisers Ksskve-Lesckstt — Uesen 1000 k-il.läl^n — Leste LesuZsoueUe kür jecten k-iausnslt. Kaktee, l'ee, Kskso, A/lalzkakkee, Lcnokolacle, Prolinen, Londons. Keks etc. kittslsn IN resnkkurtkerZerstraLe 77 LrückenstrstZe 11 (ZrünedurZveA 11 tlsnauerwnctstrgLe 6 llermsnnstr. 1 Kronprinsenstraöe 38 ^lsmserlZnästrgLe 129 LcnnurASsse 51 l-eipTiZersirgLe 27 L. veiLea Stein 3 Zufalls Varen lwller siiWsM.j 51 MM in kiabattmarken gene ick nin, um meinen öukikops modern?u ernslten 2u 05K^K Ooetkexti-ske 28, Lntreio! / Telefon I^lsnxa 4757 Isvvk »szfsi» VV5INKK088N^0l."NK Vertrieb in unc! au8!änci. Weine Frankfurt a. IVl. Kuno unä Ksllki'vivn: Aleus!^ain?ei'8tr. 51 u.54 lelekon: kümvi- 3172 unä ß/Isingau 71691