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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-08-01 · 12 (8.1927) · page 11

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
5 (1926-1927)
Issue
12 (8.1927)
Date
1927-08-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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der Synagogenplätze. In die Verwaltung der H. M. und H. Oppenheimerschen Stiftung werden die Herren Dr. Albert Sondheimer, Elias Gut und Dr. Ernst Picard gewählt. Sitzung vom 18. Juli. Zu längeren Erörterungen führt die Verpachtung der Mazzenbäckerei, ebenso der Entwurf eines neuen Gebührentarifs für das Bestattungswesen. Den Rest der Tagesordnung bildet eine Reihe kleinerer Vorlagen. Sitzung vom 25. Juli. In mehrstündiger Beratung wird der allgemeine Teil einer neuen Verwaltungsordnung für das Krankenhaus erörtert. Der Rabbimschen Lehranstalt wird ein Darlehen bewilligt, über einige laufende Angelegenheiten wird Beschluß gefaßt. Sitzung vom I.August Der Vorsitzende verliest ein an Herrn Michael Moses Mainz zu seinem 85. Geburtstag gerichtetes Glückwunschschreiben. Die Beratung des Entwurfs der Krankenhausordnung wird abgeschlossen, der besondere Teil — Hausordnung und Dienstanweisungen — wird einer kleinen Kommission überwiesen. Wegen des Gottesdienstes an den Feiertagen im Krankenhaus soll mit dem Schwesternverein Fühlung genommen werden. Der Gebührentarif für das Bestattungswesen wird zur Abänderung der Staffelung an die Friedhofskommission zurückverwiesen. Schließlich wird über eine Reihe von Aufwertungs-,Grundstücks- und Personalangelegenheiten Beschluß gefaßt. Aus der Gemeindevertretung. Sitzung vom 29. Juni 1927. Sitzungsbericht von Bürodirektor I. Meyer. In Anwesenheit von 25 Gemeindevertretern und zwei Vertretern des Gemeindevorstandes eröffnet der Vorsitzende, Herr Dr. Richard Merzbach, die Sitzung. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt Herr Dr. Baerwald namens des Vorstandes mit, daß Herr Rabbiner Dr. Lazarus am gestrigen Tage die erste Amtshandlung nach seiner Erkrankung und Rekonvaleszenz wieder vorgenommen habe, und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß Herr Dr. Lazarus mit Göttlicher Hilfe bald wieder seine volle Kraft in den Dienst der Gemeinde stellen werde. Herr Dr. Baerwald dankt namens des Vorstandes allen Damen und Herren, die in Vertretung des Herrn Dr. Lazarus ihre Dienste der Gemeinde zur Verfügung gestellt haben, in erster Reihe Herrn Rabbiner Dr. Salzberger, der durch lange Wochen die Hauptlast der Vertretung übernommen hat. Der Vorsitzende schließt sich diesem Dank namens der Gemeindevertretung an und wünscht Herrn Dr. Lazarus viele Jahrzehnte weiterer Tätigkeit in voller Gesundheit. Sodann wird in die Beratungen eingetreten. Der Vorstand hat beschlossen, das Manuskript des von Herrn Rabbiner Dr. Seligmann neu bearbeiteten ersten Teiles des Gebetbuches für-die Synagoge König st einer st raße tunlichst sofort in Druck zu geben, damit der Band unmittelbar nach d^n Herbstfeiertagen erscheinen kann und Herrn Dr. Seligmann für die mühevolle Neubearbeitung seinen Dank ausgesprochen. Das Manuskript war den Mitgliedern der Gemeindevertretung zur Einsichtnahme zugänglich gemacht worden. In der Aussprache bemängelt zunächst Herr Dr. Geiger die äußere Fassung dieses Teiles mit ihrer teilweise ganzseitigen, teilweise halbseitigen Anordnung der Gebetstücke, sodaß man nicht wisse welche Gebets hebräisch, welche deutsch zu sagen seien und befürchtet, nachdem ihm sowohl von Herrn Dr. Seligmann als auch von dem Vorsitzenden der liberalen Kultuskommission eine bündige Auskunsr hierüber nicht erteilt werden konnte, daß die Art des Vortrages der Gebete der Willkür des Synagogenvorstandes und der amtierenden Funktionäre in die Hand gegeben sei, zumal Herr Dr. Seligmann sich geäußert habe, daß diese Anordnung mit Absicht labil gehalten sei. Dr. Geiger beantragt, falls die Gemeindevertretung der Neufassung des ersten Teiles des Dr. Seligmann' schen Gebetbuches zustimmt, den Wunsch auszusprechen, daß im Druck durch entsprechende Anweisung deutlich erkennbar gemacht werde, für welche Teile des laut zu betenden Textes (Gebete und Gesänge) die hebräische und für welche Teile die deutsche Sprache Verwendung finden soll. Herr Goitein drückt seine Genugtuung darüber aus, daß den Gemeindevertretern, wenn auch reichlich spät, Gelegenheit geboten worden sei, Einsicht in das Manuskript zu nehmen, und betrachtet es als erfreuliches Zeichen, daß der hebräische Text gegen früher eine wesentliche Erweiterung erfahren habe. Nicht einverstanden ist Herr Goitein mit der freien Ueversehung der Thora-Abschnitte, die von den Tefillin handeln, und mit der Abänderung einiger Benediktionen in der Liturgie für Freitegabend und für die Wochentage. Die weiteren Ausführungen des Redners gipfeln in dem Antrag, das Manuskript an eine kleine Sachverständigenkommission zu verweisen, deni seitens des Herrn Dr. Baerwald widersprochen wird, da es sich nicht um ein neues Gebetbuch handle, sondern um die Neuauflage eines bereits vorhandenen und vergriffenen. Dabei sei dem Wunsche der liberalen Kultuskommission, kleine Unebenheiten, die sich im Laufe der Jahre herausgestellt hätten, auszumerzen, entsprochen worden, ohne an der Struktur des Buches etwas zu ändern. Für diejenigen, die den Wunsch haben, hebräisch zu beten, sei neben dem deutschen Text auch der hebräische aufgenommen. Die nochmalige Befassung einer Kommission mit der Prüfung des Manuskripts sei nicht angängig, weil dieses bereits von der verfassungsmäßig allein zuständigen Kommission geprüft worden sei. Dabei habe sich gezeigt, daß bei der eigenartigen Struktur des Gebetbuches in fast allen Punkten die Meinung des Verfassers einzelnen Wünschen der Kommission vorgehen mußte. Was die Befürchtung des Herrn Dr. Geiger betreffe, so sei zu betonen, daß die Willkür einzelner Funktionäre nicht entscheiden könne, sondern daß die Gewähr dafür geboten sei, daß der Gottesdienst wie bisher abgehalten werde, nur mit den kleinen Aenderungen, die im Laufe der Jahre erforderlich geworden sind. Herr Landsberg spricht gegen den Antrag Dr. Geiger, weil viele Synagogenbesucher den Wunsch geäußert hätten, den hebräischen Text zu beten, und weil ferner die deutschen Gebete, soweit sie vom Vorbeter vorgetragen werden, infolge des Umstandes, daß dieser nicht zum Publikum spreche, undeutlich und daher wirkungslos bleiben müßten. Eine labile Anordnung sei auch aus dem Grunde vorzuziehen, weil, wenn im Laufe der Jahre etwa die Zahl der deutschen Gebete wieder vermehrt werden sollte, diesem Wunsche ohne weiteres entsprochen werden könne, wenn man sich jetzt nicht festlege. Herr Grünste in nimmt Anstoß daran, daß in der Benediktion „schema kaulenu" in der „Schachiris-Schemaunoesre" für Wochentage die Stelle „Tefilas amcho Jisroel" durch „Tefilas kol Peh" ersetzt ist. Herr Dr. Mainzer wendet sich gegen die Ausführungen des Herrn Landsberg, da man nicht zulassen könne, daß einzelne laute Gebete gleichzeitig deutsch und hebräisch gesprochen werden. Herr Dr. Geiger erklärt gleichfalls die Gründe des Herrn Landsberg für nicht stichhaltig; die von -ihm bemängelte »»M»»»»>»»WM»»»»>WWM»» Färberei uncl Lkem. kieinigung ll.sctsn in sllen ZtseMeiien kvvck »LSSLSo^^^^L^So^LSS^^^W^^L^L^^^L?V«^^^ Erste Frankfurter Oampfwaschu. Plätt-Anstalt Z Fernsprecher Hansa 4S25 G. Trabinger, Frankfurt am Main Gutleutstraße 55. A Neuzeitlich und besteingerichteter Großbetrieb am Platze für Kragen, Manschetten und Oberhemden. W Streng pünktliche und regelmäßige Bedienung frei Haus. -------------- Ä ILS^LSLSLSSLSSLWS^^^?^??^^

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