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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-08-01 · 12 (8.1927) · page 8

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
5 (1926-1927)
Issue
12 (8.1927)
Date
1927-08-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Vom Philanthropin. Der Jahresbericht des Philanthropie für 1926/27 gibt auf seinen 71 Seiten ein eindrucksvolles Bild von der vielfältig gegliederten Arbeit der jetzt im 124. Schuljahr stehenden Anstalt. Das von der Israelitischen Gemeinde unterhaltene Schnlwerk bietet den Knaben nnd Mädchen einen geschlosseneu, durch die Verbindung deutschen und jüdischen Wesens bestimmten Bildungsgang vom Kindergarten bis zur Universität und steht in dieser Hinsicht einzigartig in Teutschland und ganz Westeuropa da. Das Reformrealgymnasium war bei Beginn des abgelaufenen Schuljahrs von 238 Schülern besucht, das Lyzeum von 233 Schülerinnen, wozu 28 Zöglinge der Frauenschule kommen. Tie Volksschule, die im Jähre 1922 gegründet wurde und als achiklassige Anstalt mit mindestens zwölf Einzelklassen geplant ist, wird Ostern 1929 ihren Ausbau vollenden, sie war im Vorjahr von 257 Kindern besucht. Der Bericht enthält sehr ins einzelne gehende Angaben über die Verteilung und die Gegenstände des Unterrichts, über Schüler, Lehrer und Lehrmittel, sowie eine Reihe von Mitteilungen verwaltungsmäßigen Charakters. Besonders hingewiesen sei auf die Berichte über die Schulfeiern, von denen der über die Purimfeier durch hübsche Bilder geschmückt ist, über die Schülerselbstverwaltung und den Gesamtunterricht, dessen Gegenstände sämtlich aufgezählt sind und schon dadurch eine Vorstellung von seinem .Rahmen und seinen Absichten vermitteln. Ter Schulrat bestand ans Herrn Heinrich Emden als Ehrenvorsitzendem, den Herren Dr. Richard Merzbach (Vorsitzender), Sanitätsrat Dr. Ettlinger (stellv. Vorsitzender), Otto Bonwit (Oekouom), Willy Nathan (Kassenführer), I. Dreyfuß, Felix Meyer, Ludwig Pohl, Dr. Siegfried Bloch und Frau Paula Frenkel. Den Elternbeirat bildeten die Herren I. Westerfeld, Albert David, Berthold Cassel, M. Ettinger, Willy Bier, Dr. Gustav Oppenheim, Dr. L. Moser, Dr. Salvendi, Albert Goldberg, Frau D. Lipinski und Frau S. Blank. Anstelle des verstorbenen Justizrats Dr. Ernst Auerbach wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Ernst Goldschmidt zum Syndikus des Schulrats berufen. L. N. Internationale Musikaussteltung. Sonderfchau im Museum jüdischer Altertümer. Im Einvernehmen mit dem Gemeindevorstand hat die Leitung des Museums eine hübsche und anregende Sammlung von Druckschriften und Bildern zur jüdischen Musikgeschichte ausgestellt und so nne wertvolle Ergänzung der wenig umfangreichen jüdischen Abteilung in der großen Ausstellung geboten. Unter den Druckwerken fallen vor allem alte lateinische Dissertationen über den jüdischen Synagogengesang auf, .darunter auch die berühmte Abhandlung des Humanisten Johannes Reuchlin über hebräische Akzente und Rechtschreibung aus dem Jahre 1518. Alle diese wertvollen Bücher entstammen der bekannten Sammlung Paul Hirsch. Unter den übrigen Büchern, die den Beständen der Gemeindebibliothek entnommen sind, ist die jüdische synagogale Literatur mit Hauptwerken von Breitenstein, Baer, Friedmann, Sulzer, Lewandowsky u. a. vertreten, ebenso werden die grundlegenden Schriften von Jdelsohn gezeigt. Eine besonders reizvolle Ergänzung erfahren diese Druckwerke durch zahlreiche Porträts jüdischer Komponisten, Musiker und Kantoren, die zum großen O/s c/s^/^?<7/?s Q^///M5MSS<7/>/>7S ^L>" /NfS/NO?,O/70s/S/7? Teil vom Manskopfsckzen musikhistorischen, Museum, dem Antiquariat Max Ziegert und einigen privaten Gönnern zur Verfügung gestellt wurden. Aus der großen Zahl hervorragender jüdischer Musiker sind nicht wenige durch ihre Bildnisse vertreten,- so Ignatz Brüll, Goldmark, Halövy, Hiller, Hermann Levy, Meyerbeer, Offenbach, Rubinstein, Bizet, Felix Mendelssohn- Bartholdy u. a. Von Frankfurtern sind Alfred Herz und I. M. Japhet zu sehen. Der Besuch der kleinen Sonderschau kann allen Interessenten warm empfohlen werden, vielleicht gibt sie auch die Anregung zur Zuwendung geeigneter Bücher und Bilder an das Museum oder die Gemeindebibliothek. Die jüdische Abteilung in der Mufikausstellung. Aus der Hülle des Sehenswerten, das die Frankfurter Mnsikausstellung bietet, interessiert uns Juden besonders die Abteilung für jüdische Musik. Ist sie auch wenig reichhaltig, so ziehen doch die ausgestellten Gegenstände die Aufmerksamkeit gar vieler, auch nichtjüd'ischer Besucher auf sicki. Das gilt zunächst von den beiden Schosorot, Widderhörnern, deren Blasen in den Zeiten des Tempels zu Jerusalem zu dem Ritual bei feierlichen Anlässen gehörte, während sie heute im wesentlichen nur im Gottesdienste der hohen Feiertage Verwendung finden. Das Frankfurter Museum für jüdische Altertümer hat sie der Ausstellungsleitung zur Verfügung gestellt. Sonst sind in der Hauptsache nur Werke der synagogalen Poesie zur Auslage gekommen, von den älteren Salomo de Rossis, eines italienischen Komponisten des ausgehenden 16. und des beginnenden 17. Jahrhundert, bedeutendes Buch „Ha-Schirim ascher li-Schelomo", und zwar in der Originalausgabe, Venedig 1623/ in einem Pergamentdruck des Jahres 1923 und in einer aus dem vorigen Jahrhundert stammenden Bearbeitung >des französischen Tondichters Namnbouvg, der in >den Jahren 1845—1880 als Kantor an der großen Synagoge in Paris wirkte. Wen die berühmte Bruchsche Komposition des „Kol Nidrei" je ergriffen, den wird die von dem Komponisten stammende Niederschrift interessieren, die er mit eigener.Widmung an einen Freund versehen hat. Sie stammt aus der Bibliothek der neugegründeten Universität in Jerusalem. Die meisten übrigen Werke sind der Frankfurter Stadtbibliothek entnommen. Da finden sich nahezu vollständig die synagogalen Kompositionen der Meister Mischen Gesangs aus der Zeit seiner Renaissance im vorigen Jahrhundert, wie die Werke .von «Sulzer und Äewandowski, in zum Teil kostbaren Ausgaben, darunter die Freitagabend-Gesänge von Marcus Weintraub, einem Frankfurter Kantor, die noch heute namentlich in der Hauptsynagoge des öfteren Verwendung finden. Das besondere Interesse des Musikliebhabers dürften die von A. Z. Jdelsohn gesammelten Gesänge der jemenischen Juden finden, die der bekannte Forscher seinem großen Werke „Hebräischorientalischer Melodienschatz" einverleibt hat und von denen einige im Saalbau an dem Abend gesungen wurden, der dem ostjüdischen Volksliede gewidmet war. Das jüdische Volkslied ist I Merl km. IMM« 8MiliU s >VL8MZIl^85k5 4 S Telefon: Nsnsa 5506. 5507. 3958, 1930. > 8peäition, Loliifssiirt, l.sgerung, g Verzollung, Vergionerung, Inl<a880 > Tpesiatttst - Seknettveritsur nsen un6 von englsnct, > Klisinunct Uedsrssetrsnsports Z Lig.f/uki'pai'k. l-ig. I.sgvniiäu8ki' mit IZslinu. >Va88vi'an8oli>ug. ködert (Zsrlsck <Z. m. d. ». krsnkku?» sm »«sin s ii n » v r ^sn«Vstrsssv 1LS Nlt. 11S0.— sokorlt »okerdsr

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