Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 10 (6.1927)
- Date
- 1927-06-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/3094266-3094312-3094321--1026-3095741- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
David Josef Born sie in, Einführung in das Hebräisch der Gegenwart, Methodische Texte und Erläuterungen. 292 S. Berlin 1927. Verl. d. Jüdischen Rundschau. Es ist eine bekannte Tatsache, daß das Interesse für die hebräische Sprache seit den ersten Nachkrie^S?..-ihren auch in Deutschland iu slc'.em Wachsen begriffen ist. Weniger bekannt dürste es aber sein, daß die Erfolge, die hierbei erzielt werden, in gar keinem oder fast gar keinem Verhältnisse stehen zur Energie, die dafür aufgewandt wird. Der Grund hierfür liegt u. E. in der völlig falschen, ,von der Geschichte der letzten Jahrzehnte bereits widerlegten Einstellung zum Hebräischen als zu «einer toten Sprache. Man kann sich vielfach noch nicht mit dem Gedanken befreunden, daß die alte, ehrwürdige Sprache unserer Väter für einen Terl der Judenheit bereits zur Sprache der Söhne geworden ist, und daß daher die veralteten Lehrmethoden, die hauptsächlich auf eine rein philologische, akademisch-theoretische Erfassung der Sprache hinausliefen, zum Eindringen in das moderne, lebendige Hebräisch absolut ungeeignet und von vornherein zu einem völligen Fiasko verurteilt l'ind. Um so erfreulicher ist es, daß >in den letzten Jahren von verschiedenen Seiten der Versuch gemacht wurde, mit jenen veralteten Vorstellungen -von der „toten" hebräischen Sprache endgültig aufzuräumen und dem westeuropäischen Menschen einen Einblick in das lebendige Hebräisch zu gewähren. Als ein bedeutsamer Schritt zur Erreichung dieses Zieles ist das Werk von Bornstein zu begrüßen. Der Verfasser, der als Autorität auf dem Gebiete der hebräischen Grammatik gilt, versucht an Hand von besonders gewählten Lesestücken den Leser in rasäias res zu stellen, ihn durch sehr gewissenhafte, vielleicht allzu gewissenhafte, An- und Bemerkungen zu den abgedruckten Texten unmittelbar in die Sprache einzuführen, das Sprachgefühl bei ihm zu wecken und ihn mit dem Geist der hebräischen Sprache vertraut zu machen. Allerdings machen die Lesestücke, gerade weil sie viel zu sehr auf die etymologischen und stilistischen Anmerkungen zugemünzt sind, zum Teil einen etwas unbeholfenen Eindruck, — ein Eindruck, der noch verstärkt wird durch die dauernde, vom Verfasser wohl bewußt betriebene Vermengung der verschiedenen Stilarten. So fiirdet man Lesestücke, in denen die einzelnen Sätze, jeder für sich, grammatikalisch und auch stilistisch einwandfrei sind, die aber in ihrer Gesamtheit eine ziemlich buntscheckige Mischung von Ausdrucksweisen und Redewendungen aus den verschiedensten Entwicklungsstufen der hebräischen Sprache darstellen. Außerdem scheint uns der Verfasser das Wesentliche vom Unwesentlichen viel zu wenig gesondert zu haben. Der Anfänger, bei dem das Unterscheidungsvermögen in bezug auf das Primäre und Sekundäre noch nicht genügend entwickelt ist, läuft leicht Gefahr, durch die besonders starke Häufung von grammatischen Regeln und Ausnahmen den Ueberblick über das Ganze und somit die Einordnung in das.Ganze zu verlieren. Es ist daher besonders dem Anfänger nicht zu raten, diefes an sich sehr wertvolle Buch ohne Hilfe und Leitung eines Lehrers zu gebrauchen. Dem Fortgeschrittenen aber bietet es eine Fülle von zum Teil sehr interessanten etymologischen und syntaktischen Anregungen, weshalb dem Buche ein möglichst großer Erfolg zu wünschen ist. Dr. M. Silberg. M. Abraham und I. B. L e o y, Schaare Zedeck, 1. Teil Frankfurt a. M. 1927. I. Kauffmann, Verlag. Die Verfasser dieses Büchleins haben sich die Aufgabe gestellt, „die Schüler zur Bibel und zum Gebetbuch hinzuführen." Dieser Aufgabe werden fie auch im Großen und Ganzen gerecht. Sie gehen von der pädagogisch richtigen Idee aus, dem Schüler durch Verwendung von ihm geläufigen Lesestücken die Anfänge der Grammatik beizubringen. Durch zahlreiche, zum Teilsehr gelungene Variationen etymologischer und syntaktischer Natur wird dem Schüler die Möglichkeit geboten, sich selber in der Sprache zu betätigen und auf solche Weise Liebe zur Sprache zu gewinnen. Daß der Schüler hierbei schließlich doch in den Anfängen stecken bleibt, liegt an der Dürftigkeit des an den niederen Klassen durchgenommenen Sprachstoffes und kann den Verfassern nicht zur Last gelegt werden. Leider sind den Verfassern trotz des geringen Wortschatzes, der in diesem Lehrbuch verwendet wird, einige Versehen unterlaufen. Das Partizip vom Worte ist nicht wie es auf S. 12 heißt, sondern N^IN. Im Lesestück 23 wäre es richtiger, zu schreiben. Der Ausdruck NVV "1^2 V''^ (S. 24) verletzt unser hebräisches Sprachgefühl; es muß heißen:V^N'N1NVV^"1W8> Ebenso ist der Ausdruckt NV in dem auf S. 32 gebrauchten Sinn ein unstatthafter Germanismus, bedeutet an sich: Was ist das? mit Bezug auf ein Sub-- ^eisvinoe bsi 3enwangs>'LLnaftsbsson>vsfc!sn ^ängslsib, l<ok-pulsn?, (Zi-oölsibigksit, -uf ^nsltung unct Wisclsi'Sflangung sinsr gutsn l^igur. I. GH. LZuNsnstein Avus AlsjnzvZ'straks 82 nakk opep Svgrllnrist 1S7S t^ür QeleZenneitsckicntun^en,?i5cnliecker, IÄN8tuckier. kür ttocn-eiten u. sonstige (ZeleZen» neiten empjienlt sicti MK «SMI 8ek!viävn8ti-. 14 Tel. Taunus 3650 WWW. NlkMiidel in» WIM «M ZV«. kUc»S, Oderlinäau 17 neu unck xedr. (ZünstiAe ZsnIuntz8be<1inA. pisnos 83mtl. Reparaturen. AuLerst nieckriZe preige.?.Kok-n, Vilbelei-st,-. 9 Kein Lacken »KIMM „M MM?lül>" Ink> ^. öinninxer (krüner XettLllnorvsZ 69) VmelMZi Wll- M »ler-lilllMSlll Pkungst36ter Export un6 jV^üncnner I^övendräu VorüüAlicne Kücne nscn risusmscner Xrt. Vereinsu. Qesellscnsktsaimmer sllr 80—luv Personen. Orvüer Las! für Ä)v Personen vornsncZea. klMlM M W«. Vi«MM ZK fernsprecner /^mt ttsnsa 9915 z z V <lnk. Isnn) A (Zr. LgenenneimerLtraLe 39 HD 1'elekon tt»nsa 1269?s!ne Käse, Lutter, L!sr G ^Ileinverksuk: UneßS'L 8üLralimdutter (ZuslitSt unerrelcnt. ^ieu-Lröffnung! üsle wrls Vvrnskmv8 familieneafv 8SIN8tSg8 Ml! 80lllItSg8 lik8e!l8cdS!!8tSgX.