Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 10 (6.1927)
- Date
- 1927-06-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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17 ungefähr M. 200.— betragen, so hat die Tuberkulosefürsorge, wie sie es auch in ihren Richtlinien vorgesehen hat, ca. ein Drittel der entsteheniden Kurkosten gedeckt. An dieser Stelle mutz bemerkt werden, «daß die Durchprüfung der Gesuche durch die jüd. Tuberkulosefürsorge zur Folge hatte, daß die lokalen Quellen, vor allen Dingen die Möglichkeiten, -durch Versicherungsträger, durch die städtischen Wohlfahrts- und Gesundheitsämter Kurbeihilfen zu erlangen, viel stärker ausgenutzt wurden, als es früher der Fall war. Wir haben in sehr vielen Fällen die kleineren Gemeinden und Organisationen erst darüber aufgeklärt, daß sie Versicherungsträger und öffentliche Fürsorge in Anspruch nehmen können. Bei den außerordentlich langwierigen und kostspieligen Tuberkulosekuren ist dies von.größter Bedeutung. Von den III durch die Jüd. Tuberkulosefürsorge unterstützten Patienten waren 46 Männer, 52 Frauen und 13 Kinder (bis 16 Jahre). Ihrer Staatsangehörigkeit nach befanden sich hierunter 57 Inländer, 49 Ausländer, 5 Staatenlose. 82 Patienten suchten jüdische Anstalten (Nordrach, Soden, Meran, Etanie- Davos) auf und 29 nichtjüdische Heilstätten. Die Ausga b e n betrugen insgesamt M. 20 296.81. D i e Einnahmen des Tuberkulosenfonds waren folgende: Bestand am 1. Januar 1926 .......M. 10120.!— Zuschuß d. Preuß. Landesverbands <1925 u. 26) „ 10 000.— . Zuschuß d. Großloge...........„ 2 500.— Zuschuß d. Deutsch-Israel. Gemeindebunds . „ 1000.— Zuschuß d. Jüd. Frauenbunds......„ 3 994.— Sonstige Zuschüsse . . . -.......„ 2 403.50 Die gewährten Zuschüsse sind also restlos verbraucht und darüber hinaus M. 400.— ausgegeben worden. Wären die Zuschüsse größer gewesen, so hätte noch eine Hv'ttZ'd K-nzu^^ "v'd-rH-ch^Ä-a-ntztz^-K^Ä'rl^TT-r H»^'!.-- sonen bedacht werden können. Für Heilverfahren für tuberkulös erkrankte Schwestern sind auch 1926 wiederum Mittel vom Reichsarbeitsministerium zur Verfügung gestellt worden, und zwar standen 1926 M. 21761.68 für diese Zwecke zur Verfügung. Hiervon wurden nur M. 6650.73 sür neun Schwestern verausgabt, sodaß ein Bestand von M. 15110.65 in das Jahr 1927 übergenommen wurde. Dieses Geld darf lediglich für Heilstättenkuren von tuberkulosekranken Schwestern, Pflegepersonal, eventuell auch Anstaltspersonal verwendet werden. Das alte Vorhaben, eine Heilstätte für tuberkulosekranke Kinder zu errichten, wurde im Laufe des Jahres 1926 verwirklicht. Der Jüd. Frauenbund erwarb in Wyk auf Führ ein passendes Grundstück, das zweckentsprechend umgebaut wird. Das Heim soll im Juni d. I. eröffnet werden. Die Zentralwohlfahrtsstelle konnte den Erwerb des Hauses durch Bereitstellung größerer Neichsmittel, teils in Darlehens-, teils in Zuschußform, erfreulich fördern. Hias-Lca.Emlgdirect. Emigrations-Vereinigung E. 35. Das Ziel der neuen von den führenden europäischen und amerikanischen Organisationen gebildeten Gesellschaft geht dahin, die Tätigkeit aller Organisationen, die fich mit jüdischer Emigration befassen, zu vereinigen, um eine systematische, geordnete und gleichzeitig ökonomische Arbeit zu erzielen. Diese an sich schon so wichtige Vereinigung ist besonders im gegenwärtigen Augenblick eine unbedingte Notwendigkeit geworden, da die jüdische Emigration eine bisher nie dagewesene Krisis durchmacht. In einem Augenblick, wo Ursachen verschiedener Art Zehntausende von Juden zwingen, Osteuropa zu verlassen, sind die Emigrationsmöglichkeiten infolge der Einwanderungsbeschränkungen sehr gering. Unter diesen Umständen genügt es nicht mehr, dem Auswanderer während der Uberfahrt mit konsularischem Rat und rechtlichem Schutz zur Seite stehen, sondern man muß ihn den Bedingungen und Erfordernissen des Einwanderungslandes anpassen. Bereits im Heimatlande soll der Auswanderer mit Kenntnissen ausgerüstet werden, die ihm die Gründung einer produktiven Existenz im Einwanderungslande ermöglichen. Auch im Auswanderungslande selbst soll der jüdische Emigrant nicht seinem Schicksal überlassen bleiben, sondern hier gilt es, eine rege Tätigkeit zu entfalten, um dem Einwanderer Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen und die zugewanderten Massen rationell und gleichmäßig im Lande zu verteilen. Gerade auf diesem Gebiete liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit der neuen Gesellschaft. Unsere Bestrebungen müssen dahin gerichtet sein, eine maximale Ausnutzung der beschränkten Einwanderungsmöglichkeiten zu erzielen. Dieses Ziel wird erreicht sein, wenn hauptsächlich gut vorbereitete, mit sprachlichen und beruflichen Kenntnissen ausgerüstete Auswanderer emigrieren rmd wenn vor aÄem eme Ne'che von Institutionen in den Mnwanderungsländern geschaffen wird, die den Einwanderer produktiver Arbeit in Landwirtschaft und Industrie zuführen. Dieser neue Charakter der Wandererfürsorge, der eng mit dem Produktivierungsgedanken verknüpft ist, würde den guten Ruf des jüdischen Einwanderers festigen und einen günstigen Einfluß auf die Erweiterung der Einwanderungsmöglichkeiten haben. Eine der ersten Aufgaben der „Hias-Jca-Emigdirect" wird es sein, einen engen Kontakt mit jenen verschiedenen Organisationen aufrecht zu erhalten, die in Osteuropa sich mit jüdischer Auswanderung befassen. Zu diesem Zwecke wird die „Hias-Jca- Emigdirect" den in Frage kommenden Organisationen ihren ganzen moralischen Einfluß und gegebenenfalls auch ihre materielle Hilfe zur Verfügung stellen unter der selbstverständlichen Voraussetzung, daß die örtlichen Gesellschaften ihre eigene Tätigkeit entfalten und die nötigen Mittel für die Emigrationsarbeit auch an Ort und Stelle aufbringen werden. In denjenigen Zentren, wo bis jetzt mehrere Auswandererorganisationen bestanden, wird die „Hias- Sekönstes rituelles Daus am ^>latse. fließendes Alassev. Timniep mit Sa6 und Staatstelekon. Hotel Kronprinz, Wiesbaden Besitzer Rückersburg Unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner vr. Ansbacher, Wiesbaden Cvftklasl. Restaurant ^dermalbäcler Mäßige Pfeile. Telefon 765S. ZI tt^^I 4 i.uM58ckszu-kc5^l5c«M7md» >V> MM I /Meöies fkkttkfUkiekMMi.f^ 1LS5 6 C/Xl^O t-^S ^3S37'll.^3S3S. ^ZNZlissNOn^I! ns^s!lst-ion — ZZNl t-gs-S^^ntsgesi. - - Adonnsmen!' für ^nst-ZN^liZll^g cies-' u. Wsssepleii-ungen. ><zcvk. kvvck ssärbyrvi unl! Lkem. Reinigung t.s«»sn in sllen 5ts«Mettvn